Freitag, 27. Januar 2012

"Du Mörder!"

Diese und andere, wenig positiv klingende Aussagen möchte ich den Menschen am liebsten täglich ins Gesicht brüllen. Warum ich das nicht mache? Vielleicht weil mein antrainiertes "gutes Benehmen" es mir verbietet? Oder weil es mir peinlich ist, beim Einkaufen aufzufallen? Bestimmt auch – irgendwie. Aber auch weil es nichts bringt.

Vielen ist es egal, andere realisieren nicht mal, was ich damit meinen könnte. Außerdem war und ist es nun mal so, dass der Mensch Fleisch isst. Punkt.
Klar ärgere ich mich jeden Tag immer wieder über die Gedankenlosigkeit der Menschen um mich herum - und noch mehr über ihre Gleichgültigkeit.
An manchen Tagen verlasse ich lieber gar nicht erst das Haus, weil ich so von allem angepisst bin (sorry, aber so ist es nun mal...leider), dass eigentlich jede (unglückliche) Konfrontation mit Tierkonsumenten nur ganz ganz übel enden kann.
Ich habe zu Beginn meiner "veganen Karriere" auch ständig andere Menschen mit Berichten, Bildern und Videos von gequälten, alles andere als "artgerecht" gehaltenen, getöteten und kurz vor ihrer Schlachtung stehenden Tieren konfrontiert.
Unterm Strich kam dabei heraus, dass einige mir danach großräumig aus dem Weg gingen, weil sie nicht schon wieder diesen Horror ertragen wollten. Tiere konsumierten sie dennoch weiter.
Alles andere steht für die meisten auch gar nicht zur Diskussion. Es war schließlich immer so. Was soll man auch sonst essen, woher die nötigen Vitamine, Eiweiß, Kalzium bekommen? Und letztlich hat der Mensch ja Reißzähne, demnach ist er nun mal ein Fleischfresser...
Ich glaube, ich muss nicht noch mehr Dinge in dieser Richtung aufzählen...kennt doch eigentlich jeder.

Solche Diskussionen haben mich dann ganz oft an den Rand des Ertragbaren gebracht.
Ich habe doch schließlich gesehen und verstanden, was den Tieren wegen eines Schnitzels, einem Schuss Milch für den Kaffee und dem Sonntagsfrühstücks-Ei angetan wird. Warum sehen es andere Menschen nicht?
Und hier ist dann direkt mein erster "Verständnisfehler": Sie können es sehen. WENN sie nur wollen. Aber sie es wollen nicht.
Daher auch immer der verlegene Blick und Aussagen wie "ich esse aber nur ganz wenig und ganz selten Fleisch", die sofort kommen, wenn man nur erwähnt, dass man selbst keine Tiere isst. Es reicht wirklich nur diese Aussage, schon sehen sich Tierkonsumenten scheinbar zu solchen "Entschuldigungen" genötigt.

Face the facts...Diese Menschen sind einfach besser im Verdrängen als ich als ethisch-moralisch motivierter Veganer.

GoAnimate.com: Das Vegane Strichmännchen by Una_poeta

Zu Beginn war ich (natürlich) auch noch Feuer und Flamme und habe immer und überall mit jedem diskutiert und versucht, die Menschen zu ändern.
Es war eine harte Lehre für mich, zu sehen, dass niemand über das vegan Sein auch nur nachdenken möchte, wenn er als schlechter Mensch oder gar Mörder bezeichnet wird.

Im Laufe der Zeit hatte ich immer weniger Lust zu Diskutieren, dieses ständige sich im Kreis Drehen bei den immer wiederkehrenden Themen, Entschuldigungen, Ausreden (rein faktisch gibt es nun mal kein Argument FÜR den Tierkonsum...das erkennen die meisten sogar an). Es hat echt an meinen Nerven und auch an meiner Geduld gezehrt, wenn ich zum gefühlten 6.428sten Mal erklärt habe, dass ich nicht vorrangig an der Zerstörung des Regenwalds schuld bin, nur weil ich Tofu esse.

Bilder von gequälten oder toten Tieren konnte ich irgendwann nicht mehr ertragen. Ich reagierte zunehmend mit Zynismus auf Fragen zum Veganismus, sofern diese von Tierkonsumenten kamen, und ich hätte mich am liebsten völlig aus dem Ganzen rausgeklinkt.
Einfach mal ein Affe sein...nichts sehen, nichts hören - und nichts sagen (müssen).

Ich habe bis heute noch arge Probleme damit, wenn jemand über (sein) nicht-veganes Essen spricht, z.B: "wir hatten gestern Steaks", da "nur" ein Steak zu verstehen.

Solche Äußerungen setzen bei mir immer gleich eine ganze "Maschinerie" von Bildern, Geräuschen und sehr unschönen Emotionen frei.
Ich denke dabei nicht nur an eine Mahlzeit, ich höre die Schreie, sehe Angst, Panik, Leid und Verrat.
Äußerungen wie: "wofür sind denn Schweine/Rinder/Hühner/... da, wenn nicht zum Essen?" sind für mich Ohrfeigen oder auch Schläge in den Magen, die mir immer wieder die Luft rauben.
Ich will und kann so absurde Diskussionen nicht mehr führen, die letztendlich immer darauf hinauslaufen, dass ich der Spinner bin, da die Anderen, die "Normalen", ja nur das machen, was Menschen schon immer getan haben und was gesellschaftlich absolut akzeptiert, ja gewünscht, ist.

Also Klappe halten, Augen zu und durch.

Ich dachte dann, ich könne mit Veganern, also Menschen die genauso denken und fühlen wie ich, über meine Gedanken, Gefühle und auch Aktivitäten zu diesem Thema reden, aber auch das ist nicht so einfach.
Wobei ich hier vorweg sagen möchte, dass ich mit den meisten vegan lebenden Menschen, mit denen ich in Kontakt komme (und die ich inzwischen auch nicht mehr missen möchte), bei den unterschiedlichsten Themen, die den Veganismus betreffen, auf der gleichen Wellenlänge liege. Daher sind das Zusammensein und gemeinsame Aktivitäten mit diesen Menschen immer ein bisschen wie das Schweben auf einer rosaroten veganen Wolke..

In meiner endlosen Naivität als veganer Neuling, dachte ich, dass alle Veganer irgendwie gleich "ticken" - tun sie aber nicht. Ich habe ganz oft das Gefühl, dass es regelrechte Wettkämpfe gibt, wer denn nun veganer als der andere oder gar am vegansten lebt.
Und lassen bestimmte Gedanken einen womöglich schon wieder „unvegan“ sein, obwohl gar keine tierischen Produkte konsumiert werden? Darf ich noch nicht-vegane Freunde haben?
Muss ich wirklich restlos alles nicht-Vegane aus meinem Leben entsorgen, um wirklich restlos vegan zu sein? Muss ich im ständigen Kampf gegen die (nicht-vegane) Welt stehen oder darf ich einfach mal nur leben und mich auch freuen, dass es mir gut geht? Darf ich meine Zeit auch mal nicht missionierend verbringen? Darf ich Veganer gut finden, die "100%-Veganer" ganz doof finden?

Schon wieder ganz absurde Gedanken und Diskussionen.

Ich mag die Rezepte und auch die Medienpräsenz von Attila Hildmann. Ich habe viele schöne und für mich sehr sinnvolle Aussagen von Helmut F. Kaplan gefunden. Ich mag das Essen im Loving Hut und die Aktionen von Tier-Time e.V.. Ich treffe mich auch weiterhin mit nicht-Veganern!
Da darf jetzt jeder gerne über mich sagen und denken, was immer er/sie will. Von mir aus bin ich nach deren Definition dann auch kein "guter Veganer"...I don't care!

Ich habe in den letzten Monaten gelernt, dass ich weder mit der "Kopf-durch-die-Wand“-Strategie etwas bei Tierkonsumenten erreiche, noch dass ich mit der Zeit bei diesen Themen völlig abstumpfe, und dass ich keine Lust und Zeit habe, mir über die Meinungen anderer Veganer Gedanken zu machen.
Ferner habe ich kein Verlangen mehr danach, immer wieder Diskussionen mit Tierkonsumenten (gerade auch im Internet) über Sinn und Unsinn des Tierkonsums oder darüber zu führen, was ich tun muss, damit ich noch veganer werde.

Auf die Dauer macht mich das krank und depressiv.
Ich nutze jetzt viel lieber Rezepte von allen möglichen vegan-lebenden Menschen und überschütte nicht-Veganer mit veganem Essen, um ihnen zu zeigen, dass Veganer nicht nur Gras, Körner und rohen Tofu essen (müssen).
Dabei kann ich immer wieder auf unaufdringliche und un-missionarische Weise erklären, dass ich eben kein Ei für den Kuchen und keine (tierische) Milch für einen Latte Macchiato brauche, und kann so Berührungsängste mit dem Thema abbauen und Interesse aufbauen.
Ganz ohne Moralkeule für die anderen, ganz ohne Magengeschwüre und Depressionen für mich.

Das Leben ist schön!
Tanja

Dienstag, 3. Januar 2012

12.01. Einladung zum 1. Treffen der Rohkost Gruppe in Hannover


Ich wünsche allen LeserInnen von Vegaversum ein rohes neues Jahr :-)

Harald und Manfred von der Vegetarisch Vegan Rohkost Gruppe in Hannover haben mir folgende Einladung geschickt die ich gerne an euch weitergebe. Ich hoffe an dem Treffen teilnehmen zu können.
  • Einladung zum 1. Treffen
  • Donnerstag, 12.01.2012 um 18 Uhr
  • im www.carrotsandcoffee.de, Hannover-List, Wedekindplatz 1
  • Seminarraum 1. Etage (Eingang Haustür oder durch Café)
  • 15 Min. Fussweg vom Hbf. Eintritt frei
Wir sind eine neue, private Gruppe und möchten uns mit Spaß beim Thema Ernährung gegenseitig praktisch unterstützen. Die Rohkost wird bei uns einen wichtigen Platz einnehmen, das ist aber jedem freigestellt. Wir verstehen unsere Lebensmittel, die körperliche Bewegung und positives Denken als Voraussetzung für unsere ursächliche Gesundheit. Dieses könnte dabei entstehen:
  • Private Küchenworkshops, herstellen von sehr leckeren, hochwertigen 3-Gänge-Menus, Rohkost-Leckereien inklusive Kaffee, Kuchen und schnellen Smoothies
  • In der Natur gemeinsam lernen bei Kräuter- und Pilzsammlungen
  • Wanderungen vor Ort, im Harz usw., Radtouren, Wochenende in Rohkostpension
  • Am Wochenendhaus oder am See gemeinsam vegetarisch grillen
  • Gemeinsames anlegen von Hochbeeten, Kräutergärten, Permakultur
  • … und was jemand sonst gerne mit Gleichgesinnten unternehmen möchte …
Themen wie Gesundheit, Entgiftung, Bewegung, positives Denken, überleben in der Natur, Küchengeräte zur Rohkostverarbeitung, 2012 usw. wollen wir nicht nur besprechen, sondern praktisch gemeinsam erfahren.

In einem geschlossenen Mail Verteiler kann jeder Angebote einstellen und finden. Es gibt keine Verpflichtungen, jeder beteiligt sich nach seinen Bedürfnissen.

Anmelden braucht ihr euch nicht. Gerne beantworten wir eure Fragen. Artist2010@t-online.de
Ein paar Links für Menschen, die auf den Geschmack kommen wollen …

Nur ein leckeres Foto, mehr nicht.
http://germanygoesraw.files.wordpress.com/2010/04/rohkost-gourmet-buffet.jpg

Smoothies, der 3. Film ist zum Lachen, der 2. ist auch witzig
http://www.gruenesmoothies.de/gruene-smoothies-unterhaltung-humor.html

Lecker Rohkost – warum das nicht gemeinsam lernen?
http://www.youtube.com/watch?v=Kr6zmQYhd-w&feature=context&context=C30e07f2ADOEgsToPDskLzDE_5BB66fMiaoaTldBal

Gesundheit und Grüne Smoothies
http://www.gruenesmoothies.de/gruene-smoothies-vorteile-aus-medizinischer-sicht.html

Jung mit 72 Jahren
http://germanygoesraw.de/rohkost-versand/gourmet-zubereitung/

Rohkost Kontakte Deutschland
http://germanygoesraw.de/deutschland-isst-rohkost/rohkost-forum/

Lernen und entgiften auf dem Rennsteig in Thüringen
http://www.rohkost-seminar.de

Rohkostzeitschriften „Natürlich Leben“ und „Die Wurzel“
http://www.bfgev.de/index.php?option=com_content&task=view&id=25&Itemid=61
http://www.die-wurzel.de

Schluss mit Mangelernährung!
http://www.ein-langes-leben.de/index.php?option=com_content&view=article&id=47

Sonntag, 20. November 2011

Veganer Weihnachtsmarkt in Hannover

Zitat: http://flechtenwelten.blogspot.com/2011/11/christlich.html
"Was hat Christus verneint?
Alles was heute christlich heißt."

- Friedrich Nietzsche -

Dazu gehören sicherlich das traditoinelle Wurstessen allerorts, sowie der Massenmord an schutzbefohlenen Lebewesen zum Fest der Liebe.

Dass ein Festessen auch ohne tierische Produkte lecker und gesund ist, darüber informiert der Vegane Weihnachtsmarkt am 10. und am 11.12.2011 ab 12 Uhr in 30159 Hannover auf dem Steintorplatz (gegenüber Münzstraße).

http://www.veganer-weihnachtsmarkt.com/

Freitag, 18. November 2011

Kundgebung gegen ED-Behandlung einer Wietze-Aktivistin am 21.11. in Braunschweig

Quelle: http://antiindustryfarm.blogsport.de/2011/11/16/kundgebung-gegen-ed-behandlung-einer-wietze-aktivistin-am-10-11-in-braunschweig/

Am: 21.11.2011(Montag)
Wo: Polizeidirektion, Friedrich-Voigtländer-Str. 41, 38104 Braunschweig
Wann: ab 12 Uhr Kundgebung vor der Wache, um 13 Uhr erkennungsdienstliche (ED-) Behandlung

Die Unterstützungsgruppe plant an der Kundgebung mit Straßentheaterelementen, Informationsstand und Kuchenempfang auf die Repression durch die Polizei und den Schlachthofbau in Wietze aufmerksam zu machen. Sie freut sich, die Presse auf der Kundgebung willkommen zu heißen.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

kaufDa Blogger-Aktion zum Weltspartag im Oktober

Weltspartag Spartipps

An den Weltspartag erinnere ich mich nur noch aus meiner Kindheit, gibts den denn immer noch? Ressourcen zu schonen ist lohnenswert da jeder etwas davon hat - deshalb mache ich bei der kaufDa Blogger-Aktion mit.
"Nach einer wissenschaftlichen Ausarbeitung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. zum Thema Lebensmittelkosten im Rahmen einer vollwertigen Ernährung, werden durchschnittlich 186 Euro pro Monat pro Person benötigt."
kaufDa präsentiert selbst einige, nicht ernst gemeinte Spartipps, für den täglichen Einkauf. Sparen kann man, indem man folgende Produkte nicht kauft, z.B.:
  • Kaffee Kopi Luwak, 500g kosten 500 EUR. Zibetzkatzen fressen liebend gern Kaffeebohnen und scheiden diese nahezu unverdaut aus bevor sie dann der Röstung zugeführt werden. Unter welchen Bedingungen werden die Zibetzkatzen eigentlich gehalten?
  • Milch aus dem Hause Nakazawa Foods, 900ml kosten 30 EUR. Für das bekömmliche Getränk werden die Kühe nur einmal pro Woche in der Morgendämmerung gemolken. Dadurch enthält die Premium-Kuhmilch das Vierfache des stressabbauenden Hormons Melatonin wie normale Milch. Wie gestresst ist denn eine Kuh in der Massentierhaltung und wie bekömmlich ihre Milch?
  • Edelblauschimmelkäse aus Schweden, 1kg kosten 500 EUR. Pikant und kräftig schmeckt der Edelblauschimmelkäse aus Schweden, der auf der wohl einzigen Elchfarm der Welt hergestellt wird. Die Milch der sich ungern melken lassenden Elchkühe geben dem Roquefort ein unnachahmliches Aroma. Vielleicht sind ja die Stresshormone der Elchkühe für das Aroma verantwortlich.
  • Hamburger des Restaurants Estik in Madrid, 1 Hamburger kostet 85 EUR. Feinstes Steak des Kobe-Rinds, Gänseleberpastete und schwarze Trüffel machen den Hamburger zu einem "Gaumenschmaus" jenseits des Massenkonsums. Aber immer noch diesseits von Tierleid.
Hier nun meine Spartipps:
  • Kauft Produkte ohne tierische Inhaltsstoffe. Damit verringert man seinen ökologishen Fußabdruck und erspart den Tieren vermeidbares Leid. Bei Nature's Food Naturkost in Hannover gibt es eine große Auswahl rein pflanzlicher, veganer Lebensmittel und Lifestyleartikel von denen Mensch, Tier und Umwelt profitieren.
  • Nutzt kaufDa. Es unterstützt den Konsum von Produkte in deiner Umgebung. Ein kaufDA Navigator-App gibts kostenlos fürs Smartphone. Dadurch spart man Zeit beim Suchen nach Angeboten und Spritkosten.
  • Bestellt euch den "Bitte Keine Werbung Aufkleber". Wer kennt das nicht? Der Briefkasten wird zugespamt mit Werbung von den Supermärkten und einmal wöchentlich mit einer kostenlosen Zeitung, in der wiederum Werbeprospekte stecken. Was also liegt näher als einen Spamfilter in Form eines Aufklebers mit der Aufschrift "Bitte keine Werbung" auf den eigenen Briefkasten zu kleben und sich im Internet (z.B. auf www.kaufDA.de) zu informieren. Den "Bitte Keine Werbung" Aufkleber kann man kostenlos und portofrei auf kaufDA bestellen. Damit schont man Umwelt und spart sich die Entsorgung des Altpapiers.
Sollte ich überraschenderweise die kaufDa Einkaufsflatrate gewinnen, kaufe ich Produkte, die für die tägliche Tierrechtsarbeit von Nutzen sind, Z.B. Leckereien für den "Veganen Weihnachtsmarkt" am 10. und 11.12. in Hannover.

Tier-Time: Lillie und Flockie suchen ein Zuhause


Tier-Time: Lillie und Flockie suchen ein Zuhause: Lillie und Flockie, Katze und Kater , ca. 2 Jahre alt, aus Hannover Kleefeld, sind zusammen abzugeben. Ihr Besitzer erlitt kürzlich einen Sc...

Dienstag, 6. September 2011

Mittwoch, 31. August 2011


Soni Suette singt ihre "Hommage an die Milchkuh" auf dem (windigen) Tier-Time e.V. Event für Tierrechte, Deine Stimme den Stimmlosen, vor dem Kölner Dom (14. Mai 2011).Tier-Time e.V. powered by Soni Suette zur Unterstützung der Mutterkuhherde.
Für Hörnchen, Hilde, Bluna und die anderen Mutterkühe werden noch Paten gesucht, die ihnen ein Leben jenseits der Nutztierhaltung ermöglichen. Die ganze Story lest ihr hier: http://www.tier-time.de/html/mutterkuhherde.html



So können Sie helfen
Werden Sie Pate der Mutterkuhherde. Von Ihren Spendengeldern können die Tiere von ihrem ursprünglichen Halter freigekauft werden und die laufenden Kosten (Unterbringungs-/ und Tierarztkosten) sind zukünftig für sie gesichert. Die Höhe der Spende (z.B. 5 EUR / Monat) wie auch die Dauer Ihrer Patenschaft bestimmen Sie selbst, es gibt keinen Patenschaftsvertrag.

Als Dankeschön erhalten Sie für Ihre Patenschaft eine individualisierte Patenurkunde mit Fotos der Mutterkuhherde und dem Namen des Paten. Im Sommer gibt es Patentreffen, "Kaffee und Kuh" bei den Tieren.

Hier lesen Sie einen Zeitungsartikel über die Mutterkuhherde:
http://tier-time.blogspot.com/2011/04/1405-deine-stimme-den-stimmlosen-koln.html

Dienstag, 30. August 2011

Das System Wiesenhof - ARD-exclusiv

  • ARD-exclusiv - Die Sendung gibt es in der ARD am Mittwoch, den 31.08.11 um 21:45 Uhr: Das System Wiesenhof
"Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet
Film von Monika Anthes und Edgar Verheyen
Wenn es um Geflügel geht, denken die meisten an Wiesenhof. Dank der Werbung ist die Marke in ganz Deutschland bekannt. Der Konzern hinter Wiesenhof, die PHW-Gruppe, ist Marktführer, produziert mehr als 270 Millionen Hühner pro Jahr. Woche für Woche werden etwa 4,5 Millionen Hähnchen geschlachtet. Das Versprechen: „Wiesenhof setzt seit jeher besondere Maßstäbe in punkto Qualität, Sicherheit und Transparenz."
Top Qualität also zu einem günstigen Preis? Oder sieht die Wahrheit dahinter anders aus? Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen, werfen dem Konzern Tierquälerei vor.
...Die ARD-Reporter Monika Anthes und Edgar Verheyen haben sich über Wochen mit dem Konzern befasst. Sie sprachen mit Landwirten, die für Wiesenhof gearbeitet haben, und Billigarbeitern, aber auch mit Veterinären, Vertretern von Bürgerinitiativen und dem Konzern selbst. Ihre Fragestellung: Funktioniert das System Wiesenhof nur, weil der Konzern Umwelt, Tiere und Menschen ausbeutet?"

Donnerstag, 14. Juli 2011

Wieviel Fleisch verträgt die Welt?



Aus der Sendung NanoSpezial: "Wie viel Fleisch verträgt die Welt?" vom 10. März 2011.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Offener Brief an Kanzlerin Merkel im Vorfeld zum Weltklimagipfel Johannesburg

Bitte diesen Offenen Brief an Kanzlerin Merkel weit verbreiten, veröffentlichen und sich ihm per E-mail (angela.merkel@bundestag.de) massiv anschließen!

(Brief als PDF Dokument)

Bundeskanzleramt Berlin
z. Hd. Frau Bundeskanzlerin
Angela Merkel – persönlich -
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Es schreibt Ihnen das INSTITUT FÜR MITWELTETHIK Biedesheim, den 13.07.2011

Betr.: Vorbereitung des Weltklimagipfels 2012 in Johannesburg

- O F F E N E R B R I E F -

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
unser Planet ist schwer krank. Als Wissenschaftlerin und ehemalige Umweltministerin müssen wir Ihnen die näheren Umstände seiner schweren Erkrankung nicht erläutern. Es ist bereits nach 12 Uhr – es muss nun entschlossen und multinational gehandelt werden.

Als UN - Mitgliedsstaat mit gesteigerter Verantwortung, als eine der führenden Industrienationen der Welt und als international angeblich beliebteste Nation, ist es unsere vordringlichste Pflicht, Vorschläge zu unterbreiten, die realpolitisch machbar und globalökologisch dringend geboten sind.

Wir möchten Ihnen zunächst folgendes zu bedenken geben: Die Verfeuerung fossiler Brennstoffe ist aus biosphärischer Sicht isoliert betrachtet NICHT das Problem. Es handelt sich um versteinerte Biomasse (Kohle, Mineralöl, Erdgas), die in der Urzeit einmal Bestandteil des biosphärischen Stoffwechsels unseres Planeten, also lebendige Biomasse, gewesen ist.

Das Problem besteht deshalb nicht darin, dass dieses CO2 durch Verfeuerung freigesetzt wird, sondern darin, dass wir Menschen aufgrund unseres destruktiven Einflusses auf die Biosphäre alles daran setzen, dass dieses CO2 keine Biomasse mehr werden kann und demzufolge in der Atmosphäre verbleibt.

Es existieren nämlich nur noch 15 % der ursprünglichen Urwälder auf unserem Planeten und die Menschheit rodet diese Wälder weiter – Tag für Tag!

Neben den Urwäldern sind die Weltmeere der größte und effektivste Faktor, um CO2 in Kohlenstoff zu binden und Sauerstoff zu produzieren. Die Menschheit setzt aber alles daran, die Meere zu ruinieren, zu plündern und als Müllendlager zu missbrauchen.

Wir möchten Sie nicht mit fachlichen Details aufhalten, denn wir sind uns sicher, dass Ihre wissenschaftlichen Beraterstäbe Sie über den Zustand unseres Planeten auf dem laufenden halten.

Im Hinblick auf die bevorstehende Klimakonferenz 2012 in Johannesburg möchten wir Sie daher bitten, im Interesse der Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung einer belebbaren Welt, folgende Vorschläge zu prüfen und deren Umsetzung zu ermöglichen:

A: Es ist ein UN - Fond einzurichten, an den alle Nationen jährlich Abgaben entrichten, die nach folgenden Parametern ermittelt werden:
  1. Ermittlung des jährlichen Ausstoßes an CO2 und anderen umweltschädlichen Gasen
  2. Berücksichtigung des Bruttosozialprodukts der betreffenden Nation in Relation zur Bevölkerungszahl
  3. Berücksichtigung nationaler Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der globalen Biosphäre und ihres ökologischen Gleichgewichts
  4. Berücksichtigung der Frage, inwieweit sich die betreffende Nation auch in anderer Hinsicht umweltschädlich oder -freundlich verhält.
Die eingenommenen Summen sollen dazu verwendet werden, die verbliebenen Urwälder sowie andere ursprüngliche Naturgebiete (Moore, Savannen, Steppen, Binnengewässer, Gebirge etc.) , als auch die Küstengewässer und Riffe innerhalb der Hoheitsgewässer der einzelnen Nationen, für mindestens 100 Jahre zu pachten, um sie hierdurch effektiv für die Zukunft zu präservieren.

Die Einnahmen sollten für die über zu pachtende Naturgebiete verfügenden Nationalstaaten so hoch sein, dass es für diese lukrativer ist, ihre Naturgebiete an die UNO zu verpachten, als anderweitig zu vernutzen und hierdurch zu zerstören (wie z.B. durch exzessive Landwirtschaft, Ausbeutung von Bodenschätzen, Fischerei).

B. Die UNO sollte eine globalökologische Behörde einrichten, die – ähnlich dem Vatikan – einen eigenen Sitz in der UNO erhält, um hierdurch die Interessen unserer globalen Biosphäre gegenüber den Nationalstaaten zu reklamieren.

Die Installation einer militärischen Spezialeinheit, die man z. B. „Grünhelme“ oder „Globalrangers“ nennen könnte, ist unverzichtbar, um die verbliebene Restnatur vor illegalem Raubbau zu schützen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Gesamtzustand unserer Welt nur deshalb „noch“ vergleichsweise stabil ist, weil 70% unserer Erdoberfläche mit Meeren bedeckt ist. Als landbewohnende Spezies hat sich die Menschheit deshalb lange gescheut, die Meere all zu sehr zu belasten, was inzwischen leider – auch aufgrund des technologischen Fortschritts – nicht mehr der Fall ist.

Da die Weltmeere, hier die internationalen Gewässer, ohnehin leergefischt sind, könnte man sie - nach dem Vorbild der Antarktis - zum Weltpark erklären und unter Langzeitschutz stellen. Ausgleichszahlungen an die Fischereinationen sollten unter der Bedingung, eine alternative Infrastruktur zur Fischereiindustrie zu entwickeln, aus dem UNO- Fond ausbezahlt werden.

Unsere Biosphäre verfügt über das Stoffwechselpotenzial, die anthropogenen Schäden zu kompensieren und zu neutralisieren, wenn wir sie daran nicht dadurch hindern, dass wir sie weiterhin und potenziert zerstören und plündern.

Welche Aufgabe sollte den Vereinten Nationen zukommen, wenn nicht vor allem jene, unseren Planeten belebbar und für alle seine Bewohner sowie deren zukünftige Generationen lebenswert zu erhalten? Wir wissen doch, dass der Zustand der Umwelt vor nationalen Grenzen nicht Halt macht und wir alle letztlich in einem Boot namens Erde sitzen.

Wir erwarten zu Recht von der Politik, dass hier konkrete Maßnahmen zum Schutz und Erhalt unseres Planeten erfolgen und sie die Prioritäten entsprechend setzt.

Weite Teile der Wissenschaft sind sich längst einig darin, dass der herkömmliche Kapitalismus kurz vor seinem Ende steht und dass die sich in immer kürzeren Abständen einstellenden Währungs- und Wirtschaftkrisen die Vorboten seines unausweichlichen Niedergangs sind. Es ist u. E. auch kein Zufall, dass diese Entwicklungen zeitgleich einhergehen mit der Zuspitzung des globalökologischen Zustandes unserer Welt, der zuvorderst auf die „Nebenwirkungen“ des Kapitalismus zurückzuführen ist.

Es ist deshalb unverantwortlich, Abermilliarden nationaler Steuergelder in die vermeintliche Rettung des lebensfeindlichen Weltwirtschafts- und Finanzsystems zu stecken und hierdurch unsere nachfolgenden Generationen zu belasten, anstatt die Gelder dafür zu verwenden, unseren Planeten und seine Biosphäre zu erhalten.

Jenes Geld, mit dem z. B. die Wirtschaft Griechenlands „gerettet“ werden soll, würde ausreichen, den Aufkauf der Restnatur oder seine Langzeitpachtung weltweit zu gewährleisten.

Das kapitalistische System wird scheitern – es ist nur eine Frage der Zeit, denn es konterkariert von jeher die Prinzipien der Ökologie und Nachhaltigkeit. Je eher Sie und alle Verantwortungsträger dies einsehen und akzeptieren, um so eher wird es möglich werden, ein zukunftsfähiges Wirtschaftssystem zu entwickeln, ein „Bedarfsdeckungs- und Kreislaufwirtschaftssystem“.

Es braucht mutige, realitätsbezogene und einflussreiche Staatsführer wie Sie, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, um auf internationalem Parkett unangenehme Wahrheiten zu verkünden und mit konstruktiven Innovationen zu verknüpfen. Sie haben der Welt mit Ihrer Abkehr von der Atomenergie gezeigt, dass Sie realitätsbezogen lernfähig sind. Doch brauchen Sie, brauchen wir wirklich erst solch verheerende Katastrophen, bevor wir angemessene Kurskorrekturen veranlassen?

Es wird in der Zukunft erforderlich sein, dass sich die Menschheit trotz explodierender Bevölkerungszahl auf einen Bruchteil der Erdoberfläche zurückzieht – daran wird kein Weg vorbeiführen. Wenn wir wollen, dass der Organismus Erde die anthropogenen Schäden verstoffwechselt, also für uns neutralisiert – über dieses Potenzial verfügt er – dann müssen wir der Natur auf weiten Teilen des von uns einst annektierten Gebietes ein Comeback ermöglichen. Das würde immer noch billiger für uns Menschen sein, als die Erde mit technologischen Methoden zu renaturieren. Es besteht die Möglichkeit, z. B. die landwirtschaftliche Nutzfläche zu reduzieren, indem wir zur mikrobiologischen Nährstoffproduktion in dreidimensionaler Hochtechnologie übergehen.

Unser INSTITUT FÜR MITWELTETHIK wurde im letzten Jahr von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos als Think Tank konsultiert und konnte ihm ihr diesbezügliches Konzept CelluProFerm (Cellulose-Protein-Fermentation) persönlich offerieren.

Sehr geehrte Frau Merkel, wir möchten Sie bitten, unsere Vorschläge zu berücksichtigen und geeignete Schritte zu deren Umsetzung zeitnah und beherzt vorzunehmen.

Deutschland trägt in der Welt eine besondere und deshalb auch herausragende Verantwortung. Sie repräsentieren eine kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich innovative und in der Welt geachtete Nation. Wer, wenn nicht Sie, ist deshalb dazu prädestiniert, die von uns aufgezeigten Schritte couragiert und entschlossen anzustoßen und durchzusetzen?

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne und jederzeit zur Verfügung. Einer Stellungnahme Ihrerseits sehen wir erwartungsvoll entgegen und verbleiben

mit freundlichen Grüßen
INSTITUT FÜR MITWELTETHIK
AKT- AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ
gemeinnützige Gesellschaft mbH
Peter H. Arras – Geschäftsführer
www.akt-mitweltethik.de

23.04.2011 Vegan Spring - Peter H. Arras 1 von 4

Tier-Time: NEIN zu Tierqualkosmetik!


Tier-Time: NEIN zu Tierqualkosmetik!: Die European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE) hat durch ihre jahrelange harte Lobbyarbeit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kosmetik-Richtlinie in Kraft trat, der zufolge sowohl Tierversuche als auch der Verkauf von an Tieren getesteter Kosmetik und deren Rohstoffen innerhalb der EU verboten werden.

...Die letzte Stufe, also das endgültige Aus für Tierversuchs-Kosmetik, war für März 2013 vorgesehen.

Die EU will diese letzte Stufe nun um 10 Jahre verschieben, angeblich, weil nicht genügend tierversuchsfreie Testmethoden zur Verfügung stehen.

Das Verbot 2013 muss beibehalten werden! Bitte helft mit, die Kampagne zu verbreiten.

Tier-Time: Kölner Initiative veggie donnerstag


Tier-Time: Kölner Initiative veggie donnerstag: "Die Kölner Initiative veggie donnerstag (vedo) will die Stadt Köln als Partner gewinnen, den fleischfreien Donnerstag zu etablieren. Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen sollen den Donnerstag unterstützen, indem an diesem Tag pflanzliche Gerichte in den Kantinen angeboten werden. Weiterhin sollen möglichst viele Menschen den fleischfreien Donnerstag bewusst in ihr Leben aufnehmen..."

Mittwoch, 6. Juli 2011

Tier-Time: Tatort Tiermord


Wann: Samstag, 09.07.2011, ab 13 Uhr
Wo: Hannover, zwischen Schiller-Denkmal und Kröpcke

Durch die Tatortaktion soll auf den tausendfachen Mord durch verschiedene Tierausbeutungsindustrien hingewiesen werden. Den anonymen Opfern soll ein Gesicht gegeben werden. Tiermord soll nicht als Kavaliersdelikt dargestellt werden, sondern als das, was es ist. Ein Verbrechen.

Es ist nicht akzeptabel, dass allein ein Unterschied in der Art (genauso wenig wie ein Unterschied in der Rasse) die mutwillige Ausbeutung und Unterdrückung im Namen von Wissenschaft und Sport sowie die Nutzung für Nahrung, kommerziellen Profit oder für sonstige menschliche Zwecke rechtfertigt.

Solange nicht auch die Gewalt gegen nichtmenschliche Lebewesen geahndet wird, wird es Menschen geben, die dies nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können und mit Aktionen wie dieser auf vermeidbares Unrecht aufmerksam machen.

"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht" (Bertolt Brecht)

Informieren Sie sich über die Themen Tierrechte und Veganismus und besuchen Sie eines der inzwischen zahlreichen Tierrechtsevents. Termine finden Sie auf www.tier-time.de.