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Dienstag, 17. August 2010

Weltreise in ein anderes Leben

Die Wohnung kündigen und den sicheren Job aufgeben um die Arbeit in Ökodörfern und Permakulturgärten kennenzulernen und sich in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu bilden?

Diese beiden machen es wahr:
www.organicvision.org
www.rp-online.de/niederrheinsued/willich/nachrichten/willich/Weltreise-in-ein-anderes-Leben_aid_889907.html

Freitag, 16. Oktober 2009

Permakultur und Selbstversorgungswochenende in Papendorf

Vom 09.-11.10. war Vegaversum auf einem Permakultur/Selbstversorgungswochenende in Papendorf, vor Usedom.

Was den praktischen Teil angeht, so gingen wir Samstag und Sonntag auf das Grundstück eines mit den Veranstalterinnen befreundeten jungen Paares, die ein paar Häuser weiter seit einiger Zeit ein Grundstück mit einer alten Doppelhaushälfte, einem alten Waschhaus und einer kleinen Scheune hatten und derzeit noch in einem Bauwagen auf dem Grundstück wohnen, bis der Aus- und Umbau fertig ist.

Dort sollten wir dann das in der Theorie Gelernte umsetzen und das Grundstück nach permakulturellen Prinzipien "beplanen". Also vorherrschende Windrichtungen, Sonneneinstrahlung, Bodenbeschaffenheit, Feuchtigkeit/Trockenheit, etc. beachten bei der Planung von Beet, Brennholz, Teich, Komposttoilette, etc.

Das Interessanteste für uns war das Anlegen eines "Schicht-Mulch-Beets".
Die Wildwiese wurde dafür nicht erst umgegraben, sondern es wurden nasse Kartonlagen ausgelegt, auf die man dann Kompost, Trester (in dem Fall Rückstände von gepressten Weintrauben), Pferdemist und abgemähten Wiesenpflanzen (Beinwell soll da ganz gut sein wegen hohem Stickstoffgehalt) schichtete.

Wir durften dann Samstagabend in das Strohballenhaus der (Schwieger)Eltern des jungen Paares, um dort Filme zum Thema zu gucken. Ich finde Strohballenhäuser sowieso toll, aber das war nun die Krönung! Von außen und innen sehr elegant und edel, aber alles aus natürlichen Materialien.

Wir sahen dort einen Film über einen Engländer (Ben Law), der dort ausnahmsweise die Genehmigung erhielt, sein Strohballenhaus mitten im Wald zu bauen! Unter seinen Helfern war wohl nur einer, der Erfahrung in Sachen Strohballenhausbau hatte, aber trotzdem war der Bau innerhalb von sieben Monaten fertig. Wie wir dort erfuhren, gab es England eine Serie, die über die Stadien des Hausbaus berichtete. In England scheint man bzgl. Permakultur scheinbar sowieso um einiges weiter zu sein als in Deutschland. Auch Ausbildungsmöglichkeiten betreffend.

Auch Ben Laws Haus ist eine Schönheit geworden. Alle Materialien stammen direkt aus dem Wald (Holz), dem nahen Fluss (Lehm) und den angrenzenden Feldern (Stroh). Auch die Inneneinrichtung machte er in Eigenbau, da das unter anderem zu seinen beruflichen Tätigkeien gehört. Und er ist nach meiner Erinnerung autark in Sachen Ernährung, Energie und Wasser. Toll!
Ben Law on Channel 4

http://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur
www.siebenlinden.de
www.permakultur-akademie.net
www.eurotopia.de
www.gegenseitig.de
www.veganorganic.net
http://www.kraeutergarten-pommerland.de/garten/index.html

Permakultur und Veganismus

Seit August 2009 beschäftigt sich Vegaversum mit Subsistenz (Selbstversorgung) und Permakultur. Die Ethik eines veganen Lebensstils und die der Permakultur ergänzen sich ganz prima. Die Permakultur teilt unsere Auffassung, dass jedes Leben (Mensch, Tier und Umwelt) in Beziehung miteinander steht und mit Achtung und Würde zu behandeln ist.

Die Prinzipien der Permakultur ermöglichen es, sich bewusst mit seiner Umwelt auseinander zu setzen. Wir wollen damit beginnen die Welt um uns herum zu gestalten und versuchen selbst die Veränderung zu sein, die wir in dieser Welt sehen möchten.

Anbei ein Gedicht von Hermann Hesse, welches unsere momentane Situation des Aufbruchs in einen neuen Lebensabschnitt recht treffend umschreibt.

STUFEN

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(von Hermann Hesse)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

3. Tag der Dörfer: Dörfliche Eigeninitiative und die Lebendigkeit von Dörfern


Vegaversum on Tour auf der Suche nach Möglichkeiten zu den Themen Selbstversorgung und Permakultur.
Zur Permakultur folgt ein separater Post.


Veranstalter
: Arbeitsgemeinschaft Lebendige Dörfer
Brandenburg 21 - Verein zur nachhaltigen Lokal- und Regionalentwicklung im Land Brandenburg e.V. in Kooperation mit der Gemeinde Schönfeld und der LAG Uckermark
www.lebendige-doerfer.de

am 19. September 2009 im Dorphus in Klockow / b. Prenzlau Uckermark

Arbeitgruppe 3: Arbeit + Erwerb / Einkommen im ländlichen Raum

Ausgangspunkt
Es sollen die besonderen Möglichkeiten des Lebens auf dem Dorf genutzt werden, um zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten (wie z.B. landwirtschaftlichen Nebenerwerb) zur Verbesserung der individuellen Einkommenssituationen (insbesondere bei Rentnern u. Arbeitslosen) zu schaffen. Aber auch Nischen sollen aufgetan werden und entwickelt werden, die insbesondere auf dem Land möglich sind (wie z.B. Wiederanlage oder Pflege vorhandener Streuobstwiesen, Erzeugung von Wildkräutersaatgut; Wasserwanderstützpunkte, Fahrradverleihe, Rufbusse, Mitfahrzentralen, ...) Hier sollten der Phantasie nicht vorzeitig Grenzen gesetzt, Anregungen aufgenommen und weitergegeben werden. Dazu soll der Erfahrungsaustausch hier dienen.

Ergebnis der Arbeitgruppe
Konsens bestand darin, etwas Dauerhaftes zu schaffen. Ein Forum um mit den vorhandenen Potentialen, Menschen, Unternehmen, Geschäftsideen, Gärten, Wiesen und Produktionsmitteln etwas jenseits des klassischen Unternehmertums zu schaffen.

Es soll etwas für Menschen geschaffen werden, die vom Arbeitsmarkt fern sind, was bereits ins Unternehmerische mündet. Das ist sozusagen die Quadratur des Kreises, da dem Arbeitnehmer der Arbeitsmarkt verschlossen bleibt wenn er nicht über die notwendigen Qualifizierungen verfügt, bzw. eine hohe Leistungsfähigkeit und -bereitschaft aufweist um als Unternehmer tätig werden zu können. Wie kann man Menschen, die vom Arbeitsmarkt fern sind, motivieren, sich „unternehmensnah“ zu qualifizieren? Was kann darüber hinaus noch für die unternehmensnahe Qualifikation von Menschen unternommen werden, z.B. für die Unternehmensgründung eines Sozialbetriebes? Eine solche Qualifizierung muss sich immer auch an den Bedürfnissen des Marktes orientieren.

Selbsthilfe für fähige Menschen und sozialstaatliche Unterstützung für Arbeitslose, die nicht selbständig, selbsthilfebefähigt sind. Zum Beispiel ein 1-Euro-Job mit staatlich geförderter Qualifizierung, die zeitlich begrenzt ist, danach eine Interessengemeinschaft von Menschen, die in die Existenzgründung und Vermarktung hinein geführt werden. Hierfür werden aber auch weiterführende Fördermöglichkeiten benötigt, die es neben ABM, 1-Euro-Jobs und Existenzgründung derzeit nicht gibt. Vor Jahren gab es in Niedersachsen Sozialbetriebe (mit einer degressiven Förderung über 5 Jahre), in denen arbeitslose Menschen in ein normales Unternehmen hinein gefördert wurden.

Nutzung von endogenen Potenzialen der Menschen im Dorf, z.B. der vorhandenen Gärten um etwas für den lokalen Markt zu tun, ohne dass eine Unternehmensgründung mit all ihren Risiken im Vordergrund steht. Hier bieten sich z.B. Erzeuger–Verbraucher Gemeinschaften für die Dorfversorgung an. Der Absatz der Lebensmittel (Brot, Gemüse, Obst) und/oder regenerativer Energien (über Wind, Solar) durch die Verbraucher (Familien im Dorf) ist gesichert. Auch bei der Subsistenz (Selbständigkeit) über Gartenanbau und Selbstversorgung kann man nichts falsch machen. Bei weiterer Professionalisierung kann man sich immer noch Gedanken über regionale Wertschöpfungsketten, Witschaftsvereine oder eine Unternehmensgründung machen.

Beispiel: Die Selbstversorger-Gemeinschaft im LebensGut Lübnitz