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Donnerstag, 1. März 2012

05.03. Kundgebung von Rettet den Regenwald e.V. in Hannover

Datum: Montag, 05.03.2012
Ort: Hannover, Congress Centrum, Kuppelsaal, Theodor-Heuss-Platz 1
Wann: 17:00 - 18:30

Und beteiligt euch bitte zahlreich an den online Protestaktionen: http://www.regenwald.org

Liebe Regenwaldaktivisten in und um Hannover,

am Montag, den 05. März 2012, findet in der Zeit von 17:00 bis 18:30 Uhr eine Kundgebung von Rettet den Regenwald e.V. zusammen mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des Deutschlandbesuches der brasilianischen Präsidentin, Frau Rousseff, in Hannover statt. Sie wird zur Eröffnungsfeier der CeBIT von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Hannover Congress Centrum (Kuppelsaal, Theodor-Heuss-Platz 1) empfangen. Auch wir werden sie dort erwarten.

Hintergrund
:
Fast zeitgleich zu ihrem Aufenthalt in Deutschland findet die Abstimmung über die negative Änderung des Waldgesetzes (Código Florestal) im brasilianischen Parlament statt. Leider ist sehr stark davon auszugehen, dass das Parlament dem Gesetz erneut zustimmen wird. Somit bleibt als einzige Hoffnung, das "Abholzergesetz" noch zu kippen, das Vetorecht der Präsidentin.
Aus diesem Grund werden wir die Gelegenheit nutzen, Frau Rousseff am Hannover Congress Centrum auf ihre Verantwortung hinzuweisen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn der Protest vielfältig und kreativ durch Euch unterstützt werden würde.
Eine kurze Rückmeldung wäre toll!


Beste Grüße,
Clemens Bartsch
Aktionsreferent
Rettet den Regenwald e.V.
Tel. +49-40-41038043
Fax:+49-40-4500144
info@regenwald.org
http://www.regenwald.org
http://www.facebook.com/rettetdenregenwald

Donnerstag, 23. Februar 2012

Wie Gülle zum Sondermüll wird

FOCUS Online titelt: Schweinefleisch massenhaft mit Darmbakterien belastet
Das Ergebnis einer Stichprobe macht alles andere als Appetit auf Schweinefleisch aus dem Supermarkt: Jede vierte Portion enthält Keime, die gegen viele Antibiotika resistent sind. Die Gefahr geht von mutierten Darmbakterien aus.
  • Es finden sich Keime wie Escherichia coli, ESBL und MRSA - und zwar unabhängig vom Fleischverarbeiter, so FOCUS Online.
  • Der "Stern" berichtet, dass die Zahl der Menschen, die sich mit dem Bakterium infiziert haben, in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen hat.
  • Elisabeth Meyer, Fachärztin für Hygiene an der Berliner Charité, berichtete FOCUS Online, dass es viele Hinweise darauf gebe, dass der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ein wesentlicher Faktor für diesen Anstieg ist. Die Mehrheit der Betroffenen infiziere sich nicht im Krankenhaus, sondern im alltäglichen Leben.
Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sieht die Lösung des Problems der Antibiotikaresistenz beim Menschen in der Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes beim "Nutztier". Deshalb solle im März ein verschärftes Arzneimittelgesetz beschlossen werden und ab Herbst gelten.

Was die Politik anscheinend nicht wahrhaben will, ist, dass es sich hierbei nicht nur um ein Problem des massenhaften Einsatzes von Antibiotika in Tierhaltungen mit hohen Besatzdichten handelt - was bereits für sich betrachtet zeigt, wie unangemessen und rücksichtslos wir mit unseren tierischen Mitgeschöpfen umgehen.

Das Problem: Massentierhaltung = enger Raum = kaum Bewegung = Stress = Krankheitsanfälligkeit = Antibiotika = Gülle wird zum Sondermüll

Traurige Fakten:
  • Das Baurecht entscheidet über den Bau von Massentierhaltungen.
  • Wirtschaftsinteressen haben Vorrang vor den Bedürfnissen der Tiere, Vorrang vor den Interessen der Menschen und Vorrang vor den Belangen der Umwelt.
  • Selbst wenn es in den nächsten Jahren zu einer Katastrophe mit tierischen und menschlichen Opfern aufgrund resistenter Erreger kommt, wird man sich wieder einmal auf die Symptombekämpfung konzentrieren.
  • Momentan werden bundesweit 900 Ställe geplant und gebaut.
  • Inzwischen gibt es bundesweit ca. 70 Bürgerinitiativen; die Anlieger fürchten den Gestank und Krankheiten wie Atemwegserkrankungen, Neurodermitis, Asthma, chronische Bronchitis durch Keime, Pilze, Kotpartikel, Federreste.
Verantwortlich für all das ist unser Konsumverhaltenverhalten!
Die Lösung liegt nicht bei der Politik, sondern bei uns Konsumenten!
Es ist höchste Zeit, umzudenken.

Die Existenz von Massentierhaltungen dürfte von niemandem toleriert werden - ob Vegetarier oder Fleischesser! Dennoch konsumiert die Mehrheit der Menschen Fleisch in dem Wissen um seine Herkunft. Samt den darin enthaltenen Histaminen, Purinen, Harnstoffen, Nitraten, Antibiotika und Architonsäuren.

Es folgt eine interessante Zusammenfassung zum Thema: Gesundheitsgefaehrdung durch Massentierhaltung
Günter Albert Ulmer (Günter Ulmer Verlag, Europapräsident des Alpenparlaments) im Gespräch mit Michael Vogt über das Verbrechen an Mensch und Tier durch die Massentierhaltung.

Wir haben durch die Massentierhaltung
  • eine immense Luftbelastung durch Ammoniak,
  • eine schwere Wasserbelastung durch Nitrat,
  • eine Bodenbelastung durch Nematoden und Nitrat,
  • verschiedene Keimbelastungen durch fäkale Keime,
  • schwere Antibiotikabelastungen mit der großen Gefahr der Antibiotikaresistenz,
  • weitere Gefahren wie Schweinepest, Kadaverentsorgung und Belastung der Infrastruktur.
In einer dreijährigen Studie hat die Universität Paderborn untersucht, ob Arzneimittelrückstände in der Gülle, die zur Düngung von Feldern verwendet wird,
von Nutzpflanzen aufgenommen werden und damit in die tierische und menschliche Nahrung gelangen kann.

Selbst nach acht Monaten wurden noch Antibiotikagehalte in den Wurzeln und Grünanteilen sowie im Korn des Winterweizens festgestellt.

Gülle enthält neben Ammoniak auch Methan, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoffgase, die ätzend auf Haut und Schleimhaut wirken. Die winzigen Teilchen der Feinstäube können die Barriere zwischen Lunge und Blutkreiskauf überwinden. Sie stehen im Verdacht, Entzündungen der Atemwege zu verursachen.

Es gilt zu bedenken, dass Gülle aus industriell betriebenen Schweinemastanlagen und anderen Massentierhaltungen hochgradig mit Hormonstoffen, Arzneimitteln, Antibiotika und Desinfektionsmitteln sowie mit Fäkal-Bakterien (z.B. Escherichia-coli), MRSA (Multi Resistente Staphylococcus Aureus) und antibiotikaresistente ESBL-Enzyme (Extended Spektrum Beta-Laktamasen) verseucht ist.

Sie müsste eigentlich als Sondermüll entsorgt werden. Bei stärkeren Niederschlägen kann diese Gülle Grundwasser zusätzlich mit Nitrat und Fäkal-Keimen belasten und die Umwelt verseuchen. Der in der Gülle enthaltene Ammoniumstickstoff wird durch Bodenorganismen in Nitrat umgewandelt. Bei geringer oder fehlender Aufnahme durch die Pflanzen gelangt Nitrat durch Auswaschung ins Grundwasser. Der Grenzwert von Nitrat ist 50 m/l. In Südoldenburg ist der Nitratgehalt durch die Massentierhaltung auf 253 m/l angestiegen. Das Wasser ist ungenießbar.

Wenn Schweine viel Kraftfutter bekommen, wird ihr Darmmilieu sauer und zum Nährboden für gefährliche Keime wie MRSA-Keime und ESBL-Enzyme. Die meisten Keime sind durch genetische Veränderungen antibiotikaresistent. Die ESBL-Enzyme können eine ganze Bakteriengruppe resistent gegenüber vielen Antibiotika machen. Sie weisen Enzyme auf, die den Beta-Laktam-Ring der Antibiotika zerstören, wodurch die Antibiotika wirkungslos werden. Infektionen kann dann nichts mehr entgegengesetzt werden.

Massentierhaltungen begünstigen ebenfalls die Krankheitsanfälligkeit der Tiere. Deshalb werden diese vorbeugend mit Antibiotika behandelt, welche sich auch als Beimischung im Viehfutter oder im Trinkwasser befinden können und teilweise illegal als Leistungsförderer eingesetzt werden.
  • In Deutschland werden im Veterinärbereich 784 Tonnen und im Humanbereich 380 Tonnen Antibiotika verkauft.
  • Tiere werden nicht selten mit Medikamenten vollgepumpt, um überhaupt bis zum Tag der Schlachtung am Leben zu bleiben.
Da Tiere die Medikamente nicht voll abbauen, befinden sich die Stoffe im Fleisch und können für den Menschen gesundheitsgefährdend wirken (z.B. Antibiotikaresistenz). So ist auch die Gülle aus Massenschweinezuchtanlagen Sondermüll und müsste als solcher entsorgt, nicht aber auf die Felder gebracht werden.

Verschärft wird das alles durch die Gentechnik. In Südamerika wachsen auf 41 Millionen Hektar Ackerland Sojapflanzen. Das ist mehr Fläche als Deutschland und Holland zusammen. Hier werden "grüne Wüsten" (große Monokulturflächen) geschaffen. Regenwald und Savannenfelder werden großflächig zerstört. Etwa 90 Prozent des angebauten Soja sind genetisch manipuliert. Der Großanbau von Mais und Soja fördert Schädlinge und somit den Einsatz von Pestiziden, wodurch auch Seen und Flüsse der Umgebung vergiftet werden können.
Die EU hat die Einfuhr von Gen-Mais und Gen-Soja ("nur" als Futtermittel?) in allen EU-Ländern genehmigt!

Außerdem hat Deutschland die Emissionshöchstwerte für Ammoniak bereits um sechs Prozent überschritten. Im Jahr 2000 wurden in Deutschland etwa 45 Millionen Schweine geschlachtet. 2011 waren es bereits 60 Millionen, obwohl die Zahl der Bevölkerung zurückging.
Es entspricht demnach nicht den Tatsachen, zu behaupten, neue Agrarfabriken seien notwendig.

Fazit: Die Massentiermast muss endgültig verboten werden, um Mensch, Tier, Luft, Boden und Wasser zu schützen.

Go VEGAN!

Mittwoch, 13. Juli 2011

Offener Brief an Kanzlerin Merkel im Vorfeld zum Weltklimagipfel Johannesburg

Bitte diesen Offenen Brief an Kanzlerin Merkel weit verbreiten, veröffentlichen und sich ihm per E-mail (angela.merkel@bundestag.de) massiv anschließen!

(Brief als PDF Dokument)

Bundeskanzleramt Berlin
z. Hd. Frau Bundeskanzlerin
Angela Merkel – persönlich -
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Es schreibt Ihnen das INSTITUT FÜR MITWELTETHIK Biedesheim, den 13.07.2011

Betr.: Vorbereitung des Weltklimagipfels 2012 in Johannesburg

- O F F E N E R B R I E F -

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
unser Planet ist schwer krank. Als Wissenschaftlerin und ehemalige Umweltministerin müssen wir Ihnen die näheren Umstände seiner schweren Erkrankung nicht erläutern. Es ist bereits nach 12 Uhr – es muss nun entschlossen und multinational gehandelt werden.

Als UN - Mitgliedsstaat mit gesteigerter Verantwortung, als eine der führenden Industrienationen der Welt und als international angeblich beliebteste Nation, ist es unsere vordringlichste Pflicht, Vorschläge zu unterbreiten, die realpolitisch machbar und globalökologisch dringend geboten sind.

Wir möchten Ihnen zunächst folgendes zu bedenken geben: Die Verfeuerung fossiler Brennstoffe ist aus biosphärischer Sicht isoliert betrachtet NICHT das Problem. Es handelt sich um versteinerte Biomasse (Kohle, Mineralöl, Erdgas), die in der Urzeit einmal Bestandteil des biosphärischen Stoffwechsels unseres Planeten, also lebendige Biomasse, gewesen ist.

Das Problem besteht deshalb nicht darin, dass dieses CO2 durch Verfeuerung freigesetzt wird, sondern darin, dass wir Menschen aufgrund unseres destruktiven Einflusses auf die Biosphäre alles daran setzen, dass dieses CO2 keine Biomasse mehr werden kann und demzufolge in der Atmosphäre verbleibt.

Es existieren nämlich nur noch 15 % der ursprünglichen Urwälder auf unserem Planeten und die Menschheit rodet diese Wälder weiter – Tag für Tag!

Neben den Urwäldern sind die Weltmeere der größte und effektivste Faktor, um CO2 in Kohlenstoff zu binden und Sauerstoff zu produzieren. Die Menschheit setzt aber alles daran, die Meere zu ruinieren, zu plündern und als Müllendlager zu missbrauchen.

Wir möchten Sie nicht mit fachlichen Details aufhalten, denn wir sind uns sicher, dass Ihre wissenschaftlichen Beraterstäbe Sie über den Zustand unseres Planeten auf dem laufenden halten.

Im Hinblick auf die bevorstehende Klimakonferenz 2012 in Johannesburg möchten wir Sie daher bitten, im Interesse der Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung einer belebbaren Welt, folgende Vorschläge zu prüfen und deren Umsetzung zu ermöglichen:

A: Es ist ein UN - Fond einzurichten, an den alle Nationen jährlich Abgaben entrichten, die nach folgenden Parametern ermittelt werden:
  1. Ermittlung des jährlichen Ausstoßes an CO2 und anderen umweltschädlichen Gasen
  2. Berücksichtigung des Bruttosozialprodukts der betreffenden Nation in Relation zur Bevölkerungszahl
  3. Berücksichtigung nationaler Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der globalen Biosphäre und ihres ökologischen Gleichgewichts
  4. Berücksichtigung der Frage, inwieweit sich die betreffende Nation auch in anderer Hinsicht umweltschädlich oder -freundlich verhält.
Die eingenommenen Summen sollen dazu verwendet werden, die verbliebenen Urwälder sowie andere ursprüngliche Naturgebiete (Moore, Savannen, Steppen, Binnengewässer, Gebirge etc.) , als auch die Küstengewässer und Riffe innerhalb der Hoheitsgewässer der einzelnen Nationen, für mindestens 100 Jahre zu pachten, um sie hierdurch effektiv für die Zukunft zu präservieren.

Die Einnahmen sollten für die über zu pachtende Naturgebiete verfügenden Nationalstaaten so hoch sein, dass es für diese lukrativer ist, ihre Naturgebiete an die UNO zu verpachten, als anderweitig zu vernutzen und hierdurch zu zerstören (wie z.B. durch exzessive Landwirtschaft, Ausbeutung von Bodenschätzen, Fischerei).

B. Die UNO sollte eine globalökologische Behörde einrichten, die – ähnlich dem Vatikan – einen eigenen Sitz in der UNO erhält, um hierdurch die Interessen unserer globalen Biosphäre gegenüber den Nationalstaaten zu reklamieren.

Die Installation einer militärischen Spezialeinheit, die man z. B. „Grünhelme“ oder „Globalrangers“ nennen könnte, ist unverzichtbar, um die verbliebene Restnatur vor illegalem Raubbau zu schützen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Gesamtzustand unserer Welt nur deshalb „noch“ vergleichsweise stabil ist, weil 70% unserer Erdoberfläche mit Meeren bedeckt ist. Als landbewohnende Spezies hat sich die Menschheit deshalb lange gescheut, die Meere all zu sehr zu belasten, was inzwischen leider – auch aufgrund des technologischen Fortschritts – nicht mehr der Fall ist.

Da die Weltmeere, hier die internationalen Gewässer, ohnehin leergefischt sind, könnte man sie - nach dem Vorbild der Antarktis - zum Weltpark erklären und unter Langzeitschutz stellen. Ausgleichszahlungen an die Fischereinationen sollten unter der Bedingung, eine alternative Infrastruktur zur Fischereiindustrie zu entwickeln, aus dem UNO- Fond ausbezahlt werden.

Unsere Biosphäre verfügt über das Stoffwechselpotenzial, die anthropogenen Schäden zu kompensieren und zu neutralisieren, wenn wir sie daran nicht dadurch hindern, dass wir sie weiterhin und potenziert zerstören und plündern.

Welche Aufgabe sollte den Vereinten Nationen zukommen, wenn nicht vor allem jene, unseren Planeten belebbar und für alle seine Bewohner sowie deren zukünftige Generationen lebenswert zu erhalten? Wir wissen doch, dass der Zustand der Umwelt vor nationalen Grenzen nicht Halt macht und wir alle letztlich in einem Boot namens Erde sitzen.

Wir erwarten zu Recht von der Politik, dass hier konkrete Maßnahmen zum Schutz und Erhalt unseres Planeten erfolgen und sie die Prioritäten entsprechend setzt.

Weite Teile der Wissenschaft sind sich längst einig darin, dass der herkömmliche Kapitalismus kurz vor seinem Ende steht und dass die sich in immer kürzeren Abständen einstellenden Währungs- und Wirtschaftkrisen die Vorboten seines unausweichlichen Niedergangs sind. Es ist u. E. auch kein Zufall, dass diese Entwicklungen zeitgleich einhergehen mit der Zuspitzung des globalökologischen Zustandes unserer Welt, der zuvorderst auf die „Nebenwirkungen“ des Kapitalismus zurückzuführen ist.

Es ist deshalb unverantwortlich, Abermilliarden nationaler Steuergelder in die vermeintliche Rettung des lebensfeindlichen Weltwirtschafts- und Finanzsystems zu stecken und hierdurch unsere nachfolgenden Generationen zu belasten, anstatt die Gelder dafür zu verwenden, unseren Planeten und seine Biosphäre zu erhalten.

Jenes Geld, mit dem z. B. die Wirtschaft Griechenlands „gerettet“ werden soll, würde ausreichen, den Aufkauf der Restnatur oder seine Langzeitpachtung weltweit zu gewährleisten.

Das kapitalistische System wird scheitern – es ist nur eine Frage der Zeit, denn es konterkariert von jeher die Prinzipien der Ökologie und Nachhaltigkeit. Je eher Sie und alle Verantwortungsträger dies einsehen und akzeptieren, um so eher wird es möglich werden, ein zukunftsfähiges Wirtschaftssystem zu entwickeln, ein „Bedarfsdeckungs- und Kreislaufwirtschaftssystem“.

Es braucht mutige, realitätsbezogene und einflussreiche Staatsführer wie Sie, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, um auf internationalem Parkett unangenehme Wahrheiten zu verkünden und mit konstruktiven Innovationen zu verknüpfen. Sie haben der Welt mit Ihrer Abkehr von der Atomenergie gezeigt, dass Sie realitätsbezogen lernfähig sind. Doch brauchen Sie, brauchen wir wirklich erst solch verheerende Katastrophen, bevor wir angemessene Kurskorrekturen veranlassen?

Es wird in der Zukunft erforderlich sein, dass sich die Menschheit trotz explodierender Bevölkerungszahl auf einen Bruchteil der Erdoberfläche zurückzieht – daran wird kein Weg vorbeiführen. Wenn wir wollen, dass der Organismus Erde die anthropogenen Schäden verstoffwechselt, also für uns neutralisiert – über dieses Potenzial verfügt er – dann müssen wir der Natur auf weiten Teilen des von uns einst annektierten Gebietes ein Comeback ermöglichen. Das würde immer noch billiger für uns Menschen sein, als die Erde mit technologischen Methoden zu renaturieren. Es besteht die Möglichkeit, z. B. die landwirtschaftliche Nutzfläche zu reduzieren, indem wir zur mikrobiologischen Nährstoffproduktion in dreidimensionaler Hochtechnologie übergehen.

Unser INSTITUT FÜR MITWELTETHIK wurde im letzten Jahr von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos als Think Tank konsultiert und konnte ihm ihr diesbezügliches Konzept CelluProFerm (Cellulose-Protein-Fermentation) persönlich offerieren.

Sehr geehrte Frau Merkel, wir möchten Sie bitten, unsere Vorschläge zu berücksichtigen und geeignete Schritte zu deren Umsetzung zeitnah und beherzt vorzunehmen.

Deutschland trägt in der Welt eine besondere und deshalb auch herausragende Verantwortung. Sie repräsentieren eine kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich innovative und in der Welt geachtete Nation. Wer, wenn nicht Sie, ist deshalb dazu prädestiniert, die von uns aufgezeigten Schritte couragiert und entschlossen anzustoßen und durchzusetzen?

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne und jederzeit zur Verfügung. Einer Stellungnahme Ihrerseits sehen wir erwartungsvoll entgegen und verbleiben

mit freundlichen Grüßen
INSTITUT FÜR MITWELTETHIK
AKT- AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ
gemeinnützige Gesellschaft mbH
Peter H. Arras – Geschäftsführer
www.akt-mitweltethik.de

23.04.2011 Vegan Spring - Peter H. Arras 1 von 4

Tier-Time: Kölner Initiative veggie donnerstag


Tier-Time: Kölner Initiative veggie donnerstag: "Die Kölner Initiative veggie donnerstag (vedo) will die Stadt Köln als Partner gewinnen, den fleischfreien Donnerstag zu etablieren. Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen sollen den Donnerstag unterstützen, indem an diesem Tag pflanzliche Gerichte in den Kantinen angeboten werden. Weiterhin sollen möglichst viele Menschen den fleischfreien Donnerstag bewusst in ihr Leben aufnehmen..."

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Das Belomonte Staudamm-Projekt

Hierbei geht es um die Zukunft des Regenwaldes!
"Der Staudamm "Belo Monte" in Brasilien ist eines der dringlichsten Projekte, gegen das sich Rettet den Regenwald einsetzt. Bereits heute bedecken Stauseen zur Wasserkraftnutzung mindestens 34.000 Quadratkilometer Brasiliens. Diese Zahl gesteht zumindest der staatliche Elektrizitätskonzerns Eletrobras ein. Umweltgruppen gehen von wesentlich höheren Zahlen aus. Leonardo Bauer Maggi, Mitglied der Bewegung der Staudamm-Betroffenen rechnet mit 2.500 Staudämmen, die es bis 2030 geben soll. "
Quelle: www.regenwald.org

Protestaktion: Staudamm für Aluminium - ein Bischof stellt sich quer - Protestieren Sie mit!



Die Folgen sind:
  • Stehende Gewässer -> Mücken -> Malaria
  • Reduzierung der Artenvielfalt
  • Freisetzung von Methan durch verfaulende Biomasse
  • Zerstörte Ökosysteme -> weniger Klimastabilisierung
  • Im Urwald werden Infrastrukturen geschaffen -> mehr Industrie und mehr Städte
Durch unseren gedankenlosen Raubbau verschwinden somit nach und nach die größten und ursprünglichsten Wälder und Naturparadiese.

Ursachen für die Zerstörung der Regenwälder sind die Rodung zu Weideflächen für Nutztiere oder zu Anbauflächen für deren Nahrung (vor allem Sojabohnen), die Umwandlung in Ölpalm-, Bananen- oder Kaffeeplantagen, der Abbau von Bodenschätzen wie Eisenerz, Gold, Öl oder Gas sowie der Bau von Großstaudämmen zur Energiegewinnung und Holzeinschlag.

Es wird prognostiziert, dass 20-50% dieses Areals in den nächsten 20 Jahren zerstört sein werden, wenn nicht eine radikale Wende eintritt.

Freitag, 3. September 2010

VISIONEN 2021 - Für ein innovatives Niedersachsen

Herausgeber:
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung
Ministerin: Astrid Grotelüschen
Calenberger Straße 2
30169 Hannover
Telefon: 0511 120 - 0
Telefax: 0511 120 - 2385
E-Mail: poststelle@ml.niedersachsen.de
Internet: www.ml.niedersachsen.de
Stand: Hannover, Dezember 2008


"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" befand einmal ein bekannter deutscher Politiker. Wir sind dem nicht ganz gefolgt, aber wir haben uns schon zu "Sprechstunden" getroffen, um einmal gemeinsam etwas Spökenkiekerei (Norddeutsch, ironisch für "Hellseherei") zu betreiben.

Wie geht es weiter bei uns im Ministerium? Was wollen wir mit unserer Arbeit erreichen, wo soll und wo wird es hingehen? Im Jahr 2021 begeht unser Bundesland Niedersachsen seinen 75. Geburtstag. Wie sieht es dann aus in der Welt, in Europa, in Deutschland - was bringt die Zukunft?

Situationsbeschreibung/Trend
Die Fleischwarenindustrie erzielte im Jahr 2005 mit 6,5 Mrd. Euro fast 30% der Gesamtumsätze der Ernährungswirtschaft, gefolgt von der Milchverarbeitung mit 2,5 Mrd. Euro (11%). Wichtigste Exportprodukte sind Fleisch und Fleischwaren, Milch und Milcherzeugnisse sowie Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse.

Die veränderten Konsumgewohnheiten in Entwicklungs und Schwellenländern begünstigen Exporte der niedersächsischen Ernährungsindustrie. Zur ausreichenden Versorgung der Weltbevölkerung werden nach Aussagen der FAO bis 2030 etwa 55% mehr Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Überlagert wird dies durch den Klimawandel mit voraussichtlich negativen Folgen für die weltweit landwirtschaftlich nutzbare Fläche. Aller Voraussicht nach wird sich der Klimawandel weiter beschleunigen und die Erwärmung im 21. Jahrhundert mindestens doppelt so schnell verlaufen wie im vergangenen Jahrhundert.

Für Niedersachsen ist die Tierhaltung aufgrund der hohen Nutztierzahl ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Erhaltung der Tiergesundheit in allen Haltungsbereichen und die Schaffung von Voraussetzungen für eine effektive Seuchenbekämpfung sind vorrangige Ziele im Sinne des Verbraucherschutzes. Durch die Kombination von neuer Diagnostik und Impfung soll eine Möglichkeit geschaffen werden, zumindest im begrenzten Umfang auf die totale Bestandsräumung in Seuchengebieten zu verzichten und gesunde Tiere vermarkten zu können.

Tierschutz ist seit langem in der niedersächsischen Verfassung verankert und seit dem Jahr 2002 Staatszielbestimmung der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft stellt zu Recht zunehmend Anforderungen an einen ethisch verantwortbaren Umgang mit Tieren. Die Haltungsbedingungen landwirtschaftlicher Nutztiere sind neben dem Transport und der Schlachtung von Tieren hier zentrales Interesse.

Die Konzentration bei den Schlachtbetrieben und der Lebensmittelverarbeitung aus Gründen der Ökonomie und steigender Hygieneanforderungen sowie ein globaler Warenaustausch werden zu einer Intensivierung der Tiertransporte von Schlachttieren mit der Konsequenz längerer Transportzeiten führen.

Ausgangssituation in Niedersachsen
Ein Fünftel der in Deutschland ermolkenen Milch stammt aus Niedersachsen. Jedes 5. Rind, jedes 3. Schwein und die Hälfte der Hähnchen und Puten stehen in heimischen Ställen. Damit ist Niedersachsen bundesweit der bedeutendste Standort in der Tierhaltung und eine international bedeutende Agrarexportregion für tierische Produkte.

Bevölkerungsentwicklung, Kaufkraftentwicklung und Änderungen der Verzehrsgewohnheiten führen weltweit zu einem veränderten Milch- und Fleischkonsum. Die Nachfrage wächst, wenn auch unterschiedlich stark. Industriestaaten haben bereits einen hohen Milch- und Fleischverbrauch, der kaum Steigerungen erwarten lässt, während von den so genannten Schwellenländern, auch Russland, den jüngsten EU-Beitrittsländern und großen Teilen Asiens erhebliche Steigerungen zu erwarten sind.

VISIONEN 2021
Weltweit ist Geflügelfleisch stark nachgefragt.

Für die Produktionsausweitung werden vor allem Sojabohnen und Mais benötigt. Rindfleisch und Milch werden wichtiger, weil auch hier mit Futter gearbeitet wird, welches nicht in direkter Konkurrenz zur menschlichen Ernährung steht. Umwelt- und Tierschutz werden in der modernen Tierhaltung Niedersachsens groß geschrieben. Die Wettbewerbsfähigkeit spielt eine zentrale Rolle für den Absatz im In- und Ausland. Die Position Niedersachsens als bedeutender Milchproduktions- und Veredelungsstandort in Europa ist weiterhin stärker geworden. Auch der niedersächsische Verarbeitungssektor für tierische Produkte ist weiter gewachsen.

Die Grüne Gentechnik ist Teil der Optimierungsstrategie im Pflanzenbau um den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Futtermitteln und nachwachsenden Rohstoffen zu decken. Ihre Anwendung trägt den Bedenken der Öffentlichkeit hinsichtlich Sicherheit, Kennzeichnung und Transparenz Rechnung.
Quelle: http://www.ml.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=1322&article_id=5030&_psmand=7


Vegaversum fasst die (HORROR)VISIONEN 2021 in Bezug auf Tierproduktion kurz zusammen:

Bevölkerungswachstum, steigender Konsum von tierischen Produkten = steigender Bedarf an Futtermitteln. Klimawandel und Anbau von Energiepflanzen führen zu einer Verknappung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche für den Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln für die Menschen.

Dem begegnet das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, indem es auf die Optimierung der Fleischproduktion setzt:
  • Gentechnik als Teil der Optimierungsstrategie im Pflanzenbau
  • Tierimpfungen zur Optimierung von Ställen mit hohen Besatzdichten
  • Effektive Seuchenbekämpfung um gesunde Tiere vermarkten zu können
  • Zentralisierung von Schlachtbetrieben (Gigaschlachtanlagen)
  • Intensivierung von Tiertransporten
Der Fleischkonsum zählt zu den elementarsten Umweltbelastungen. Die stete Forderung an den Boden, immer größere Mengen an Futter für unsere Nutztiere zu liefern, ist eine gigantische Verschwendung von Ressourcen. Grundsätzlich ist der Aufwand zur Produktion tierischer Nahrungsmittel (verlängerte Nahrungskette) um ein Vielfaches höher als die Produktion pflanzlicher Lebensmittel. Dies gilt für den Flächenbedarf, den Energieeinsatz und den Wasserverbrauch.

Vegaversum kann den VISIONEN 2021 des Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung hinsichtlich Tierethik, Verbraucherschutz und Naturschuzt nicht folgen, überwiegen doch die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums auf Tiere, Menschen und Umwelt.

Zitat Eugen Drevermann: "Gedanken, die keine Gefühlsbegleitung mehr haben, sind der Wahnsinn."
Zitat Helmut Schmidt: "Wer VISIONEN hat, sollte zum Arzt gehen."

Donnerstag, 1. Juli 2010

3.7. Tier-Time Aktion in Braunschweig


Initiator: Tier-Time e.V.
Wo: Kohlmarkt in Braunschweig
Wann: 13-17 Uhr

Verkleidete Tierrechtsaktivisten machen auf das unvorstellbare Leid von Tieren, die Zerstörung der Erde, Verschmutzung von Wasser und deren Knappheit, auf die Klimaveränderungen und den Welthunger durch den Konsum von Fleischprodukten aufmerksam.

Jeweils ein Aktivist verkleidet sich zu diesem Thema und trägt dazu ein Schild, welches auf den Missstand aufmerksam macht. Weitere Aktivisten werden Flugblätter verteilen, auf denen die Konsumenten von Fast Food mit tierischen Produkten auf Belastungen durch den Konsum hingewiesen werden.

Jährlich essen die Deutschen ca. 950 Millionen Fast Food Gerichte mit Fleisch, dadurch entsteht unvorstellbares Leid für Tiere und starke Umweltbelastungen. Viele wissen gar nicht, was sie durch den Konsum von tierischen Produkten unterstützen. Fettleibigkeit, Zivilisationskrankheiten, Wasserknappheit sowie Armut und Tod durch Verhungern in Entwicklungsländern sind nur einige wenige Gründe von vielen, um auf tierische Produkte zu verzichten.

Tier-Time Flyer: Fast Food

Donnerstag, 22. April 2010

17. April: Kundgebung für Tier- und Umweltschutz

Tier-Time e.V. bedankt sich bei allen Beteiligten: http://demo17april.blogsport.eu/danke/
Tierschützer aus verschiedenen Organisationen hatten für den 17.4. eine Informationsveranstaltung organisiert. Auf dem Steintorplatz wurden Info-Stände aufgebaut, an denen sich interessierte Besucher über den Umgang mit Tieren informieren konnten. Anliegen der verschiedenen Organisationen ist es, mehr Bewusstsein im Umgang mit Tier, Natur und Umwelt zu schaffen. Gegen 12.00 Uhr startete ein Demonstrationszug mit etwa 380 Teilnehmern von Steintorplatz aus durch die Haupteinkaufsstraße Hannovers und weiter in die City. Neben Informationsgesprächen wurde interessierten Bürgern unter anderem die Gelegenheit geboten, "tierisch gutes Essen" völlig ohne tierische Produkte zu verkosten. Zahlreiche Tierschutzorganisationen waren vertreten, um dem Motto "Deine Stimme für die Stimmlosen" Nachdruck zu verleihen.
Berichte über die Kundgebung findet ihr unter:



Sonntag, 6. Dezember 2009

Appell an alle anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Laura und Anna, die Severn Suzuki ihre Stimme geliehen haben, damit der Appell an die Menschheit, ihren Worten Taten folgen zu lassen, erneuert wird.

Deutsche Synchronisation von Laura:

Deutsche Synchronisation von Anna:


Ihre Rede vor der UN machte Severn Suzuki im Alter von 12 Jahren berühmt. Die Probleme, die sie 1992 ansprach: Artensterben, Welthunger, Verteilungsproblem, Konsum, Umweltverschmutzung, Ozonloch, Entwaldung und mangelnden Willen der Entscheidungsträger, etwas zu verändern, sind nicht weniger geworden. Die Ökosysteme, die das Leben erhalten, lösen sich weiter auf. Die Industriegesellschaft hat der Natur bereits irreparable Schäden zugefügt und die Auswirkungen werden immer verheerender.

Was die Klimaveränderungen und die Umwelt betrifft, so scheinen die politischen Systeme, Regierungen und Firmen ihre Scheuklappen noch immer nicht abgelegt zu haben. In unserer modernen, globalisierten Welt bleibt Wachstum das Ziel vieler Firmen und Regierungen, die für wirtschaftlichen Gewinn die Umwelt ausbeuten.

An dem Punkt, an dem unsere „zivilisierte“ Gesellschaft heute steht, ist Konsumdenken die vorherrschende Ideologie. Konsum ist nicht per se schlecht, er ist jedoch aus der Balance geraten. Wir müssen das Konzept hinter der grenzenlosen Expansion ändern indem wir einen vor der industriellen Revolution geprägten Ausdruck wieder einführen - den der Genügsamkeit. Genügsamkeit ist nicht gleichbedeutend mit Armut. Genügsamkeit bedeutet, Ressourcen klug zu nutzen. Hierfür bietet zum Beispiel die Permakultur vielversprechende Ansätze. Ihre Prinzipien ermöglichen es, uns bewusster mit „unserer“ Umwelt auseinander zu setzen.

Jeder einzelne muss bei sich beginnen, die Welt bewusster wahrnehmen und sie achten - um selbst die Veränderung zu sein, die er in dieser Welt sehen möchte.

Wir als Bürger, Entscheidungsträger, Konsumenten und Wähler haben die Pflicht, die Ökologie in das politische Bewusstsein und das alltägliche Leben einzubinden. Schulen, Bildungsinstitutionen, Kirchen, Politik, Medien und vor allem auch die Eltern müssen den nachfolgenden Generationen Achtsamkeit gegenüber der Umwelt vermitteln. Das Verständnis von globalen Zusammenhängen ist eine Schlüsselkompetenz für die Bewältigung der von uns verursachten Probleme.

Das Mittel zur Abänderung als schlecht erkannter Zustände heißt immer Aktion. Vertrauen Sie nicht darauf, dass die Regierenden und Wirtschaftskapitäne die Probleme durch einen CO2 Handel in den Griff bekommen. Sie müssen selbst aktiv werden und Ihren Erkenntnissen treu bleiben. Werden Sie zu einem bewusst handelnden Menschen und seien Sie anderen ein Vorbild. Nur dann können wir wieder glaubhaft behaupten: „alles wird wieder gut“, „wir tun das Beste, was wir können“ und „es ist nicht das Ende der Welt“.

Die deutsche Übersetzung wurde von Vegaversum angefertigt.
http://vegaversum.blogspot.com/2009/09/severn-cullis-suzukis-rede-auf-dem-un.html

Die Verwendung der Übersetzung ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht. Über einen Hinweis auf die Art der Verwendung würden wir uns freuen.

Freitag, 20. November 2009

Ewig strahlend: Kernwaffen, Kernkraftwerke, Atommüll

Während die Gefahren der Erderwärmung immer mehr ins öffentliche Bewusstsein dringen, preisen Industrielle und Politiker die Atomkraft als die geeignetste Energiequelle der Zukunft an: sauber, kontrollierbar und gefahrlos für Umwelt und Gesundheit. Für den Verbraucher ist es schwer, den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen zu beurteilen. Der Dokumentarfilm "Albtraum Atommüll" versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.
(arte-Text)
  • 1870 Atombombentests seit 1945, davon 500 in der Erdatmosphäre

  • 463 Kernreaktoren sind weltweit in Betrieb, das erste zivile Kernkraftwerk wurde 1954 in Betrieb genommen

  • 52 Kernraektoren sind weltweit im Bau

  • 135 Kernraektoren sind weltweit geplant

Die in Folge der Atombombentests, Kernreaktoren, Kernforschungsanlagen, Wiederaufbereitung und verantwortungslosen Entsorgung von Atommüll in der Umwelt freigesetzten, radioaktiv verseuchten Partikel haben sich über den ganzen Planeten verteilt und führen gegenwärtig und zukünftig zu Krankheiten bei Mensch und Tier.

d-radio: Ewig strahlend? Das radioaktive Erbe der Atomtests von Achim Nuhr vom 06.11.2009, 19:15 Uhr

Lnk: Auswirkungen von Atomwaffentests seit dem Beginn im Jahre 1945

Seit Beginn des Atomzeitalters ist die Endlagerung des Atom-Mülls noch immer ungelöst. Es gibt keinen Energieträger, der im entferntesten so gefährlich ist wie die Spaltprodukte der Kernenergie.


Gefahren, Kritik und Skandale

  • Eine sichere Lagerung von Atommüll für hunderttausende von Jahren ist nicht realisierbar.

  • Von 1954 bis 1982 wurden ca. 100.000 Tonnen schwach- und mittelradioaktive Abfälle unter Führung der OECD im Nordatlantik versenkt.

  • Die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague entsorgt auch heute noch täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser über ein viereinhalb Kilometer langes Rohr in den Ärmelkanal. Dieser Vorgang ist legal.

  • „Geringe“ Mengen radioaktiver Stoffe gelangen permanent über den Schornstein von Kernkraftwerken in die Luft oder werden über das Abwasser an die Umgebung abgegeben.

  • Mindestens 32 Schiffe mit Gift- und Atommüll wurden in der Adria, dem Thyrrenischen Meer und vor den Küsten Afrikas versenkt.

  • Die kirgisische Stadt Mailuusuu ist umgeben von 36 nicht gesicherten Lagern von Uranabfällen und zählt zu den zehn am schlimmsten verseuchten Gegenden der Erde.

  • Derzeit droht der Abrutsch von 180.000 Kubikmetern Uranschlamm in einen Fluss, wodurch das Trinkwasser in Kirgisistan und Usbekistan radioaktiv verseucht würde.

  • In der Stadt Sewersk, in der mehr als 100.000 Menschen leben, lagern knapp 13 Prozent des französischen radioaktiven Abfalls in Kontainern unter freiem Himmel auf einem Parkplatz.

  • Eine epidemiologische Studie im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz im Jahr 2007 zeigte eine signifikant erhöhte Leukämie-Rate bei Kindern in der Nähe (5 km) von Kernkraftwerken.

  • Bei einer Nettostromerzeugung in Deutschland von 553 Mrd. kWh im Jahr 2008 wurden rund 387 Tonnen radioaktiver Abfall produziert, der für Jahrtausende extrem gefährlich für Mensch, Tier und Umwelt ist.

  • Seit etwa 3 Generationen (60 Jahren) nutzt man Kernenergie. Für den dabei anfallenden hochradioaktiven Müll müssen mindestens 10.000 Generationen (200.000 Jahre) Sorge tragen.

  • Auch durch den Abbau von Kohle wird Radioaktivität freigesetzt, denn in Kohle sind Spuren strahlender Substanzen wie Uran enthalten. Beim Kohleabbau über Tage, vor allem beim Verbrennen der Kohle in Kraftwerken, gelangen diese in die Luft. In der Umgebung von Kohlekraftwerken können sogar höhere Belastungen gemessen werden als in der Nähe von Kernkraftwerken.

Wiedereinmal zeigt sich, dass die „Wirtschaftskapitäne“ für ihren Gewinn den verantwortlichen Umgang mit unseren Ressourcen und mit dem Leben hintenanstellen. Profit kennt kein ethisches Bewusstsein, nur Bilanz und Erfolgsrechnung.

Video: Atom-Müll - das weltweite Dilemma, Vortrag von Günter Albert Ulmer (auf Alpenparlarment)

Wenn Recht zu Unrecht wird, dann wird Wiederstand zur Pflicht!
Informieren Sie sich bitte umfassend und investieren Sie in die Erzeugung von Wind-, Wasser- und Solarenergie, z.B. indem sie Ökostrom beziehen.

Anti-Atom-Termine findet man hier: http://www.contratom.de/main/termine/index.php
http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/scheinargumente-widerlegen.html
http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/
http://www.castor.de/index.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_nach_L%C3%A4ndern
http://de.wikipedia.org/wiki/Atomkraftwerk
http://de.wikipedia.org/wiki/Atomm%C3%BCll

Samstag, 24. Oktober 2009

easy.vegan - der Film über Veganismus

Du denkst, vegan zu leben bedeutet Verzicht, ist unrealistisch und heutzutage sowieso nicht umsetzbar? Ganz im Gegenteil. In Zeiten von Umweltzerstörung, unermesslicher Tierausbeutung und Überfettung ist es dringend an der Zeit, einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen.

easy.vegan räumt mit Vorurteilen auf und zeigt, wie wichtig es heute ist, seine Lebensgewohnheiten zu überdenken. Der Film behandelt die gesundheitlichen, ökologischen und ethischen Gründe, die eine vegane Lebensweise heute so wichtig machen.

Dauer: ca. 45 Minuten.
easy.vegan - es ist so einfach.
Quelle: http://aktion-umwelt.de/easy-vegan

Samstag, 12. September 2009

Weltweiter Aktionstag am 21. September: Wir wollen keine grüne Wüste!

Am 21. September ist es soweit! Umwelt- und Sozialorganisationen rund um den Globus haben diesen Tag zum weltweiten Aktionstag gegen Baumplantagen ausgerufen. Jede und jeder kann etwas tun. Unterstützen Sie die unten stehende Erklärung!

Baumplantagen sind das Feigenblatt, mit dem die Industrie versucht, ihr zerstörerisches Streben zu verdecken. Aber wer genauer hinschaut, erkennt schnell, dass das Betreiben der Baumplantagen der gleichen ausbeuterischen Logik folgt wie die Rodung des Regenwaldes.

Für die industriellen Baumplantagen geht Ackerland verloren. Bauern haben keine Chance mehr, sich und ihr Dorf zu ernähren. Die Plantagen verschmutzen und erschöpfen die kostbare Ressource Wasser; die Böden werden nachhaltig geschädigt. Auch schrecken Betreiber und lokale Verwaltungen nicht vor Menschenrechtsverletzungen zurück, wenn es um ihre Belange geht. Unter den Plantagen leidet die gesamte Bevölkerung!

Bitte unterschreiben Sie die internationale Erklärung gegen Baummonokulturen. Sie wurde von Umwelt- und Sozialorganisationen aus aller Welt formuliert. Wir sammeln die Unterschriften und leiten sie an die genannten Organisationen weiter.

Die Erklärung auf Englisch und Spanisch finden Sie hier. Mehr Informationen finden Sie auf Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Französisch auf der Webseite des World Rainforest Movement (WRM).
Hier gehts zur Protestaktion...

Sonntag, 21. Juni 2009

Mach Deinen Blog CO2-neutral! Kostenlos!

KaufDA forstet auf: Nachdem die Initiative "Mach's grün – Gemeinsam 1 Million Bäume retten" bereits erfolgreich zahlreiche Bäume vor der Abholzung rettet, startet Mach’s Grün zusätzlich noch die Aktion "Mein Blog ist CO2-neutral!". In Zusammenarbeit mit "I Plant a Tree" wird für Deinen Blog ein Baum gepflanzt. Dadurch werden die CO2-Emissionen Deines Blogs neutralisiert. Und das für satte 50 Jahre lang!
http://www.kaufda.de/umwelt/co2-neutral/

Und bestell dir den "Bitte Keine Werbung Aufkleber"

Wer kennt das nicht? Der Briefkasten wird zugespammt mit Werbung vom Pizza Bringdienst, den Supermärkten und einmal wöchentlich einer kostenlosen Zeitung, in der wiederum Werbeprospekte stecken. Was also liegt näher als einen Spamfilter in Form eines Aufklebers mit der Aufschrift "Bitte keine Werbung" auf den eigenen Briefkasten zu kleben und sich im Internet (z.B. auf www.kaufDA.de) zu informieren. Den "Bitte Keine Werbung" Aufkleber kann man kostenlos und portofrei auf kaufDA bestellen.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Glücklich leben ohne Fleisch

Fleisch verbieten?
"Auf fleischverbot.info läuft gerade eine Petition zum Verbot von Fleisch als Nahrungsmittel. "Sind die Vegetarier jetzt völlig durchgeknallt?", wird sich so mancher fragen - oder gibt es vielleicht tatsächlich gute Gründe, Fleisch zu verbieten?
...
Es muss aber ja auch nicht gleich ein Verbot sein: Eine Steuer wäre aber das mindeste. Denn die negativen Auswirkungen der Massentierhaltung werden auf die Gesellschaft als ganzes umgesetzt - das ist gesellschaftlich subventionierter Wahnsinn. Durch eine Fleischsteuer könnte Fleisch immerhin so teuer gemacht werden, dass auch hartnäckige Fleischfresser ihren Verbrauch wieder auf den Sonntagbraten zurückfahren - und die Fleischproduktion so unwirtschaftlich würde, wie sie in Wirklichkeit schon lange ist."
Quelle: www.sein.de


"Bitte unterzeichnen Sie die Petition, denn ohne Sie werden sich die Dinge nicht verändern und ohne Sie werden sie sich nicht schnell genug verändern.
Jede Stimme zählt! Wenn Sie einem Gesetz zum Fleischverbot zustimmen, unterzeichnen Sie hier. Die Petition wird an die Regierungen in Europa übergeben."
Petition zum Fleischverbot

Mit der "Petition zum Fleischverbot" versucht man, wenn man so will, den fünften vor dem ersten Schritt zu tun.

Schritt 5: Fleisch verbieten –> utopisch
Schritt 4: Fleischsteuer –> unrealistisch
Schritt 3: Abschaffen der Exportsubventionen für z.B. Fleisch, Milch, ... –> noch unrealistisch
Schritt 2: Streichen der Subventionen für die Viehwirtschaft –> noch unrealistisch
Schritt 1: Agrarsubventionen an die Umweltverträglichkeit der Betriebe koppeln –> ein möglicher erster Schritt

Für den "möglichen ersten Schritt" fehlt derzeit noch der "politische Wille" in Deutschland. Eine gezielte Reduzierung oder gar Streichung der Subventionen nur für die Viehwirtschaft ist schwer vorstellbar und eine Bevormundung der Verbraucher (Fleischverbot) bewirkt nichts und schadet der Sache eher als dass es ihr nutzt.

Und gerade weil die Situation festgefahren scheint, die Fleisch- und Milch-Lobbyisten den Ton angeben und wir von einer Verbesserung der Situation für die Tiere noch weit entfernt sind, halten wir es für sinnvoll, auch mit solchen, wenn auch utopischen, Forderungen eines Fleischverbots in das gesellschaftliche/politische Bewusstsein vorzudringen.

Ich habe die Hoffnung, dass das Thema es bis in die Medien schafft und dort zu weiterführenden Diskussionen führt und dabei hilft, Schritt 1 zu ermöglichen. Wie viel mehr wäre erreicht wenn der Verbraucher von sich aus seinen Konsum tierischer Produkte reduzieren würde. Bis es aber soweit ist, muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Weiterführende Webseiten zu Agrarsubventionen:
Die Agrarsubventionen sind öffentlich
Agrarsubventionen: Deutschland hält dicht
Klimafaktor Landwirtschaft
Dauerthema EU-Agrarsubventionen: Mehr Transparenz!
Aigner verweigert Transparenz bei Agrarsubventionen

Samstag, 14. März 2009

MEATOUT 2009


Der "Vegetarierbund Deutschland e.V." und "Die Tierfreunde e.V." rufen gemeinsam zur Teilnahme an Meatout 2009 auf. Meatout ist ein weltweites Aktionsbündnis, in diesem Jahr mit dem Aktionsschwerpunkt vom 20. - 22. März.

Angesprochen sind alle Organisationen und Einzelpersonen, die sich der vegetarischen oder veganen Ernährung, dem Tierschutz oder / und den Tierrechten verpflichtet fühlen.

MACH MIT !
Es gibt bezüglich der Gestaltung der einzelnen Aktionen keinerlei Vorgaben. Das bleibt jedem Einzelnen, bzw. jeder Gruppe überlassen.
Wer einen Infostand organisieren kann, bitte, wer auf der Straße Handzettel verteilen möchte, bitte gerne, wer Theater spielen möchte, wunderbar, wer eine politische Rede halten möchte, nur Mut, wer Interessierten leckere vegetarische oder vegane Häppchen kredenzen möchte, feel free. Ihr habt also reichlich Raum für Kreatives.

www.meatout.de

Donnerstag, 4. Dezember 2008

The Story of Stuff mit Annie Leonard


Story of Stuff - German from UTOPIA AG on Vimeo.

Unsere Umwelt, Tiere und auch wir Menschen sind bereits heute von den Folgen betroffen. In naher Zukunft wird auch menschliches Leid zunehmen weil Profit und Konsum immer größere Teile der Erde regieren. Die Welt soll ein rund um die Uhr geöffnetes Einkaufs-Paradies werden, in dem Kaufen und Verkaufen immer neuer, immer besserer Produkte der vorherrschende Lebenssinn sein sollen.

Vegaversum: Leitideen
"Identität sollte nicht maßgeblich über Konsum definiert werden. Es gilt, sich von Konsum als zentralem Erfahrungsweg zu lösen und somit eine notwendige kulturelle Umwälzung in Gang zu setzen. Als Bürger, Entscheidungsträger und Konsumenten haben wir letztlich die Wahl, den Umwelt- und Tierschutz (Ökologie) in das alltägliche Leben einzubeziehen."
Greenpeace: Unser tägliches Fleisch gib uns heute …
"...Statistisch gesehen verfügt jede vierköpfige Familie heute über elf Hühner, ein Schaf oder eine Ziege, mehr als ein halbes Schwein und fast ein ganzes Rind – insgesamt 21 Milliarden Nutztiere, die gefüttert und getränkt werden müssen. Fast die Hälfte der weltweit produzierten Nahrung – Lebensmittel wie Weizen und Mais, Öle, Milch oder Fisch – werden an Huhn, Rind und Schwein verfüttert. «Veredeln» nennt die Fachwelt diese Verwandlung von viel in wenig.

Und der Trend zu höherem Verbrauch hält an. Laut der Welternährungsorganisation FAO soll sich der Fleischkonsum in Entwicklungs- und Schwellenländern bis 2030 fast verdoppeln, im Westen soll er um einen Fünftel steigen. Statt gut 260 bräuchten wir dann 373 Millionen Tonnen Fleisch pro Jahr – plus 40 Prozent. Dieser Anstieg ist nicht nur auf die wachsende Erdbevölkerung zurückzuführen: Menschen, die mehr Geld verdienen, können und wollen sich auch üppigere Gerichte leisten. In Indien wird heute um die Hälfte mehr Fleisch gegessen als noch vor drei, vier Jahren. Bei über einer Milliarde Menschen summiert sich das trotz des niedrigen Niveaus von 5,2 Kilo pro Person auf fast die Hälfte der Menge, die Afrika produziert..."

Angesichts unserer globalen Probleme sollten wir jedoch unseren Gedankenspielraum erweitern und persönliche Probleme immer auch eingebunden in einen größeren Zusammenhang sehen und danach handeln.

Quellen:
Greenpeace
Utopia
Story of stuff

Sonntag, 30. November 2008

Virtuelles Wasser


Als virtuelles Wasser wird jenes Wasser bezeichnet, das zur Erzeugung eines Produkts aufgewendet wird.

Unsere Ernährung ist ein wesentlicher Faktor in Bezug auf die Umweltbelastung. Es soll hier nicht die These aufgestellt werden, dass wir lediglich auf eine vegetarisch/vegane Ernährung umstellen müssen und schon sind alle unsere Umwelt­probleme behoben. Dennoch ist die Produktion veganer Lebensmittel mit vergleichbaren Methoden wesentlich umweltfreundlicher als die Produktion von tierischen Nahrungsmitteln.

Der Konsum tierischer Nahrungmittel verursacht einen virtuellen Wasser-Fußabdruck von ca. 4000 Litern pro Tag im Vergleich zu einer vegetarischen Ernährung mit 1500 Litern pro Tag.

Wie der CO2-Fußabdruck kann auch der Wasser-Fußabdruck helfen, bewusster mit der kostbaren Ressource Wasser umzugehen.

Wasserverbrauch zur Herstellung von
1 Tasse Tee benötigt 35 l Wasser
1/4 l Bier benötigt bis 75 l Wasser
1 Tasse Kaffee benötigt 140 l Wasser
1 kg Papier benötigt ca. 750 l Wasser
1 DIN-A4-Blatt benötigt bis 10 l Wasser
1 kg Weizen benötigt ca. 1.100 l Wasser
1 Baumwoll-T-Shirt benötigt ca. 2.000 l Wasser
1 kg Reis benötigt ca. 3.000–5.000 l Wasser
1 kg Hühnereier benötigt ca. 4.500 l Wasser
1 kg Rindfleisch benötigt ca. 15.000 l Wasser
1 PKW benötigt ca. 20.000 bis 300.000 l Wasser

Durchschnittlich verbraucht jeder Deutsche täglich ca. 4000 Liter virtuelles Wasser.

Wasserverbrauch Faktor Ernährung
Die Produktion von 1 kg Fleisch benötigt ca. 10 mal mehr virtuelles Wasser als die Produktion von 1 kg Brot, 1 kg Reis oder 1 kg Gemüse.

"In 25 Jahren werden zwischen 2,4 und 3,2 Milliarden Menschen an Wassermangel zu leiden haben. Das bedeutet gegenüber heute eine Vervierfachung, schätzt die Dritte-Welt-Organisation Population Action International in einer Studie.

Damit wüchse global die Zahl jener, die keinen Zugang zu ausreichenden Süßwasserreserven haben, prozentual deutlich stärker als die Gesamtbevölkerung."
http://www.focus.de/finanzen/news/perspektiven-kostbares-wasser_aid_184767.html

Quellen:
http://www.virtuelles-wasser.de/
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/834545/
http://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Wasser
http://webworld.unesco.org/water/iyfw/education/menu.pdf
http://www.wateryear2003.org/en/ev.php-URL_ID=5868&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201.html

Montag, 24. November 2008

Milchproduzent Kuh


Milch - Ein unverzichtbares Lebensmittel?

Viele Nahrungsmittel basieren auf Milchprodukten wie z.B. Joghurt, Käse, Sahne, Teigwaren, Schokolade, Fertiggerichte, Chips uvm. In den Medien wird Milch vorbehaltlos beworben. Haben wir es hierbei mit einer einseitigen Verbraucherinformation zu tun?

Könnten folgende Behauptungen zutreffen?

* Pasteurisierte Milch verursache Herzkrankheiten?
* Milchprodukte seien Hauptverursacher von Osteoporose?
* Man könne getrost auf Milch als Calciumquelle verzichten?
* Kühe würden immer wieder geschwängert um Milch zu geben?
* Kühe leiden bei einer Milchproduktion von 6000 Litern pro Jahr?
* Milchproduktion benötige Unmengen an Futtermitteln und Wasser?
* Tierische Exkremente belasten die Umwelt?

Vertrauen Sie nicht vorbehaltlos der Reklame und auch nicht Ihrem tradierten Denken. Üben Sie sich im “bewussten Denken”. Damit ist die Fähigkeit gemeint, Dinge zu hinterfragen, nicht dem Augenschein zu trauen und nicht beim ersten Urteil zu bleiben.

Pro und Kontra finden Sie hier:
Milchlos.de
Trend: Werbung für Milchprodukte in China
Milchproduzent Kuh

Freitag, 21. November 2008

Wieviel CO2 Lebensmittel verursachen

Unsere Ernährung ist ein wesentlicher Faktor in Bezug auf die Umwelt. Es soll hier nicht die These aufgestellt werden, dass wir lediglich auf eine vegetarisch/vegane Ernährung umstellen müssen und schon sind alle unsere Umwelt­probleme behoben. Auch tierfreie Nahrung kann mit Hilfe von schädlichen Stick­stoffdüngern und Pestiziden produziert werden. Dennoch ist die Produktion veganer Lebensmittel mit vergleichbaren Methoden wesentlich umweltfreundlicher als die Produktion von tierischen Nahrungsmitteln.

Ökologischer Fußabdruck einzelner Lebensmittel
1 kg Butter belastet die Umwelt mit ca. 22000 g CO2-Äquivalenten
1 kg (Tier)Käse belastet die Umwelt mit über 8000 g CO2-Äquivalenten
1 kg Rindfleisch belastet die Umwelt mit ca. 6400 g CO2-Äquivalenten
1 Liter Benzin verursacht ca. 2930 g CO2-Ausstoß
1 kg Tofu belastet die Umwelt mit ca. 1200 g CO2-Äquivalente
1 Liter Smoothies belastet die Umwelt mit ca. 1092 g CO2-Äquivalenten
1 Liter Milch belastet die Umwelt mit ca. 1000 g CO2-Äquivalenten
1 kg Kartoffeln belastet die Umwelt mit ca. 150 g CO2-Äquivalenten

Pflanzliche Produkte von einfachem Feldgemüse bis zu Teigwaren und Brot liegen unter 1000 g CO2-Äquivalente / kg Lebensmittel.

Die Erzeugung von Nahrungsmitteln verursacht je nach Ware unterschiedliche Mengen an Treibhausgasen. Eine umweltfreundliche Ernährung sieht wie folgt aus:
* Möglichst wenig Fleisch
* Vorwiegend biologisch erzeugte Nahrungsmittel
* Saisonale Produkte bevorzugen
* Regional produzierte Produkte bevorzugen

CO2-Ausstoß Faktor Ernährung (ca. Angaben in Tonnen CO2 pro Jahr)
(Annahmen: Mann, ca. 35 Jahre, 89 kg)
2,10 t fleischbetonte Kost
1,75 t Mischkost
1,29 t Vegetarier
1,22 t Veganer

Quellen:
Wieviel CO2 Lebensmittel verursachen (ZDF)
CO2-Emissionen (in g CO2e pro kg Lebensmittel)
wikia green
CO2-Rechner
Klimawandel bremsen durch Verzicht auf Rind und Milch
Fleisch oder nicht Fleisch, das ist hier die Frage
Erster CO2-Fußabdruck für Deutschland veröffentlicht
Wer lebt, stört

Dienstag, 18. November 2008

Soyaanbau bedroht Wälder und Menschen in Paraguay

In Paraguay sind die Sojamonokulturen heutzutage die hauptsächliche Ursache für Abholzung des Waldes.

Die Bauern widersetzen sich der Expansion des Soyaanbaus durch große Agarkonzerne. Sie verlangen eine gerechte Landverteilung und Agrarreform sowie ein Ende des massiven Einsatzes von Pestiziden. Der fast ausschließlich angepflanzte Gensoya benötigt sehr hohe Mengen hochgiftiger Pestizide, die die Umwelt und Bevölkerung vergiften.

Die Regierung geht gewaltsam gegen die landlosen Kleinbauern vor. Zwei Bauernführer wurden bereits ermordet und viele Bauern wurden inhaftiert.

Bitte nehmen Sie an der Protestaktion auf unserer Internetseite teil: http://www.regenwald.org