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Donnerstag, 29. März 2012

Mord bleibt Mord - es geht um die Leidensfähigkeit

(Bildquelle unbekannt, wer kann helfen?)
Diskussionen darüber, dass Fleisch von ermordeten Tieren stammt und ob es moralisch gerechtfertigt sei, es zu konsumieren, führen des Öfteren zu der Frage, ob die Tötung eines Tieres mit dem Mord an einem (geliebten) Menschen gleichzusetzen sei.

Zum Glück ist es sehr wahrscheinlich, dass man niemals in die missliche Lage kommen wird, sich zwischen dem einen oder dem anderen Leben zu entscheiden. Vor allem nicht, wenn es um das Töten von Tieren für unsere Nahrung geht.
Wir müssen uns nicht entscheiden und es steht uns frei, die Qual von Tieren durch Haltung und Tötung (die weder in Bio-Haltung, Schlachtbetrieben, Fischernetzen, noch durch Jagdflinte und Angelhaken reibungslos und leidfrei verlaufen) nicht mehr mit zu verursachen.

Welches Gedankenmodell bringt jedoch so viele Menschen unabhängig voneinander an dieser Stelle zu einer Gegenüberstellung, zum Vergleich der Wertigkeit von Mensch und Tier? Was veranlasst sie zu der Frage danach, wessen Leben uns in einer Situation, in der wir uns entscheiden müssten, wichtiger wäre.
Die Antwort darauf wäre in der Tat interessant und vermutlich würde die Mehrheit sich im Extremfall für den Menschen (besonders wenn er uns nahesteht) entscheiden.
In Erwartung dieser Antwort soll das Argument "Mord bleibt Mord" scheinbar entkräftet werden. Tatsächlich aber kann auch das nicht zu der generellen Ansicht führen, den Mord an der einen Spezies zu verurteilen und den an der anderen - ebenfalls leidensfähigen - Spezies billigend in Kauf zu nehmen. Obwohl jeder dazu beitragen kann, ihn zu vermeiden.
Nur weil es "schon immer so war"...

Wir sind nicht auf Fleisch und andere Tierprodukte angewiesen.
An diesem Punkt werden unter anderem gerne arktische Völker erwähnt, die aufgrund der Witterung "fette Nahrung" wie Fleisch brauchen, und in deren Breiten der Anbau von Pflanzen schwierig ist. Selbst wenn dem so sein sollte, ist das in unseren Breitengraden ebenso wenig Thema wie die Entscheidung "Tod eines Schweins oder der eigenen Mutter".

Einen so hohen Konsum von Tierprodukten wie heutzutage, vor allem in den Industrienationen, gab es in der Geschichte noch nicht. Zudem ist die Anzahl der Menschen in den letzten Jahrzehnten drastisch angestiegen. Damit steigt entsprechend auch die Nachfrage bzgl. Fleisch und anderen Tierprodukten - von der Werbung in den Medien kräftig angekurbelt.
Diese Nachfrage ist nur noch mittels Massenhaltung zu befriedigen, was immer auch Qualhaltung - und meistens auch Qualschlachtung - bedeutet.

Nicht nur dass es zahlreiche rein pflanzliche Gerichte gibt, die man sehr schmackhaft zubereiten kann - darunter auch solche, die unsere Vorfahren noch kannten und die in den letzten Jahrzehnten von Fleischgerichten verdrängt wurden. Vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten sind viele Alternativen zu Eiern, Milchprodukten und Fleisch in jeglicher Form auf den Markt gekommen und durchaus erschwinglich geworden.

Es stellt sich somit nicht die Frage, wer oder was wichtiger und hochwertiger sei, sondern dass gegenüber leidensfähigen Wesen Unrecht verübt wird. Das kann nicht bestritten werden - auch wenn man sein eigenes Kind mehr liebt.
Warum sollte man ein Verbrechen NICHT bekämpfen, nur weil es in der heutigen Zeit als "weniger schlimm" betrachtet wird? Dann bräuchte man den Diebstahl auch nicht mehr ahnden.

Warum rechtfertigt man ein Unrecht (an Tieren verübtes), nur weil es geringfügiger erscheint als ein anderes (an Menschen verübtes). Ausschlaggebender moralischer Faktor ist hierbei vor allem anderen die Leidensfähigkeit von Lebewesen.

Inwieweit man sich mit dem Mitgefühl leidensfähigen Mitlebewesen gegenüber, ungeachtet der Spezies, in Resonanz befindet, variiert. Ich kenne nur wenige Menschen, die ihr Mitgefühl gegenüber Angehörigen, Freunden und evtl. noch Haustieren auch auf Nutz- und Wildtiere sowie vor allem "Ungeziefer" wie Kakerlaken, Motten, Ameisen und Mücken ausweiten.

Die zweifelsfreie Schlussfolgerung "Mord bleibt Mord", gleichgültig um welches Lebewesen es sich dabei handelt, ist für viele Menschen noch zu abstrakt. Und noch abstrakter scheint die Tatsache zu sein, dass alles, was wir der Natur (als Oberbegriff für alles, was belebt und scheinbar unbelebt ist) antun, auf uns Menschen zurückfällt.

So ist neben dem Mord an leidensfähigen Mitlebewesen der Konsum tierischer Produkte aufgrund der verlängerten Nahrungskette mit verantwortlich für den Hungertod von Kindern in den Entwicklungsländern.


Nicht zu vernachlässigen ist unsere zunehmende Pflegebedürftigkeit im Alter und die damit verbundenen Kosten durch die derzeit propagierte Fehlernährung auf Basis tierischer Produkte. Kinder haften sprichwörtlich für ihre (degenerierten) Eltern.

Rückblickend werden die nachfolgenden Generationen fassungslos sein angesichts der durch massiven Fleischkonsum verursachten Schäden an der Natur. Vorausgesetzt, dass die Gehirninsuffizienz aufgrund der Fehlernährung noch nicht zu weit fortgeschritten ist und dass das Leben einen Weg findet, der Maßlosigkeit und Unbewusstheit des Menschen zu begegnen.

Ein Einstieg in das Thema Tierrechte findet man auf Tier-Time: http://www.tier-time.de/html/udra.html
Wer den Inhalt lieber hören statt lesen mag, klickt einfach auf den Notenschlüssel.

Eine Gegendarstellung: Artikel für den Konsum von Fleisch.
http://www.derwesten.de/nachrichten/warum-ich-nicht-auf-fleisch-verzichte-id3576660.html

Donnerstag, 23. Februar 2012

Wie Gülle zum Sondermüll wird

FOCUS Online titelt: Schweinefleisch massenhaft mit Darmbakterien belastet
Das Ergebnis einer Stichprobe macht alles andere als Appetit auf Schweinefleisch aus dem Supermarkt: Jede vierte Portion enthält Keime, die gegen viele Antibiotika resistent sind. Die Gefahr geht von mutierten Darmbakterien aus.
  • Es finden sich Keime wie Escherichia coli, ESBL und MRSA - und zwar unabhängig vom Fleischverarbeiter, so FOCUS Online.
  • Der "Stern" berichtet, dass die Zahl der Menschen, die sich mit dem Bakterium infiziert haben, in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen hat.
  • Elisabeth Meyer, Fachärztin für Hygiene an der Berliner Charité, berichtete FOCUS Online, dass es viele Hinweise darauf gebe, dass der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ein wesentlicher Faktor für diesen Anstieg ist. Die Mehrheit der Betroffenen infiziere sich nicht im Krankenhaus, sondern im alltäglichen Leben.
Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sieht die Lösung des Problems der Antibiotikaresistenz beim Menschen in der Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes beim "Nutztier". Deshalb solle im März ein verschärftes Arzneimittelgesetz beschlossen werden und ab Herbst gelten.

Was die Politik anscheinend nicht wahrhaben will, ist, dass es sich hierbei nicht nur um ein Problem des massenhaften Einsatzes von Antibiotika in Tierhaltungen mit hohen Besatzdichten handelt - was bereits für sich betrachtet zeigt, wie unangemessen und rücksichtslos wir mit unseren tierischen Mitgeschöpfen umgehen.

Das Problem: Massentierhaltung = enger Raum = kaum Bewegung = Stress = Krankheitsanfälligkeit = Antibiotika = Gülle wird zum Sondermüll

Traurige Fakten:
  • Das Baurecht entscheidet über den Bau von Massentierhaltungen.
  • Wirtschaftsinteressen haben Vorrang vor den Bedürfnissen der Tiere, Vorrang vor den Interessen der Menschen und Vorrang vor den Belangen der Umwelt.
  • Selbst wenn es in den nächsten Jahren zu einer Katastrophe mit tierischen und menschlichen Opfern aufgrund resistenter Erreger kommt, wird man sich wieder einmal auf die Symptombekämpfung konzentrieren.
  • Momentan werden bundesweit 900 Ställe geplant und gebaut.
  • Inzwischen gibt es bundesweit ca. 70 Bürgerinitiativen; die Anlieger fürchten den Gestank und Krankheiten wie Atemwegserkrankungen, Neurodermitis, Asthma, chronische Bronchitis durch Keime, Pilze, Kotpartikel, Federreste.
Verantwortlich für all das ist unser Konsumverhaltenverhalten!
Die Lösung liegt nicht bei der Politik, sondern bei uns Konsumenten!
Es ist höchste Zeit, umzudenken.

Die Existenz von Massentierhaltungen dürfte von niemandem toleriert werden - ob Vegetarier oder Fleischesser! Dennoch konsumiert die Mehrheit der Menschen Fleisch in dem Wissen um seine Herkunft. Samt den darin enthaltenen Histaminen, Purinen, Harnstoffen, Nitraten, Antibiotika und Architonsäuren.

Es folgt eine interessante Zusammenfassung zum Thema: Gesundheitsgefaehrdung durch Massentierhaltung
Günter Albert Ulmer (Günter Ulmer Verlag, Europapräsident des Alpenparlaments) im Gespräch mit Michael Vogt über das Verbrechen an Mensch und Tier durch die Massentierhaltung.

Wir haben durch die Massentierhaltung
  • eine immense Luftbelastung durch Ammoniak,
  • eine schwere Wasserbelastung durch Nitrat,
  • eine Bodenbelastung durch Nematoden und Nitrat,
  • verschiedene Keimbelastungen durch fäkale Keime,
  • schwere Antibiotikabelastungen mit der großen Gefahr der Antibiotikaresistenz,
  • weitere Gefahren wie Schweinepest, Kadaverentsorgung und Belastung der Infrastruktur.
In einer dreijährigen Studie hat die Universität Paderborn untersucht, ob Arzneimittelrückstände in der Gülle, die zur Düngung von Feldern verwendet wird,
von Nutzpflanzen aufgenommen werden und damit in die tierische und menschliche Nahrung gelangen kann.

Selbst nach acht Monaten wurden noch Antibiotikagehalte in den Wurzeln und Grünanteilen sowie im Korn des Winterweizens festgestellt.

Gülle enthält neben Ammoniak auch Methan, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoffgase, die ätzend auf Haut und Schleimhaut wirken. Die winzigen Teilchen der Feinstäube können die Barriere zwischen Lunge und Blutkreiskauf überwinden. Sie stehen im Verdacht, Entzündungen der Atemwege zu verursachen.

Es gilt zu bedenken, dass Gülle aus industriell betriebenen Schweinemastanlagen und anderen Massentierhaltungen hochgradig mit Hormonstoffen, Arzneimitteln, Antibiotika und Desinfektionsmitteln sowie mit Fäkal-Bakterien (z.B. Escherichia-coli), MRSA (Multi Resistente Staphylococcus Aureus) und antibiotikaresistente ESBL-Enzyme (Extended Spektrum Beta-Laktamasen) verseucht ist.

Sie müsste eigentlich als Sondermüll entsorgt werden. Bei stärkeren Niederschlägen kann diese Gülle Grundwasser zusätzlich mit Nitrat und Fäkal-Keimen belasten und die Umwelt verseuchen. Der in der Gülle enthaltene Ammoniumstickstoff wird durch Bodenorganismen in Nitrat umgewandelt. Bei geringer oder fehlender Aufnahme durch die Pflanzen gelangt Nitrat durch Auswaschung ins Grundwasser. Der Grenzwert von Nitrat ist 50 m/l. In Südoldenburg ist der Nitratgehalt durch die Massentierhaltung auf 253 m/l angestiegen. Das Wasser ist ungenießbar.

Wenn Schweine viel Kraftfutter bekommen, wird ihr Darmmilieu sauer und zum Nährboden für gefährliche Keime wie MRSA-Keime und ESBL-Enzyme. Die meisten Keime sind durch genetische Veränderungen antibiotikaresistent. Die ESBL-Enzyme können eine ganze Bakteriengruppe resistent gegenüber vielen Antibiotika machen. Sie weisen Enzyme auf, die den Beta-Laktam-Ring der Antibiotika zerstören, wodurch die Antibiotika wirkungslos werden. Infektionen kann dann nichts mehr entgegengesetzt werden.

Massentierhaltungen begünstigen ebenfalls die Krankheitsanfälligkeit der Tiere. Deshalb werden diese vorbeugend mit Antibiotika behandelt, welche sich auch als Beimischung im Viehfutter oder im Trinkwasser befinden können und teilweise illegal als Leistungsförderer eingesetzt werden.
  • In Deutschland werden im Veterinärbereich 784 Tonnen und im Humanbereich 380 Tonnen Antibiotika verkauft.
  • Tiere werden nicht selten mit Medikamenten vollgepumpt, um überhaupt bis zum Tag der Schlachtung am Leben zu bleiben.
Da Tiere die Medikamente nicht voll abbauen, befinden sich die Stoffe im Fleisch und können für den Menschen gesundheitsgefährdend wirken (z.B. Antibiotikaresistenz). So ist auch die Gülle aus Massenschweinezuchtanlagen Sondermüll und müsste als solcher entsorgt, nicht aber auf die Felder gebracht werden.

Verschärft wird das alles durch die Gentechnik. In Südamerika wachsen auf 41 Millionen Hektar Ackerland Sojapflanzen. Das ist mehr Fläche als Deutschland und Holland zusammen. Hier werden "grüne Wüsten" (große Monokulturflächen) geschaffen. Regenwald und Savannenfelder werden großflächig zerstört. Etwa 90 Prozent des angebauten Soja sind genetisch manipuliert. Der Großanbau von Mais und Soja fördert Schädlinge und somit den Einsatz von Pestiziden, wodurch auch Seen und Flüsse der Umgebung vergiftet werden können.
Die EU hat die Einfuhr von Gen-Mais und Gen-Soja ("nur" als Futtermittel?) in allen EU-Ländern genehmigt!

Außerdem hat Deutschland die Emissionshöchstwerte für Ammoniak bereits um sechs Prozent überschritten. Im Jahr 2000 wurden in Deutschland etwa 45 Millionen Schweine geschlachtet. 2011 waren es bereits 60 Millionen, obwohl die Zahl der Bevölkerung zurückging.
Es entspricht demnach nicht den Tatsachen, zu behaupten, neue Agrarfabriken seien notwendig.

Fazit: Die Massentiermast muss endgültig verboten werden, um Mensch, Tier, Luft, Boden und Wasser zu schützen.

Go VEGAN!

Dienstag, 7. Februar 2012

Kuh(le) Kleider?

Manchmal beginnen katastrophale Dinge ganz leise. Da entwickelt eine junge Mikrobiologin aus Hannover eine neue Stofffaser. Dieses Jahr will die Firma Qmilch aus Hannover den Stoff mit einem Volumen von zunächst 560 Tonnen produzieren. Die Markteinführung ist für April 2012 geplant. Die Motivation dahinter ist ehrenvoll, wollte die junge Frau doch ihrem Stiefvater, der nach einer Krebserkrankung empfindlich auf chemisch behandelte Stoffe reagierte, helfen.

Die QMilch-Faser ist absolut naturbelassen und der Produktionsproess kommt mit nur zwei Liter Wasser je Kilogramm QMilch-Faser aus. Andere Stoffe, z.B. Baumwolle, benötigen ein Vielfaches an Wasser, um Pestizide herauszuwaschen. Das gelingt jedoch nicht hundertprozentig und Rückstände können zu gesundheitlichen Beschwerden führen.

Die Unternehmerin führt als weiteren Pluspunkt ihres Produkts an, dass keine Trinkmilch verwendet würde, sondern Milch, die nicht den Anforderungen der Lebensmittelindustrie genüge. Aus diesem Grund werden allein in Deutschland 20 Prozent der produzierten Milch entsorgt.

Somit ist die QMilch-Faser vergleichbar mit Leder, einem Nebenprodukt der Fleischindustrie (zum großen Teil einem Nebenprodukt - teilweise werden Tiere jedoch allein für diesen Zweck getötet). Ein wirtschaftliches Argument für Leder ist die Nutzung von Abfällen aus der Fleischproduktion, wodurch Fleisch indirekt subventioniert wird. Mit den Nebenprodukten der Lebensmittelproduktion wird mehr Geld verdient als mit dem Lebensmittel selbst.

Aus tierrechtlicher Sicht baut die QMilch-Faser auf der leidverursachenden Milchproduktion auf, wodurch diese in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung gewinnt und gefestigt wird.

Die Belange der Milchkühe in diesen Produktionsprozessen sind nebensächlich. In den heute üblichen Großhaltungen werden sie spätestens im Alter von zwei Jahren für die Milchproduktion geschwängert und müssen fortan jedes Jahr kalben, um ohne Unterbrechungen Milch liefern zu können. Die Kälber werden ihren Müttern ein paar Tage nach der Geburt genommen und erhalten Ersatzmilch, da die Muttermilch für den menschlichen Bedarf gedacht ist.

Nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll.
Letztlich ist die QMilch-Faser ein Stoff auf Kosten der Kühe.
Denn mit dem Konsum von auf QMilch-Fasern basierenden Produkten nimmt der Konsument die Tötung von Lebewesen billigend in Kauf.

Dienstag, 6. September 2011

Mittwoch, 31. August 2011


Soni Suette singt ihre "Hommage an die Milchkuh" auf dem (windigen) Tier-Time e.V. Event für Tierrechte, Deine Stimme den Stimmlosen, vor dem Kölner Dom (14. Mai 2011).Tier-Time e.V. powered by Soni Suette zur Unterstützung der Mutterkuhherde.
Für Hörnchen, Hilde, Bluna und die anderen Mutterkühe werden noch Paten gesucht, die ihnen ein Leben jenseits der Nutztierhaltung ermöglichen. Die ganze Story lest ihr hier: http://www.tier-time.de/html/mutterkuhherde.html



So können Sie helfen
Werden Sie Pate der Mutterkuhherde. Von Ihren Spendengeldern können die Tiere von ihrem ursprünglichen Halter freigekauft werden und die laufenden Kosten (Unterbringungs-/ und Tierarztkosten) sind zukünftig für sie gesichert. Die Höhe der Spende (z.B. 5 EUR / Monat) wie auch die Dauer Ihrer Patenschaft bestimmen Sie selbst, es gibt keinen Patenschaftsvertrag.

Als Dankeschön erhalten Sie für Ihre Patenschaft eine individualisierte Patenurkunde mit Fotos der Mutterkuhherde und dem Namen des Paten. Im Sommer gibt es Patentreffen, "Kaffee und Kuh" bei den Tieren.

Hier lesen Sie einen Zeitungsartikel über die Mutterkuhherde:
http://tier-time.blogspot.com/2011/04/1405-deine-stimme-den-stimmlosen-koln.html

Dienstag, 30. August 2011

Das System Wiesenhof - ARD-exclusiv

  • ARD-exclusiv - Die Sendung gibt es in der ARD am Mittwoch, den 31.08.11 um 21:45 Uhr: Das System Wiesenhof
"Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet
Film von Monika Anthes und Edgar Verheyen
Wenn es um Geflügel geht, denken die meisten an Wiesenhof. Dank der Werbung ist die Marke in ganz Deutschland bekannt. Der Konzern hinter Wiesenhof, die PHW-Gruppe, ist Marktführer, produziert mehr als 270 Millionen Hühner pro Jahr. Woche für Woche werden etwa 4,5 Millionen Hähnchen geschlachtet. Das Versprechen: „Wiesenhof setzt seit jeher besondere Maßstäbe in punkto Qualität, Sicherheit und Transparenz."
Top Qualität also zu einem günstigen Preis? Oder sieht die Wahrheit dahinter anders aus? Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen, werfen dem Konzern Tierquälerei vor.
...Die ARD-Reporter Monika Anthes und Edgar Verheyen haben sich über Wochen mit dem Konzern befasst. Sie sprachen mit Landwirten, die für Wiesenhof gearbeitet haben, und Billigarbeitern, aber auch mit Veterinären, Vertretern von Bürgerinitiativen und dem Konzern selbst. Ihre Fragestellung: Funktioniert das System Wiesenhof nur, weil der Konzern Umwelt, Tiere und Menschen ausbeutet?"

Mittwoch, 13. Juli 2011

Tier-Time: NEIN zu Tierqualkosmetik!


Tier-Time: NEIN zu Tierqualkosmetik!: Die European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE) hat durch ihre jahrelange harte Lobbyarbeit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kosmetik-Richtlinie in Kraft trat, der zufolge sowohl Tierversuche als auch der Verkauf von an Tieren getesteter Kosmetik und deren Rohstoffen innerhalb der EU verboten werden.

...Die letzte Stufe, also das endgültige Aus für Tierversuchs-Kosmetik, war für März 2013 vorgesehen.

Die EU will diese letzte Stufe nun um 10 Jahre verschieben, angeblich, weil nicht genügend tierversuchsfreie Testmethoden zur Verfügung stehen.

Das Verbot 2013 muss beibehalten werden! Bitte helft mit, die Kampagne zu verbreiten.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Tier-Time: Tatort Tiermord


Wann: Samstag, 09.07.2011, ab 13 Uhr
Wo: Hannover, zwischen Schiller-Denkmal und Kröpcke

Durch die Tatortaktion soll auf den tausendfachen Mord durch verschiedene Tierausbeutungsindustrien hingewiesen werden. Den anonymen Opfern soll ein Gesicht gegeben werden. Tiermord soll nicht als Kavaliersdelikt dargestellt werden, sondern als das, was es ist. Ein Verbrechen.

Es ist nicht akzeptabel, dass allein ein Unterschied in der Art (genauso wenig wie ein Unterschied in der Rasse) die mutwillige Ausbeutung und Unterdrückung im Namen von Wissenschaft und Sport sowie die Nutzung für Nahrung, kommerziellen Profit oder für sonstige menschliche Zwecke rechtfertigt.

Solange nicht auch die Gewalt gegen nichtmenschliche Lebewesen geahndet wird, wird es Menschen geben, die dies nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können und mit Aktionen wie dieser auf vermeidbares Unrecht aufmerksam machen.

"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht" (Bertolt Brecht)

Informieren Sie sich über die Themen Tierrechte und Veganismus und besuchen Sie eines der inzwischen zahlreichen Tierrechtsevents. Termine finden Sie auf www.tier-time.de.

Dienstag, 21. Juni 2011

Tier-Time: Lindaus zweifelhafter Spanferkel Weltrekord


Tier-Time: Lindaus zweifelhafter Spanferkel Weltrekord: "„ Wir haben es geschafft, wir haben für Lindau den Weltrekord geholt!“ jubelt Hubert Wilhelm und reißt die Arme hoch. Tief bewegt nehmen er ..."

Sonntag, 5. Juni 2011

Demonstrationsreise für die Schließung von Delfinarien in der Türkei

Vom 02.04.-09.04.2011 veranstaltete das Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) zusammen mit Prowal eine Demonstrationsreise in die Türkei, um dort vor den Delfinarien (in der Türkei gibt es noch neun Delfinarien) gegen die grausame Behandlung der Delfine zu protestieren und um darauf hinzuwirken, dass alle Delfinarien geschlossen werden. Sabine Pankau, die 2. Vorsitzende vom Verein Tier-Time e.V., war dabei. Hier ist ihr Reisebericht.

An der Reise nahmen insgesamt zehn Tierschützer aus ganz Deutschland teil, die in der Türkei von ortsansässigen Bürgern unterstützt wurden. Die gemischte Gruppe war echt toll und wir hatten neben dem ernsten Thema auch viele andere Dinge zu besprechen. Z.B. haben wir auch viel über vegetarische/vegane Ernährung und andere Tierprojekte gesprochen. Auch von den Hotelangestellten waren viele am Delfinthema sehr interessiert. Einige von ihnen wollten sofort helfen, Flyer zu verteilen.

Die Demonstrationsreise führte quer durch die Südtürkei bis in die Ägäis und wurde mit großem Interesse verfolgt.

In Alanya, Kemer, Belek, Antalya, Kas, Bodrum, Marmaris und Kusadasi wurde vor den Delfinarien demonstriert und jeweils Treffen mit den örtlichen Bürgermeistern oder Gouverneuren organisiert. Jürgen Orthmüller vom WDSF und Andreas Morlock von Prowal hatten die Reise perfekt organisiert. In allen Orten fanden sich Journalisten und Fernsehteams ein, jeden Tag wurde in den Medien berichtet. Das Delfinarium in Kas ist bereits geschlossen worden und es ist zu hoffen, dass die anderen folgen werden.

In Deutschland existieren heute nur noch zwei von ursprünglich sieben Delfinarien (ein drittes steht gerade vor dem Aus). In Großbritannien konnten bereits sämtliche Delfinarien geschlossen werden.

Neben Bürgermeistern, Gouverneuren und Delfinarien besuchten wir auch zwei Hundestationen, welche Hunde kastrieren, versorgen und vermitteln. Auch in einigen Hotels (so z.B. im Sailors Beach in Kemer) kümmern sich Hotelangestellte "nebenbei" ehrenamtlich um Kastration, Fütterung und Tierarztbesuche.

Alles in allem war es eine sehr erfolgversprechende und informative Reise. Im Nachgang wird nun eine Reaktion der Delfinarienbesitzer und Bürgermeister bis zum 30.04. abgewartet und anschließend ggf. darüber entschieden, ob es wirklich zum Aufruf eines Boykottes der Städte kommen muss, in denen noch Delfinarien betrieben werden.

Sonntag, 27. Februar 2011

Nebensache Tierschutz

"Der Irrtum wiederholt sich immerfort in der Tat. Deswegen muß man das Wahre unermüdlich in Worten wiederholen." - Johann Wolfgang von Goethe
"Erzähl's mir nicht, du wirst mir das Essen noch verderben", ist eine der üblichen Antworten bei dem Versuch, jemandem nahezubringen, wie das Essen hergestellt wurde, welches nun auf seinem Teller liegt. Selbst Menschen, die wissen, dass der größte Teil der traditionellen Familienbetriebe mit Höfen und Weiden von Wirtschaftsunternehmen mit Massentierhaltungsanlagen übernommen wurde, halten sich an dem vagen Glauben fest, dass die Bedingungen nicht so schlimm sein können. Sonst hätten Regierung oder Tierschutz-Organisationen etwas dagegen unternommen - weit gefehlt!








Quelle: HAZ, 25.02.2011

Maststallboom dank des Bauprivilegs, zweifelhafte Gesetzesauslegung hebelt die Steuerungsmöglichkeiten der Kommunen aus: "Politik hinkt Realitäten hinterher"
Siehe auch: Wietze = Boom der Massentierhaltung in Niedersachsen
  • Kommunalpolitik wird durch die Gesetzgebung des Landes reglementiert
  • Landespolitik wird durch die Gesetzgebung des Bundes reglementiert
  • Bundespolitik wird duch die Gesetzgebung der EU reglementiert
  • Die EU Politik wird durch die Konzerne diktiert













Quelle: HAZ, 25.02.2011

Schlussworte aus Severn Cullis-Suzuki's (12 Jahre alt) Rede auf dem "UN Earth Summit" - 1992
"Und warum tun Sie all die Dinge in dieser Welt, von denen Sie uns sagen, sie nicht zu tun?

Vergessen Sie nicht für wen diese Konferenzen abgehalten werden - wir sind Ihre eigenen Kinder. Sie entscheiden, in welcher Art von Welt wir aufwachsen. Eltern sollten ihre Kinder trösten können mit den Worten "alles wird wieder gut", "wir tun das Beste, was wir können" und "es ist nicht das Ende der Welt".

Aber ich glaube, das könnt ihr nicht mehr zu uns sagen. Stehen wir überhaupt noch auf ihrer Prioritätenliste? Mein Vater sagt immer: "Du bist was du tust, nicht was du sagst."

Nun, das was Ihr tut, lässt mich nachts weinen. Ihr Erwachsenen sagt, dass ihr uns liebt. Ich fordere Sie auf, lassen Sie Ihren Worten Taten folgen."

Samstag, 19. Februar 2011

Update: Megaschlachthof Wietze bei Celle

Der Staat subventioniert aggressiv die zerstörerische Massentierhaltung.

"In meinen Träumen höre ich zukünftige Generationen, die uns anschreien: "Was tut Ihr da? Seid Ihr blind?!" - Wir sind an einem kritischen Punkt angelangt; wir haben uns zu den Herrschern unserer biologischen Gemeinschaft entwickelt und haben uns gründlich geirrt. Wir verursachen die Zerstörung unserser Lebensgrundlage - und letztlich begehen wir Selbstmord."
Zitat aus dem Dokumentarfilm "The 11th Hour"
Quelle: http://flechtenwelten.blogspot.com/2011/02/11th-hour.html


Quelle: 10.02.2011 HAZ

NDR: Hallo Niedersachsen - Umstrittener Mega-Schlachthof in Wietze (Februar 2011)


Frontal 21: Masse statt Klasse (Februar 2011)


Tagesthemen: Schlachthof Wietze (Januar 2011)


NDR: Schlachthof Wietze - Dicke Luft am Hühner-Highway (April 2010)



Quelle: 19.02.2011 HAZ

Mittwoch, 2. Februar 2011

Veganer sind auch nur Menschen

Ein bemerkenswerter Beitrag von Marsili Cronberg auf stadtmenschen.de.
"In diesen Tagen kommt man um das Thema Fleischverzicht nicht mehr herum. So viel Mühe man sich auch gibt: Irgendwann am Tag erwischt es einen. Regelmäßig. Nichtmal im Feuilleton wird man in Ruhe gelassen. Man will nachlesen, ob es mal wieder was Neues von Frank Schätzing gibt und landet bei: „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer. Oder bei Karen Duve. „Anständig essen“ heißt ihre Version des erhobenen Zeigefingers. Vor der Glotze will man gemütlich abschalten und wird stattdessen von irgendeiner Talkshow über Tierrechte um die verdiente Feierabendruhe gebracht. Oder wenn man an der Fleischtheke im Supermarkt steht: selbst wenn man nicht blöd angeguckt wird, fühlt man sich inzwischen seltsam.

Deshalb möchte ich heute einmal versuchen, einen Mythos zu entzaubern. Denn was schon immer so war, kann einfach nicht schlecht sein..."

Den ganzen Beitrag lest ihr auf: http://ksta.stadtmenschen.de/mdsocs/mod_blogs_eintrag/blog/kstablog/thema/vermischtes/eintrag/Veganer_Vegetarier_Fleisch_Essen/ocs_ausgabe/ksta_blogs/index.html

Dienstag, 14. Dezember 2010

Neues Tierversuchslabor an der TiHo in Hannover


Geforscht werde an Schweinen, Rindern, Schafen und Geflügel, sagt Greif: „Eigentlich an allen Nutztieren.“ Man müsse „die Krankheiten verstehen und überblicken können, um ihnen etwas entgegenzusetzen“. Zudem müsse die Wissenschaft schnell reagieren können, wenn neue Krankheitserreger auftauchten. Bedenken müssten Anwohner wegen der Versuche nicht haben, betont der Hochschulleiter: „S-2-Labors haben wir wirklich etliche in Hannover.Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannover-erhaelt-ein-weiteres-Tierversuchslabor

Vegaversum ist der Ansicht, dass Forschungslabore für Tierimpfstoffe und Infektionsmedizin Symptome einer degenerierten Gesellschaft sind. Die Stärkung der Massentierhaltung, Subventionen und rein wirtschaftliche Interessen scheinen das Mitgefühl der Menschen mit ihren Mitgeschöpfen verdrängt zu haben.

Siehe hierzu auch unsere Posts:

Samstag, 6. November 2010

Stiergemetzel als Kulturgut?

Das Parlament in Barcelona hat beschlossen, das blutige Spektakel vom 1. Januar 2012 an in Spaniens wirtschaftsstärkster Region abzuschaffen.
Quelle: http://www.n24.de/news/newsitem_6234744.html

Zuschauermangel: Spaniens Stierkampf steckt in der Wirtschaftskrise
Quelle: http://www.nwz-inside.de/News/Deine-Welt/Politik-und-Wirtschaft/Spaniens-Stierkampf-steckt-in-der-Wirtschaftskrise,10142
Stiergemetzel als Kulturgut: Demütigung und Folter eines Lebewesens als Kultur und Blutvergießen als Kunst, dies sind die Argumente der sozialistischen spanischen Regierung, um dem Stierkampf den offiziellen Kulturstempel aufzudrücken.

Bislang war das Innenministerium zuständig für die Stierspektakel aller Art, in Kürze soll die Zuständigkeit bei dem Kulturministerium liegen, unter Führung der Vollblut-Taurina Angeles González-Sinde (spanische Kulturministerin).

Nach dem Stierkampfverbot in Katalonien und dem von dem Madrider Senat niedergeschmetterten Antrag der Volkspartei, das blutige Gemetzel zum Kulturgut (“Bien de Interés Cultural”) erklären zu lassen, geht die geschwächte Stierkampflobby in die Offensive.
Erst Ende September empfing Angeles González-Sinde die Spitzentoreros José Tomás, Julián Lopez, Enrique Ponce, José Antonio Morante de la Puebla und José María Manzanares um mit ihnen über den Erhalt der beschönigend Tauromachie (Stierkämpferkunst) genannten Blutfiestas zu debattieren.

Gestern nun traf sich der spanische Innenminister, Alfredo Pérez Rubalcaba, mit den Stierkämpfern, dem Rechtsanwalt Javier Araúz de Robles, sowie Carlos Núñez, Präsidenten des “Mesa del Toro” und der Union der Kampfstierzüchter. Alfredo Pérez Rubalcaba bestätigte in der Pressekonferenz, dass sein Ministerium sowie die Regierung vollkommen einverstanden damit sind, dass die Kompetenzen bezüglich der Stiere dem Kulturministerium übertragen werden und Stierkämpfer Jose Maria Manzanares sieht sich uns seine Kumpanen gar als Künstler, “Wir fühlen uns als Künstler und können deshalb vom Kulturministerium auch mehr Unterstützung erwarten”.

Sollten diese Pläne, dem Stierkampf und allen anderen blutigen Festivitäten im Namen der Tradition, einen offiziellen Kulturstempel aufzudrücken wirklich umgesetzt werden, würde die sozialistische Regierung einen gefährlichen Schritt zugunsten der Stierkampflobby gehen.

In Zukunft wäre es schwieriger in den autonomen Regionen Spaniens zu verhindern, dass die Tauromachie zum Kulturgut erklärt wird, ein weiterer direkter Vorteil wäre die Reduzierung der Steuer von 17% auf 8%, welche die Verluste die die Tauromachie erleidet, ein wenig lindern würde.

Diese Offensive der Stierkamfplobby ist ein Beweis ihrer Schwäche, da ihr blutbeflecktes Geschäft ohne wirtschaftliche Hilfen nicht überleben würde, von der Europäischen Union erhält sie Subventionen in mehrstelliger Millionenhöhe.

Martina Szyszka
Quelle: http://www.sos-galgos.net/2010-10-14/stiergemetzel-als-kulturgut.html

Skandalös! 600 Millionen Euro an Subventionen für den Stierkampf in Spanien. Die Deutschen Steuerzahler sind also mit 150 Millionen dabei.
Quelle: http://www.andaluz.tv/nachrichten_costa_del_sol/det_nachrichten_costa_del_sol.php?idNot=3853

Die Matadore, allen voran der andalusische Enrique Ponce, fordern den Stierkampf als Kultur zu schützen
Quelle: http://www.andaluz.tv/nachrichten_costa_del_sol/det_nachrichten_costa_del_sol.php?idNot=4230

Dienstag, 2. November 2010

Tierversuche: "Der Mensch ist nun mal keine Maus"

"Der Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. will Tierversuche abschaffen - nicht nur aus ethischen Gründen. GEO.de sprach mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin und Tierärztin Corina Gericke"

"...Ich bin überzeugt, dass sich die medizinische Forschung sogar besser entwickelt hätte, wenn schon vor 50 oder 100 Jahren Tierversuche verboten worden wären. Dann wären nämlich die Forschungsgelder, die heute überwiegend in Tierversuche investiert werden, in die tierversuchsfreie Forschung geflossen - mit entsprechenden Ergebnissen..."

"...Die heutige Medizin ist ausgesprochen erfolglos. Obwohl mit einem gigantischen Aufwand geforscht wird. Die Entwicklung eines neuen Medikaments kostet rund eine Milliarde Euro. Und fast nie ist ein wirklicher Durchbruch oder eine Neuerung dabei..."

"...Pharmaunternehmen und chemische Industrie haben zwar Interesse an tierversuchsfreier Forschung, weil sie kostengünstiger sind, und sie tragen auch viel zu ihrer Entwicklung bei. Aber diese Unternehmen haben andererseits auch ein starkes Interesse, den Tierversuch beizubehalten, weil er für sie eine Alibifunktion hat. Wenn mit ihren Substanzen nach der Markteinführung etwas schiefgeht, können sie sich darauf berufen, alle vorgeschriebenen Tests mit Tieren gemacht zu haben. So sichern Sie sich rechtlich ab. Außerdem fehlt es einfach an staatlicher Förderung der tierversuchsfreien Forschung..."

Das gesamte Interview lesen Sie unter: http://www.geo.de/GEO/mensch/medizin/65935.html
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de
http://www.facebook.com/aerztegegentierversuche

Donnerstag, 7. Oktober 2010

16.-19. November: Messe EuroTier in Hannover

"Schwein müsste man sein. Besser noch Glücksschwein auf einem Schweine-Hightech-Hof."
Ach ja, wär' das schön! Wer braucht denn da noch Natur und Auslauf???
Wellness pur!!!!

Begeisterter Bericht (scheinbar tatsächlich von der HAZ) über das Schwein de luxe ohne Qualitätsverluste. Die "Supersau" (Name des hypermodernen Scheinehaltungssystems) schafft endlich das digitale und natürlich wahnsinnig glückliche Schwein:
Presseartikel zur Messe EuroTier, Nov. 2006 (ein Fundstück)

Die TENDERFOOT Abferkelbucht (schon der Name ist eine Streicheleinheit)
Auf der Tenderfoot Webseite als "tiergerecht", auf einem Werbebanner der "EuroTier-Seite" als "tierfreundlich" bezeichnet. Da möchte man sich doch am liebsten gleich dazu legen:
Abferkelbucht

Es gibt sicherlich noch viel mehr "erfreuliche" Neuigkeiten zur sogenannten "Tierproduktion" auf der Eurotier zu erleben. Schließlich ist es Weltweit das Top-Event für Tierhaltungs-Profis.

Im Zuge der Entwicklung und Optimierung der Massentierhaltung in immer größerem Stil entsteht im Herzen Hannovers gerade das umstrittene Forschungszentrum für Tierimpfstoffe des Pharma-Konzerns Boehringer, bei Wietze befindet sich Europas größter Geflügelschachthof im Bau und neue Mastställe schießen wie Pilze aus dem Boden - bald auch in Ihrer Nachbarschaft.

Freitag, 3. September 2010

VISIONEN 2021 - Für ein innovatives Niedersachsen

Herausgeber:
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung
Ministerin: Astrid Grotelüschen
Calenberger Straße 2
30169 Hannover
Telefon: 0511 120 - 0
Telefax: 0511 120 - 2385
E-Mail: poststelle@ml.niedersachsen.de
Internet: www.ml.niedersachsen.de
Stand: Hannover, Dezember 2008


"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" befand einmal ein bekannter deutscher Politiker. Wir sind dem nicht ganz gefolgt, aber wir haben uns schon zu "Sprechstunden" getroffen, um einmal gemeinsam etwas Spökenkiekerei (Norddeutsch, ironisch für "Hellseherei") zu betreiben.

Wie geht es weiter bei uns im Ministerium? Was wollen wir mit unserer Arbeit erreichen, wo soll und wo wird es hingehen? Im Jahr 2021 begeht unser Bundesland Niedersachsen seinen 75. Geburtstag. Wie sieht es dann aus in der Welt, in Europa, in Deutschland - was bringt die Zukunft?

Situationsbeschreibung/Trend
Die Fleischwarenindustrie erzielte im Jahr 2005 mit 6,5 Mrd. Euro fast 30% der Gesamtumsätze der Ernährungswirtschaft, gefolgt von der Milchverarbeitung mit 2,5 Mrd. Euro (11%). Wichtigste Exportprodukte sind Fleisch und Fleischwaren, Milch und Milcherzeugnisse sowie Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse.

Die veränderten Konsumgewohnheiten in Entwicklungs und Schwellenländern begünstigen Exporte der niedersächsischen Ernährungsindustrie. Zur ausreichenden Versorgung der Weltbevölkerung werden nach Aussagen der FAO bis 2030 etwa 55% mehr Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Überlagert wird dies durch den Klimawandel mit voraussichtlich negativen Folgen für die weltweit landwirtschaftlich nutzbare Fläche. Aller Voraussicht nach wird sich der Klimawandel weiter beschleunigen und die Erwärmung im 21. Jahrhundert mindestens doppelt so schnell verlaufen wie im vergangenen Jahrhundert.

Für Niedersachsen ist die Tierhaltung aufgrund der hohen Nutztierzahl ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Erhaltung der Tiergesundheit in allen Haltungsbereichen und die Schaffung von Voraussetzungen für eine effektive Seuchenbekämpfung sind vorrangige Ziele im Sinne des Verbraucherschutzes. Durch die Kombination von neuer Diagnostik und Impfung soll eine Möglichkeit geschaffen werden, zumindest im begrenzten Umfang auf die totale Bestandsräumung in Seuchengebieten zu verzichten und gesunde Tiere vermarkten zu können.

Tierschutz ist seit langem in der niedersächsischen Verfassung verankert und seit dem Jahr 2002 Staatszielbestimmung der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft stellt zu Recht zunehmend Anforderungen an einen ethisch verantwortbaren Umgang mit Tieren. Die Haltungsbedingungen landwirtschaftlicher Nutztiere sind neben dem Transport und der Schlachtung von Tieren hier zentrales Interesse.

Die Konzentration bei den Schlachtbetrieben und der Lebensmittelverarbeitung aus Gründen der Ökonomie und steigender Hygieneanforderungen sowie ein globaler Warenaustausch werden zu einer Intensivierung der Tiertransporte von Schlachttieren mit der Konsequenz längerer Transportzeiten führen.

Ausgangssituation in Niedersachsen
Ein Fünftel der in Deutschland ermolkenen Milch stammt aus Niedersachsen. Jedes 5. Rind, jedes 3. Schwein und die Hälfte der Hähnchen und Puten stehen in heimischen Ställen. Damit ist Niedersachsen bundesweit der bedeutendste Standort in der Tierhaltung und eine international bedeutende Agrarexportregion für tierische Produkte.

Bevölkerungsentwicklung, Kaufkraftentwicklung und Änderungen der Verzehrsgewohnheiten führen weltweit zu einem veränderten Milch- und Fleischkonsum. Die Nachfrage wächst, wenn auch unterschiedlich stark. Industriestaaten haben bereits einen hohen Milch- und Fleischverbrauch, der kaum Steigerungen erwarten lässt, während von den so genannten Schwellenländern, auch Russland, den jüngsten EU-Beitrittsländern und großen Teilen Asiens erhebliche Steigerungen zu erwarten sind.

VISIONEN 2021
Weltweit ist Geflügelfleisch stark nachgefragt.

Für die Produktionsausweitung werden vor allem Sojabohnen und Mais benötigt. Rindfleisch und Milch werden wichtiger, weil auch hier mit Futter gearbeitet wird, welches nicht in direkter Konkurrenz zur menschlichen Ernährung steht. Umwelt- und Tierschutz werden in der modernen Tierhaltung Niedersachsens groß geschrieben. Die Wettbewerbsfähigkeit spielt eine zentrale Rolle für den Absatz im In- und Ausland. Die Position Niedersachsens als bedeutender Milchproduktions- und Veredelungsstandort in Europa ist weiterhin stärker geworden. Auch der niedersächsische Verarbeitungssektor für tierische Produkte ist weiter gewachsen.

Die Grüne Gentechnik ist Teil der Optimierungsstrategie im Pflanzenbau um den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Futtermitteln und nachwachsenden Rohstoffen zu decken. Ihre Anwendung trägt den Bedenken der Öffentlichkeit hinsichtlich Sicherheit, Kennzeichnung und Transparenz Rechnung.
Quelle: http://www.ml.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=1322&article_id=5030&_psmand=7


Vegaversum fasst die (HORROR)VISIONEN 2021 in Bezug auf Tierproduktion kurz zusammen:

Bevölkerungswachstum, steigender Konsum von tierischen Produkten = steigender Bedarf an Futtermitteln. Klimawandel und Anbau von Energiepflanzen führen zu einer Verknappung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche für den Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln für die Menschen.

Dem begegnet das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, indem es auf die Optimierung der Fleischproduktion setzt:
  • Gentechnik als Teil der Optimierungsstrategie im Pflanzenbau
  • Tierimpfungen zur Optimierung von Ställen mit hohen Besatzdichten
  • Effektive Seuchenbekämpfung um gesunde Tiere vermarkten zu können
  • Zentralisierung von Schlachtbetrieben (Gigaschlachtanlagen)
  • Intensivierung von Tiertransporten
Der Fleischkonsum zählt zu den elementarsten Umweltbelastungen. Die stete Forderung an den Boden, immer größere Mengen an Futter für unsere Nutztiere zu liefern, ist eine gigantische Verschwendung von Ressourcen. Grundsätzlich ist der Aufwand zur Produktion tierischer Nahrungsmittel (verlängerte Nahrungskette) um ein Vielfaches höher als die Produktion pflanzlicher Lebensmittel. Dies gilt für den Flächenbedarf, den Energieeinsatz und den Wasserverbrauch.

Vegaversum kann den VISIONEN 2021 des Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung hinsichtlich Tierethik, Verbraucherschutz und Naturschuzt nicht folgen, überwiegen doch die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums auf Tiere, Menschen und Umwelt.

Zitat Eugen Drevermann: "Gedanken, die keine Gefühlsbegleitung mehr haben, sind der Wahnsinn."
Zitat Helmut Schmidt: "Wer VISIONEN hat, sollte zum Arzt gehen."

Montag, 2. August 2010

Tiermast: Mensch und Tier dürfen sich nicht entfremden

Diskussionsabend mit dem Chef des Instituts für theologische Zoologie.

Wann: Donnerstag, den 5. August ab 19:30 Uhr
Wo: Evangelisches Gemeindehaus, Dorfstraße 36, 31241 Ilsede
Der Eintritt ist kostenlos.

Früher waren Tiere die Gefährten der Menschen, richtige Begleiter. Heutzutage werden Tiere leider immer mehr zu einer Sache, sagt der Groß-Ilseder Pastor Walter Faerber - auch im Hinblich auf die im Peiner Land geplanten Hähnchenmast-Anlagen. Er möchte in der Diskussionsrunde der Frage nachgehen, wie das heutige Verhältnis des Menschen zu Tieren aussieht.

Dazu ist Dr. Rainer Hagencord geladen, der Vorsitzenden des Instituts für Theologische Zoologie in Münster. Er wurde vor allem durch seine Arbeit mit Konfirmanden und ihren Erzählungen über ihre Haustiere auf den Unterschied aufmerksam, der von Menschen zwischen Haustieren als Gefährten und ihren Nutztieren gemacht wird, welche immer mehr isoliert von Mensch und Umwelt in Zucht- und Masteinrichtungen leben müssen.

Nach Ansicht des Pastors schade diese Entfremdung Mensch und Tier. Es sei Zeit, die Trennung aufzuheben und wieder aufeinander zuzugehen. Auch Dr. Hagencord, der sich besonders für eine "theologische Würdigung des Tieres" einsetzt, sieht für die christliche Gemeinde die Notwendigkeit, mehr Sensibilität für die "Bewahrung der Schöpfung" aufzubringen. Es geht ihm hierbei vor allem auch um die Massentierhaltung.

Hagencord zitiert den Kulturkritiker Rupert Sheldrake, nach dem es nur noch zwei Kategorien von menschlich genutzten Tieren in der Europäischen Gesellschaft gibt: "die einen verwöhnen wir mit Haustierfutter, die anderen werden dazu verarbeitet".

http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2162/artid/12686795

Brandanschlag auf Hähnchenmastanlage

http://www3.ndr.de/sendungen/menschen_und_schlagzeilen/schlagzeilen/huehnermast100.html
Original-Ton Landwirt Malte Eickhoff (22) Besitzer des Geflügelmastbetriebes:
"Man konnte gar nichts machen, man stand da wie angewurzelt und - ich meine, das ist jetzt immer noch so - mir fehlen jetzt noch immer die Worte - man kann das immer noch nicht begreifen, was Menschen überhaupt da anrichten können und auch machen so - dass auch Menschen so weit gehen."
Zitat Eugen Drevermann:
"Der Tod der Tiere ist nur das Symptom von Menschen, die aufgehört haben, Menschen zu sein."

Vielen Menschen ergeht es ähnlich wie Herrn Eickhoff und das jeden Tag. Sie können nichts machen, sind sprachlos, können es nicht begreifen, dass die Mehrheit scheinbar die Augen vor dem verschließt, was vor sich geht - den unzähligen Verbrechen gegenüber den Tieren.
Original-Ton Ortsbürgermeisterin Annegret Schuur:
"Ganz viele aus der Bevölkerung sagen, wir gehen sehr gerne zu Eickhoff in den Hofladen weil wir auch wissen, die gehen vernünftig mit der Natur um, die gehen vernünftig mit den Tieren um und da haben wir Vertrauen zu - und das gerade solch eine Familie so ein Schicksal erleiden muss finde ich ausgesprochen - ja, mir fehlen fast die Worte."
Zitat Arthur Schopenhauer:
"In dieser Welt leben die Tiere in der Hölle und ihre Teufel sind die Menschen."

Die Verantwortlichen, aber auch die breite Masse der Bürger, verharren weiterhin unbeweglich in ihrer aus Unwissenheit und Ignoranz entspringenden Grausamkeit. Wir töten und essen Tiere, obwohl der Mensch kein Fleisch zum zum Leben benötigt. Wir ignorieren die globalen Folgen unseres zerstörerischen Genusses. Wem gegenüber sollen wir Menschen uns loyal verhalten? Gegenüber einem Staat, der einen Verdrängungswettbewerb der Fleischindustrie mit Steuergeldern subventioniert oder nicht menschlichen Lebewesen die misshandelt und gequält werden? Unsere Kinder und Enkelkinder werden auf uns und unsere Taten zurückblicken.

Hoffentlich ist die Menschheit zukünftig in der Lage, ihre selbst gemachten Probleme zu lösen - heute ist sie es definitiv nicht.

Zitat Pythagoras:
"Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück."