Sonntag, 25. Oktober 2009

Neues auf www.vegaversum.de

Hallo liebe Leser,

auf unserer Homepage www.vegaversum.de sind folgende Bereiche hinzugekommen:
In Arbeit sind derzeit noch:
  • Auszüge der Ernährungslehre von Henning Müller-Burzler
  • Ein Bereich für Eltern, Kinder und Jugendliche

Die aktuelle Sitemap: Alles auf einen Blick

Samstag, 24. Oktober 2009

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter

"Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?" fragt der eine Zwilling.

"Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird." antwortet der andere Zwilling.

"Ich glaube, das ist Blödsinn!" sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?"

"So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"

"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."

"Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."

"Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."

"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen."

"Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"

"Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"

"Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."

"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...."

Geschichte von Henri J. M. Nouwen
Sagt mal, glaubt ihr eigentlich an ein Leben nach dem Tod?

easy.vegan - der Film über Veganismus

Du denkst, vegan zu leben bedeutet Verzicht, ist unrealistisch und heutzutage sowieso nicht umsetzbar? Ganz im Gegenteil. In Zeiten von Umweltzerstörung, unermesslicher Tierausbeutung und Überfettung ist es dringend an der Zeit, einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen.

easy.vegan räumt mit Vorurteilen auf und zeigt, wie wichtig es heute ist, seine Lebensgewohnheiten zu überdenken. Der Film behandelt die gesundheitlichen, ökologischen und ethischen Gründe, die eine vegane Lebensweise heute so wichtig machen.

Dauer: ca. 45 Minuten.
easy.vegan - es ist so einfach.
Quelle: http://aktion-umwelt.de/easy-vegan

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Herstellung der europäischen Pandemieimpfstoffe

Die folgenden Informationen sind Auszüge aus dem Interview von Michael Vogt mit Angelika Kögel-Schauz und Beat Tschanz.
Die Schweinegrippe - Pandemie aus der Hexenküche

Herstellung der europäischen Pandemieimpfstoffe

... In bebrütete Hühnereier wird das Pandemievirus (Saatvirus der WHO) injiziert, wo es sich vermehrt. Nach einigen Tagen wird das Ei tiefgefroren, wodurch das Vogelembryo stirbt. Dann wird das Ei geöffnet, zentrifugiert, gefiltert und durchgesiebt, um den Virus von den Vogelbestandteilen zu trennen. Übrig bleibt die Basis für den Impfstoff.
Der Nachteil dabei ist, dass man bei diesem Herstellungsverfahren sehr viele Hühnereier benötigt.

Ein anderes Herstellungsverfahren gewinnt den Impfstoff aus Affennierenzellen und neuerdings auch aus Hundenierenzellen. Der Vorteil bei den Hundenierenzellen ist, dass man diese beliebig oft teilen kann. Diese "unsterblichen" Zelllinien werden bei unterschiedlichen Impfstoffen benutzt. So verwundert es anscheinend auch nicht, dass sich diese Zelllinien in Tierversuchen als kanzerogen (Krebs erregend) erwiesen haben. Aus diesem Grund kommt in Amerika dieses Herstellungsverfahren nicht zur Anwendung. Europäische Pandemieimpfstoffe werden aber gerade auf dieser kanzerogenen Basis hergestellt. Die EMEA (europäische Zulassungsbehörde, gehört zum Wirtschaftsbereich) hat keine Bedenken bei der Zulassung dieser fragwürdigen Impfstoffe...
In Deutschland ist Thiomersal (Quecksilber) in einigen Schweinegrippe-Impfstoffformulierungen weiterhin als Konservierungsmittel zugesetzt, da die Impfstoffe in Mehrdosenbehältnisse abgefüllt werden. Das Thiomersal soll Verkeimung verhindern. Thiomersal wird auch in Kosmetika, Medizinprodukten, Arzneimitteln und Tierimpfstoffen verwendet.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Thiomersal

http://www.efi-online.de
http://therapeutisches-haus.de/tag/schweinegrippe/
http://www.sezession.de/7059/schweinegrippe-notstand-jetzt.html
http://www.symptome.ch/vbboard/impfungen/58670-herstellung-impfstoffen.html
http://pharmacology.suite101.com/article.cfm/flu_vaccine_and_antiviral_drugs

Sei Wachsam! Die nächste Pandemie kommt bestimmt

Sonntag, 18. Oktober 2009

Der Zauberkessel - Das vegane Restaurant in der Lüneburger Heide

Edle Leute, nicht schmälern wollen wir Euer Wissen, wohl aber erweytern. Um einen kulinarischen Leckerbissen, der wird Euch erheytern!
In der Lüneburger Heide, in Walsrode zwischen Hamburg, Bremen und Hannover, entsteht eine mittelalterliche Erlebnisgastronomie der besonderen Art: die Schenke „Zauberkessel“. Sie wurde im Stil des 12. Jahrhunderts gebaut und eingerichtet. Das Außergewöhnliche und Besondere ist die Verbindung von mittelalterlichem Ambiente und der Küche: alle Speisen sind vegan, soweit möglich auch biologisch und werden auf Tongeschirr serviert.

Musiker und Gaukler verwöhnen die Gäste mit historischer Musik, allerlei Gaukelei und Spielen. Auch das Personal ist zeitgemäß gekleidet. Es gibt Getränke wie hausgebrautes Bier in verschiedenen Qualitäten, auch alkoholfrei, und andere sonst nicht erhältliche Getränke.

Gezecht und gespeist wird an langen Tafeln - so wie die Gäste kommen, bunt durcheinander ob alt, jung, ob reich, arm, alle sitzen an einem Tisch. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dadurch viele Menschen schöne Stunden miteinander verbringen. Für die, die gern eine lauschige Ecke wünschen oder denen die Tafeln zu munter sind, gibt es genug Möglichkeiten in Form von romantischen Nischen.

In oberen Stockwerk gibt es den Rittersaal mit Thronsessel, langer Tafel und einem weiteren Kamin. Hier können sich Gesellschaften zusammenfinden und z.B. Hochzeiten, Geburtstage und andere Feste feiern. Außerdem werden auch Vorträge und Seminare, sowie Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen stattfinden.

Mit den Einnahmen des Zauberkessels wird der Tierschutzhof der Tierschutzgemeinschaft Stellichte e.V. unterstützt werden, so dass eine gewisse Sicherheit entstehen wird.
(Quelle: http://www.free-animal.de/index.html/stellichte/zauberkessel.html)
Nähere Informationen gibt es unter der Zauberkessel Tel. 05161/609757, Bergstraße 12, 29664 Walsrode.


http://www.free-animal.de/index.html/stellichte/index.html
http://www.free-animal.de/index.html/stellichte/zauberkessel.html

Samstag, 17. Oktober 2009

7.11. Gegen Tierversuche auf die Straße!

Aufruf zu bundesweiten Demonstrationen am Samstag, den 07. November 2009.

Es soll ein lautstarker Protest werden!

Bitte protestiert und gebt den Tieren eure Stimme!
Die Demo in Hannover startet im Stadteil List auf der Lister Meile (vom Lister Platz aus circa 200 m Richtung HBF stadteinwärts), Treffpunkt ist um 13.00 Uhr auf der Lister Meile/Ecke Körtingstraße (Pferdebrunnen).

Bitte weiterleiten!!!
Wir, ein loser Zusammenschluss von Tierfreundinnen und Tierfreunden aus Hannover und Umgebung, veranstalten am 07. November 2009 eine große Demonstration für den Schutz von Tieren, Umwelt und unserem Planeten. Der Pharmakonzern Boehringer-Ingelheim will Ende 2009 in Hannover mit dem Bau eines "europäischen Tierimpfstoffzentrums" beginnen um Tiere in sogenannter Intensivtierhaltung (Massentierhaltung) resistenter machen zu können. Unter völliger Ausblendung des unermesslichen Leidens soll die Massentierhaltung "optimiert" werden. Ziel ist es, noch mehr "Nutztiere" auf noch engerem Raum halten zu können um den Profit zu maximieren. Boehringer-Ingelheim ist auf dem besten Weg, einen Meilenstein in der Weiterentwicklung und Manifestation eines im höchsten Maße lebensverachtenden Systems, der industriellen Tierausbeutung, zu setzen. Sicherlich werden sie ihr Vorgehen nach außen hin als Handeln zum Wohl von Mensch und Tier zu Vermarkten wissen.

Doch die Realität sieht leider anders aus: Mit der Großversuchsanlage wird forschungspolitisch ein ethisch höchst fragwürdiger Weg beschritten: statt alternative, tierschonende, artgerechte und biologische Landwirtschaft zu fördern, wird durch die geplante Forschung, die im wesentlichen Versuchsreihen an Schweinen beinhaltet, der Status quo der Massentierhaltung gestützt. Praktiken und Grausamkeiten der Intensivtierhaltung werden damit weiterhin einzementiert. Dabei wird die Umwelt durch Massentierhaltung wesentlich mehr als die bisher angenommen geschädigt.

Der Pharmakonzern scheiterte mit diesem Vorhaben bereit in Thübingen. Massive Proteste von Tierfreunden, Tierschützern und Anwohnern verhinderten seine Niederlassung. An dieser Stelle ist besonders zu betonen: sollte der Konzern Boehringer-Ingelheim in Hannover ebenfalls mit seinem Vorhaben an Protesten scheitern, so kündigte der Konzern bereits an, werde man sich ganz von dem Vorhaben eines "Tierimpfstoffzentrums" auf europäischem Boden verabschieden, was ein riesiger Schritt in die richtige Richtung wäre! Sowohl für die Tiere als auch für unsere Umwelt und unseren Planeten. Deshalb bitten wir alle Tierschützer, Tierrechtler, Tierfreunde und alle anderen Menschen sich die Hand zu reichen, alle Differenzen zur Seite zu schieben und sich gemeinsam für Tier, Umwelt und Natur einzusetzen.



http://demo07nov.blogsport.de/
http://www.thepetitionsite.com/1/Nein-zum-Tierversuchszentrum-Hannover

Freitag, 16. Oktober 2009

Permakultur und Selbstversorgungswochenende in Papendorf

Vom 09.-11.10. war Vegaversum auf einem Permakultur/Selbstversorgungswochenende in Papendorf, vor Usedom.

Was den praktischen Teil angeht, so gingen wir Samstag und Sonntag auf das Grundstück eines mit den Veranstalterinnen befreundeten jungen Paares, die ein paar Häuser weiter seit einiger Zeit ein Grundstück mit einer alten Doppelhaushälfte, einem alten Waschhaus und einer kleinen Scheune hatten und derzeit noch in einem Bauwagen auf dem Grundstück wohnen, bis der Aus- und Umbau fertig ist.

Dort sollten wir dann das in der Theorie Gelernte umsetzen und das Grundstück nach permakulturellen Prinzipien "beplanen". Also vorherrschende Windrichtungen, Sonneneinstrahlung, Bodenbeschaffenheit, Feuchtigkeit/Trockenheit, etc. beachten bei der Planung von Beet, Brennholz, Teich, Komposttoilette, etc.

Das Interessanteste für uns war das Anlegen eines "Schicht-Mulch-Beets".
Die Wildwiese wurde dafür nicht erst umgegraben, sondern es wurden nasse Kartonlagen ausgelegt, auf die man dann Kompost, Trester (in dem Fall Rückstände von gepressten Weintrauben), Pferdemist und abgemähten Wiesenpflanzen (Beinwell soll da ganz gut sein wegen hohem Stickstoffgehalt) schichtete.

Wir durften dann Samstagabend in das Strohballenhaus der (Schwieger)Eltern des jungen Paares, um dort Filme zum Thema zu gucken. Ich finde Strohballenhäuser sowieso toll, aber das war nun die Krönung! Von außen und innen sehr elegant und edel, aber alles aus natürlichen Materialien.

Wir sahen dort einen Film über einen Engländer (Ben Law), der dort ausnahmsweise die Genehmigung erhielt, sein Strohballenhaus mitten im Wald zu bauen! Unter seinen Helfern war wohl nur einer, der Erfahrung in Sachen Strohballenhausbau hatte, aber trotzdem war der Bau innerhalb von sieben Monaten fertig. Wie wir dort erfuhren, gab es England eine Serie, die über die Stadien des Hausbaus berichtete. In England scheint man bzgl. Permakultur scheinbar sowieso um einiges weiter zu sein als in Deutschland. Auch Ausbildungsmöglichkeiten betreffend.

Auch Ben Laws Haus ist eine Schönheit geworden. Alle Materialien stammen direkt aus dem Wald (Holz), dem nahen Fluss (Lehm) und den angrenzenden Feldern (Stroh). Auch die Inneneinrichtung machte er in Eigenbau, da das unter anderem zu seinen beruflichen Tätigkeien gehört. Und er ist nach meiner Erinnerung autark in Sachen Ernährung, Energie und Wasser. Toll!
Ben Law on Channel 4

http://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur
www.siebenlinden.de
www.permakultur-akademie.net
www.eurotopia.de
www.gegenseitig.de
www.veganorganic.net
http://www.kraeutergarten-pommerland.de/garten/index.html

Permakultur und Veganismus

Seit August 2009 beschäftigt sich Vegaversum mit Subsistenz (Selbstversorgung) und Permakultur. Die Ethik eines veganen Lebensstils und die der Permakultur ergänzen sich ganz prima. Die Permakultur teilt unsere Auffassung, dass jedes Leben (Mensch, Tier und Umwelt) in Beziehung miteinander steht und mit Achtung und Würde zu behandeln ist.

Die Prinzipien der Permakultur ermöglichen es, sich bewusst mit seiner Umwelt auseinander zu setzen. Wir wollen damit beginnen die Welt um uns herum zu gestalten und versuchen selbst die Veränderung zu sein, die wir in dieser Welt sehen möchten.

Anbei ein Gedicht von Hermann Hesse, welches unsere momentane Situation des Aufbruchs in einen neuen Lebensabschnitt recht treffend umschreibt.

STUFEN

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(von Hermann Hesse)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

3. Tag der Dörfer: Dörfliche Eigeninitiative und die Lebendigkeit von Dörfern


Vegaversum on Tour auf der Suche nach Möglichkeiten zu den Themen Selbstversorgung und Permakultur.
Zur Permakultur folgt ein separater Post.


Veranstalter
: Arbeitsgemeinschaft Lebendige Dörfer
Brandenburg 21 - Verein zur nachhaltigen Lokal- und Regionalentwicklung im Land Brandenburg e.V. in Kooperation mit der Gemeinde Schönfeld und der LAG Uckermark
www.lebendige-doerfer.de

am 19. September 2009 im Dorphus in Klockow / b. Prenzlau Uckermark

Arbeitgruppe 3: Arbeit + Erwerb / Einkommen im ländlichen Raum

Ausgangspunkt
Es sollen die besonderen Möglichkeiten des Lebens auf dem Dorf genutzt werden, um zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten (wie z.B. landwirtschaftlichen Nebenerwerb) zur Verbesserung der individuellen Einkommenssituationen (insbesondere bei Rentnern u. Arbeitslosen) zu schaffen. Aber auch Nischen sollen aufgetan werden und entwickelt werden, die insbesondere auf dem Land möglich sind (wie z.B. Wiederanlage oder Pflege vorhandener Streuobstwiesen, Erzeugung von Wildkräutersaatgut; Wasserwanderstützpunkte, Fahrradverleihe, Rufbusse, Mitfahrzentralen, ...) Hier sollten der Phantasie nicht vorzeitig Grenzen gesetzt, Anregungen aufgenommen und weitergegeben werden. Dazu soll der Erfahrungsaustausch hier dienen.

Ergebnis der Arbeitgruppe
Konsens bestand darin, etwas Dauerhaftes zu schaffen. Ein Forum um mit den vorhandenen Potentialen, Menschen, Unternehmen, Geschäftsideen, Gärten, Wiesen und Produktionsmitteln etwas jenseits des klassischen Unternehmertums zu schaffen.

Es soll etwas für Menschen geschaffen werden, die vom Arbeitsmarkt fern sind, was bereits ins Unternehmerische mündet. Das ist sozusagen die Quadratur des Kreises, da dem Arbeitnehmer der Arbeitsmarkt verschlossen bleibt wenn er nicht über die notwendigen Qualifizierungen verfügt, bzw. eine hohe Leistungsfähigkeit und -bereitschaft aufweist um als Unternehmer tätig werden zu können. Wie kann man Menschen, die vom Arbeitsmarkt fern sind, motivieren, sich „unternehmensnah“ zu qualifizieren? Was kann darüber hinaus noch für die unternehmensnahe Qualifikation von Menschen unternommen werden, z.B. für die Unternehmensgründung eines Sozialbetriebes? Eine solche Qualifizierung muss sich immer auch an den Bedürfnissen des Marktes orientieren.

Selbsthilfe für fähige Menschen und sozialstaatliche Unterstützung für Arbeitslose, die nicht selbständig, selbsthilfebefähigt sind. Zum Beispiel ein 1-Euro-Job mit staatlich geförderter Qualifizierung, die zeitlich begrenzt ist, danach eine Interessengemeinschaft von Menschen, die in die Existenzgründung und Vermarktung hinein geführt werden. Hierfür werden aber auch weiterführende Fördermöglichkeiten benötigt, die es neben ABM, 1-Euro-Jobs und Existenzgründung derzeit nicht gibt. Vor Jahren gab es in Niedersachsen Sozialbetriebe (mit einer degressiven Förderung über 5 Jahre), in denen arbeitslose Menschen in ein normales Unternehmen hinein gefördert wurden.

Nutzung von endogenen Potenzialen der Menschen im Dorf, z.B. der vorhandenen Gärten um etwas für den lokalen Markt zu tun, ohne dass eine Unternehmensgründung mit all ihren Risiken im Vordergrund steht. Hier bieten sich z.B. Erzeuger–Verbraucher Gemeinschaften für die Dorfversorgung an. Der Absatz der Lebensmittel (Brot, Gemüse, Obst) und/oder regenerativer Energien (über Wind, Solar) durch die Verbraucher (Familien im Dorf) ist gesichert. Auch bei der Subsistenz (Selbständigkeit) über Gartenanbau und Selbstversorgung kann man nichts falsch machen. Bei weiterer Professionalisierung kann man sich immer noch Gedanken über regionale Wertschöpfungsketten, Witschaftsvereine oder eine Unternehmensgründung machen.

Beispiel: Die Selbstversorger-Gemeinschaft im LebensGut Lübnitz