Mittwoch, 28. Juli 2010

Katalonien verbietet Stierkämpfe

In einer historischen Abstimmung hat das Parlament von Spaniens wirtschaftsstärkster Region am Mittwoch die Abschaffung des blutigen Brauchs ab 2012 beschlossen. Es ist das erste Verbot des umstrittenen Spektakels auf dem spanischen Festland.
... Die konservative Volkspartei (PP), die den Stierkampf als Teil dieses spanischen Kulturerbes betrachtet, kündigte umgehend eine Gesetzesinitiative an, um das Verbot außer Kraft zu setzen. Sie will im Parlament in Madrid einen Antrag einbringen, den uralten Brauch als nationales Kulturgut schützen zu lassen.
... In Katalonien steckt der Stierkampf – wie in anderen Regionen – schon seit langem in der Krise. Vor allem junge Leute haben kein Interesse mehr an dem blutigen Spektakel. Es gibt dort nur noch eine einzige Arena, die regelmäßig „Corridas“ veranstaltet. Das ist „La Monumental“ (Die Monumentale) in Barcelona. Sie wird nun geschlossen. Zuletzt fanden dort kaum mehr als 20 Kämpfe im Jahr statt, ausverkauft waren sie selten.
Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/feste-katalonien-verbietet-stierkaempfe_aid_535319.html

Montag, 26. Juli 2010

Fernseh-Tipps

Dienstag den 27.07.2010 auf VOX um 20.15 Uhr (Goodbye Deutschland)
Beitrag über eine Rohkost-Community
"Wer uns sehen und einen Rundgang mit uns durch unser "El paraiso" in Paraguay machen möchte, ist herzlich eingeladen am Dienstag den 27.07.2010 auf Vox um 20.15 Uhr bei der Sendung "Goodbye Deutschland" einen Blick in unser Leben und auf unseren schönen paradiesischen Platz zu werfen. Wer die Sendung zu diesem Termin nicht sehen kann, hat auf jeden Fall die Möglichkeit in kurzer Zeit auf unserer Homepage www.rawfood-community.info den Film sehen zu können. Sobald er uns erreicht, werden wir ihn dort reinstellen."

Dienstag den 27.07.2010 auf ZDF um 21.00 Uhr (Frontal 21)
Über den Bau der größten Geflügelgroßschlachterei Europas
Noch kann der Bau der größten Geflügelgroßschlachterei Europas verhindert werden. Denn einige Entscheidungen bis zum ersten Spatenstich für die Anlage stehen noch aus. So bleibt vor allem die Frage zur Wasserversorgung von täglich 3.300 Kubikmetern vollkommen ungeklärt. Und solange der Bau solcher Großbetriebe weiterhin aus Mitteln der EU subventioniert wird, damit diese ihre Massengüter billig auf den Markt bringen können, werden Tiere wie leblose Rohstoffe behandelt. Wir stehen am Beginn einer Entwicklung, die jetzt aufgehalten werden muss. Fordern Sie die Gemeinderäte, die Regierungsvertreter und die Vertreter im Europäischen Parlament in Brüssel auf, die Ausweitung von Tiermast- und Großschlachtereien hin zur industriellen Landwirtschaft in Deutschland zu verhindern.
Weitere Infos bei der Bürgerinitiative Wietze: http://www.bi-wietze.de/

Freitag, 16. Juli 2010

Daybreakers - Vampire gegen Massen-Mensch-Haltung

Jeder hat sich sicher schon mal vorgestellt, dass es die Menschen mehr als alles andere aufrütteln würde, wenn man einmal einen Film machte, in dem sich das, was die Menschen zur Bedürfnisbefriedigung mit unterlegenen Spezies tun, in einem Film umkehrt.

Dieser Film zeigt interessante Parallelen zur Massentierhaltung, Lebensmittelknappheit und den Folgen der steigenden Nachfrage nach tierischen Produkten:

Die Handlung spielt im Jahr 2017, in dem die Menscheit durch eine Seuche fast komplett zu Vampiren mutiert ist. Das allmähliche Verschwinden der Menschheit macht es der dominanten Rasse der Vampire jedoch auf lange Sicht unmöglich, ihre lebensnotwendige Ressource Blut zu erhalten. Menschen werden wie Tiere in sogenannten Farmen gezüchtet, um den Fortbestand der Vampire zu garantieren.

Obwohl es inzwischen einen Ersatzstoff gibt, wollen die vampirischen Bürger doch nicht auf den Genuss ECHTEN Menschenblutes verzichten. Die Firma, die den Ersatzstoff herstellt, handelt ausschließlich skrupellos und profitorientiert.

Eine kleine, verschwörerische Gruppe von Vampiren schließt sich allerdings zu einer Vereinigung zusammen, die um den Erhalt der menschlichen Rasse kämpft.
Ein Vampir, der nicht das Leid anderer Lebewesen in Kauf nimmt, um seine eigenen Triebe zu befriedigen, wäre im übertragenen Sinne auf unsere Gesellschaft ein Veganer.

Stellt sich die Frage, wie lange noch die Menschheit bei steigender Bevölkerungszahl und weltweit steigender Nachfrage nach tierischen Produkten fortbestehen kann.

http://www.moviepilot.de/news/daybreakers-vampire-gegen-massen-mensch-haltung-2-104553

Donnerstag, 8. Juli 2010

Vegaversum goes Tier-Time e.V.

Vegaversum.de bildet die Basis unserer Informationsvermittlung und dieser Blog informiert Sie über Aktuelles. Um noch mehr Menschen zu erreichen sind wir dem Verein Tier-Time e.V. beigetreten um mit Gleichgesinnten für Tierrechte einzutreten.

Hinter dem Verein "Tier-Time e.V." stehen Menschen, die sich gegen die Ausbeutung von Tieren einsetzen und die Bevölkerung zum Nachdenken über ihre Werte und Traditionen aufrufen möchten.

Mit unseren Aktionen wählen wir den "unbequemen Weg". Statt zu schweigen, wie die Mehrheit der Menschen, benennen wir zusammen mit Tierrechtlern aus der ganzen Welt die Verbrechen an den Tieren. In unseren Augen macht sich mitschuldig, wer nicht gegen das bestehende Unrecht aufbegehrt. Insofern ist Handeln für uns eine Verpflichtung – nicht nur im politischen, sondern auch im alltäglichen Leben.

Vor einiger Zeit gab es eine Reportage zum Thema Judenverfolgung, unter anderem mit Bildern und Zeitzeugenberichten über die Geschwister Scholl. Das berührt immer wieder. Wir haben uns im Internet die Handzettel angesehen, die sie in der Arbeit von vielen Nächten heimlich in tausendfacher Auflage hergestellt und an die intellektuelle Szene Deutschlands geschickt haben, um die Menschen aufzurütteln. Sie schreiben äußerst beeindruckend, mutig und verantwortungsvoll.

Man kann aus heutiger Sicht schwer nachvollziehen, dass ein ganzes Volk scheinbar die Augen vor dem verschloss, was vor sich ging. Tatsächlich aber gab es damals auch Menschen die das ganze Ausmaß des Grauens erfasst und den Mut hatten, aufzubegehren. Menschen, die ihr Leben riskierten, weil sie es nicht ertragen konnten, sich an all diesem Unrecht und unsagbarem Leid durch nicht-Handeln mit schuldig zu machen.

Es gibt viele Parallelen zur (Massen-)tierhaltung - auch wenn der Vergleich stets eine Welle der Empörung auslöst. Aber die Moral, über die die Geschwister Scholl in ihren Flugblättern schreiben ist nach wie vor aktuell; der Auszug von Schiller, die Eigenverantwortung, die Mitverantwortung für andere, das Gerechtigkeitsempfinden. Das Mitlaufen mit gewusstem Unrecht ist verwerflich – gleichgültig ob menschliche oder tierische Wesen geschunden und getötet werden.

Das Mittel zur Abänderung von Missständen ist Aktion. Aber viele Menschen unserer Zeit erkennen die globalen Missstände nicht und sind zudem aktionsfaul. Um nichts tun zu müssen hat man für sich die Theorie aufgestellt, dass sich die Welt in ihrer Entwicklung nach wirtschaftlichen Notwendigkeiten richten muss.

Inzwischen geht man arbeiten, konsumiert, schimpft und wählt. Diese Interimsbeschäftigung ist zur Gewohnheit geworden, zum Bedürfnis, zum Lebenszweck. Die moralische Pflicht, sich gegen die Ausbeutung von Mitgeschöpfen auszusprechen, hat man darüber vergessen. Weh dem, der uns erinnert!...

Tier-Time e.V. - Zeit zu Handeln!



Wir sind Euer böses Gewissen! - Christoph Probst, Sophie und Hans Scholl
http://www1.bpb.de/themen/HKQ6B3,0,0,Sophie_Scholl_und_die_Wei%DFe_Rose.html

Prominente Befürworter der "Holocaust-Analogie"
http://www.fellbeisser.net/news/bundesvorsitzender-eck-auf-der-titelseite-des-tierrechtsmagazins-tierbefreiung

Sonntag, 4. Juli 2010

Zitat von Goethe (Bundespräsident Wulff mit Brathähnchen)

„Wer Tiere quält,
ist unbeseelt
und Gottes guter Geist ihm fehlt,
mag noch so vornehm drein er schaun,
man sollte niemals ihm vertraun.“ - Goethe

Donnerstag, 1. Juli 2010

3.7. Tier-Time Aktion in Braunschweig


Initiator: Tier-Time e.V.
Wo: Kohlmarkt in Braunschweig
Wann: 13-17 Uhr

Verkleidete Tierrechtsaktivisten machen auf das unvorstellbare Leid von Tieren, die Zerstörung der Erde, Verschmutzung von Wasser und deren Knappheit, auf die Klimaveränderungen und den Welthunger durch den Konsum von Fleischprodukten aufmerksam.

Jeweils ein Aktivist verkleidet sich zu diesem Thema und trägt dazu ein Schild, welches auf den Missstand aufmerksam macht. Weitere Aktivisten werden Flugblätter verteilen, auf denen die Konsumenten von Fast Food mit tierischen Produkten auf Belastungen durch den Konsum hingewiesen werden.

Jährlich essen die Deutschen ca. 950 Millionen Fast Food Gerichte mit Fleisch, dadurch entsteht unvorstellbares Leid für Tiere und starke Umweltbelastungen. Viele wissen gar nicht, was sie durch den Konsum von tierischen Produkten unterstützen. Fettleibigkeit, Zivilisationskrankheiten, Wasserknappheit sowie Armut und Tod durch Verhungern in Entwicklungsländern sind nur einige wenige Gründe von vielen, um auf tierische Produkte zu verzichten.

Tier-Time Flyer: Fast Food

Freitag, 25. Juni 2010

26.06.2010 FleischFlashmob in Hannover

Schockmoment – Plötzlich fallen Menschen zu Boden
Am Samstag werden einige Passanten in der Innenstadt in Hannover für einen kurzen Moment den Atem anhalten, nämlich dann, wenn mehrere Menschen plötzlich zu Boden fallen. Die Tierrechtsorganisation MSFT (www.meine-stimme-fuer-tiere.de) veranstaltet einen Flashmob mit ernstem Hintergrund. Passanten sollen auf die Anzahl der pro Sekunde getöteten Tiere aufmerksam gemacht werden, die ihr Leben für den Fleischkonsum lassen müssen. Nachdem alle Teilnehmer zu Boden gefallen sind, wird der Schockmoment genutzt und weitere Teilnehmer entrollen Banner, auf der die Anzahl der getöteten Tiere zu lesen sein wird. Diese Art von Protest wird insgesamt an 10 verschiedenen Orten in der Innenstadt Hannover durchgeführt. Wie bei einem Flashmob üblich, entfernen sich die Teilnehmer nach einer Minute als wäre nichts gewesen.
Alle Teilnehmer treffen sich bereits um 12.30 Uhr an der Kröpcke-Uhr für die Bekanntgabe der "Fall-Orte" und um das „richtige Hinfallen“ zu üben.

Ort und Zeit:
13.00 Uhr Georgstraße (Bereich McDonalds/Burger King)
13.10 Uhr Georgstraße (Bereich Karstadt/Hauptgebäude)
13.20 Uhr Kröpckeplatz
13.30 Uhr Ernst August Platz (Zur Stadtseite)
13.40 Uhr Ernst August Platz (Bereich Saturn)
13.50 Uhr Kröpckeplatz
14.00 Uhr Osterstraße (Bereich Üstra-Center)
14.10 Uhr Große Packhofstraße (Bereich Karstadt Sport)
14.20 Uhr Georgstraße (Bereich Karstadt/Hauptgebäude)
14.30 Uhr Georgstraße (Bereich McDonalds/Burger King)

Flashmob Beispiel:

Freitag, 18. Juni 2010

Fleisch Verherrlichung

[m]eatery „Gut Ding will Weile haben…“ (Fotografiert im Foyer des Restaurants)
"Seit Oktober 2009 schürt das high end Steakhouse die Lust des Fleisches auf Fleisch. Auf den Teller kommen die zartesten Rücken der Welt: Rinder, die in Argentinien, den USA, und in Husum auf saftigen Weiden aufgewachsen sind und selbst nur mit dem Besten gefüttert wurden. Würzige Salzgräser und die frische, jodhaltige Nordsee-Luft sind die Grundlage für eine gesunde und kontrollierte Aufzucht der robusten Rasse Rotbunter. Nach alter traditioneller Handwerkskunst wird das Fleisch des Husumer Rindes am Knochen in einer gläsernen dry-aged box für mindestens 30 Tage bei 95% Luftfeuchtigkeit und 2° Celsius auf den Punkt gereift. Beim dry-aging wird das Muskeleiweiß durch fleischeigene Enzyme zersetzt, so dass das Fleisch am Ende noch schmackhafter und zarter wird."

Ganzes Ferkel zum Grillen

Rechtzeitig zur Grillsaison hat ein Discounter mal wieder ein ganzes Ferkel im Angebot. Vielleicht trägt das "ganze Ferkel" dazu bei, dass sich einige der Konsumenten darüber Gedanken machen. Hier kann nicht mehr übersehen werden, dass es sich um Wesen handelt, die gelebt haben. Bei einer Wurstscheibe scheint die Verbindung zu ihrem Ursprung nicht mehr hergestellt zu werden - das Verdrängen fällt leichter.

Die Fleisch Flatrate im Rodizio
"Serviert werden Ihnen bis zu 10 verschiedene Fleischsorten vom Putensteak bis zum Rumpsteak am Spieß. Diese werden am offenen Grill zubereitet und direkt am Tisch von den "Cortadores" vom Spieß geschnitten. Essen so viel Sie mögen..."

Von sowas - und nichts anderem - träumt die Welt bei einem Feste.
Es ist eben das tote Tier zum Feiern doch das Beste.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Gentechnische Baugenehmigung für Boehringer in Hannover erteilt


"Der Pharmakonzern Boehringer hat die gentechnische Baugenehmigung für das umstrittene Tierversuchslabor erhalten. Mit der gentechnischen Genehmigung gilt auch die Genehmigung des städtischen Bauamts als erteilt. Boehringer will am Rande Kirchrodes für 40 Millionen Euro ein Tierversuchslabor bauen."
Quelle HAZ: http://www.haz.de/content/view/full/556149

Das entstehende Forschungszentrum für Tierimpfstoffe (vornehmlich für die Nutztierhaltung mit hohen Besatzdichten) wird dazu beitragen, die Massentierhaltung zu stärken und die Fehlentwicklung in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung voranzutreiben. Immer mehr leidensfähige Mitgeschöpfe, die fast immer eng zusammengepfercht und bei Dämmerlicht vegetieren müssen, werden ausgebeutet.

Seit 2007 protestieren engagierte Tierschützer mit tatkräftiger Unterstützung durch Anlieger gegen den Bau des Forschungszentrums in Hannover. Immer mehr Menschen stehen Massentierhaltung und Tierversuchen kritisch gegenüber.

In Deutschland werden zurzeit immer größere Tierhaltungen gebaut oder bestehende erweitert. Agrarfabriken mit 90.000 Schweinen, 800.000 Legehennen und 500.000 Masthühnern warten auf ihre Genehmigung oder sind bereits in Betrieb.

Dahinter steht ein korruptes, unmoralisches System. Die EU und die Bundesregierung lockern zahlreiche Umweltgesetze und subventionieren mit Steuergeldern dieses zerstörerische System.

Profitierende dieser tierausbeutenden Praktiken sind die Betreiber der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung mit hohen Besatzdichten sowie die Pharmaindustrie (der Umsatz durch die Vermarktung von Impfstoffen für Nutztiere bei Boehringer stieg von 108 Mio Euro in 2007 auf 300 Mio Euro in 2008 – Tendenz steigend).

Die Verantwortlichen, aber auch die breite Masse der Bürger verharren weiterhin unbeweglich in ihrer aus Unwissenheit und Ignoranz entspringenden Grausamkeit.

Freitag, 11. Juni 2010

Wietze = Boom der Massentierhaltung in Niedersachsen


In Deutschland werden zurzeit immer größere Tierhaltungen gebaut oder bestehende erweitert. Agrarfabriken mit 90.000 Schweinen, 800.000 Legehennen und 500.000 Masthühnern warten auf ihre Genehmigung oder sind bereits in Betrieb. Es wird intensiv in die Massentierhaltung investiert und Bauern werden abhängig gemacht. So bekommen sie z.B. die Kücken aus Brütereien und das Futter (meist nicht gekennzeichnetes, importiertes Gensoja) aus Südamerika.

Schweinemast-Anlage bei Argestorf
Kapazität von 1936 Mastplätzen. Ab 2000 Plätzen wäre eine öffentliche Beteiligung im Genehmigungsverfahren erforderlich.

Bruteierproduktion bei Degersen
Elterntierhaltung mit 24000 Hennen und rund 2100 Hähnen, die befruchtete Eier produzieren. Das Genehmigungsverfahren wird im „kleinen BImSch-Verfahren" durchgeführt. Das bedeutet, die Öffentlichkeit muss bei weinger als 40000 Hennen nicht beteiligt werden. Genehmigungsbehörde ist die Region Hannover. Der Bau soll möglichst im Frühjahr beginnen. Die Produktion von Bruteiern, die wöchentlich zweimal abgeholt werden, soll im Herbst anlaufen.



Diese Großmastbetriebe drängen nun in die sogenannten Gunstregionen, wo Luft und Wasser noch sauber sind, wo man die Grenzwerte (Feinstaub, Ammoniak, Abwasser, Geruch, ...) noch weitgehend einhalten kann. Das wiederum ist auch eine Gefahr für die bäuerlichen Landwirte. Denn wo ein Großmäster die Grenzwerte bereits ausgeschöpft hat, kann sich selbst ein kleinerer bäuerlicher Betrieb nicht mehr niederlassen.

In Wietze soll nun Deutschlands größter Schlachthof mit einer Kapazität von 135 Millionen Tieren pro Jahr (ca. 2,6 Millionen Schlachtungen pro Woche) entstehen. Um diesen Schlachthof der Firma Rothkötter auszulasten, bedarf es entlang dieser sog. Hähnchen-Highways um die 400 Tierfabriken mit jeweils bis zu 40.000 Masthühnern. So sind beispielsweise zwei solcher Megaställe im Landkreis Holzminden geplant.

Der Großschlachthof in Wietze wird von der Landesregierung mit mehreren Millionen Euro subventioniert. Das finanziert sich aus dem Topf der Agrarsubventionen, dem zweitgrößten Haushaltsposten, mit dem überwiegend die Massentierhaltung gefördert wird. Zudem wird der Export von Fleisch subventioniert um auf dem europäischen Markt wettbewerbsfähig zu sein. Die Produktion in den entstehenden Massentierhaltungsanlagen ist überwiegend für den Export gedacht. Freilandhaltung und ökologischen Landbau betreibende Bauern erhalten dagegen keine Subventionen und werden massiv aus dem Markt gedrängt.

Derzeit drängen drei große Konzerne auf den Markt, Wiesenhof, Rothkötter und Stolle. Sie versuchen, die Landwirte in die "Lohnmästerei" hineinzudrücken. Nach offiziellen Zahlen der Landwirtschaftskammer verbuchen 1/3 der Landwirte in der Hähnchenmast jetzt schon rote Zahlen. Massive Überkapazitäten werden befürchtet, denn die Nachfrage an Hähnchenfleisch in Deutschland ist nicht gestiegen, sondern stagniert. Der gesamte Fleischkonsum pro Kopf ging in den letzten 5 Jahren um 2 Kilo zurück.

In Regionen wie dem Emsland, in denen eine solche Massentierhaltung bereits besteht, wehren sich immer mehr Gemeinden indem sie z.B. versuchen, über Bebauungspläne (sehr kostenintensiv) den Bau dieser riesigen Mastanlagen zu verhindern oder zumindest zu erschweren, womit sie sich gegen die Landesregierung stellen, die versucht, solche Vorhaben über zweifelhafte Erlasse dennoch durchzusetzen.

So müssten Mastställe eigentlich einen Abstand von 150 Metern zu Wäldern einhalten da durch die Exkremente der Tiere in den Ställen eine hohe Konzentration von Ammoniak entsteht und entweicht. Die Landesregierung deklariert die Wälder jedoch kurzerhand zu fiktiven Wäldern (kein richtiger Wald, nur aufgeforstet u.ä.) um gesetzliche Bestimmungen zu umgehen und solche Stallbauten dennoch durchzusetzen.

Früher bekam ein bäuerlicher Betrieb eine Baugenehmigung für Ställe nur, wenn das Futter zu mehr als 50% selbst angebaut wurde. Heute muss nur noch der Besitz einer gewissen Anzahl an landwirtschaftlichen Flächen nachgewiesen werden. Auf den Feldern wird dann jedoch oftmals etwas anderes, wie z.B. Mais für Biogas, angebaut und das Futter überwiegend importiert.

Doch nicht nur Tiere und Wälder leiden unter den Großmastställen. So haben die Einwohner in der Umgebung mit dem entweichenden Geruch zu kämpfen. Bis zu 15% der Jahresstunden (das sind 55 Tage) darf es gemäß der Geruchsemissionsrichtlinie für die Anwohner "stinken". Sind es mehr als 55 Tage im Jahr, hat man als Einwohner die Möglichkeit (vorausgesetzt man kann es nachweisen), dagegen vorzugehen und Filter zu verlangen, die in der Hähnchenmast keinesfalls die Regel sind.

In der Hühnermast fallen zudem pro 40.000er Stall 4 kg Feinstaub pro Jahr an, der ungefiltert in die Umgebung entweicht. In Intensivtierhaltungsregionen wie Cloppenburg, Vechta und Emsland wurden erhöhte Raten von Atemwegserkrankungen bei Kindern statistisch nachgewiesen. Solche erheblichen Stäube und Keime sind auch für die Mitarbeiter, die in den oft hermetisch abgeschlossenen Mastställen arbeiten, als Gefahrenstoffe anerkannt.

Dieser Trend in Richtung Industrialisierung ist bei einem Großteil der Bevölkerung unerwünscht. Eine ganze Reihe von Orten in Niedersachsen (z.B. Bad Münder) hat sich bereits weitgehend erfolgreich gegen Schweine- und Hühnermastställe gewehrt. Holzminden setzt sich derweil gegen eine geplante Ziegenfabrik im Landschaftsschutzgebiet ein.

Seit 26.07.2002 ist in Deutschland der Tierschutz (für Wirbeltiere) als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Seitdem hat sich die Situation der Tiere, vor allem der sog. "Nutztiere", nicht verbessert. Die Haltungsbedingungen in der Hähnchenmast haben sich wieder verschlechtert. 20 qcm stehen einem Huhn in einer Masthaltung mit 40.000 Hühnern gesetzlich zu. Das war einmal mehr und wurde vom Bundesrat auf Drängen des Landes Niedersachsen wieder reduziert.

Die durch Ministerpräsident Wulff nominierte Agrarministerin, Frau Grotelüschen, kommt aus der Branche. Ihrem Mann gehört der zweitgrößte „Mastputen-Brüterei und Mastputen-Zerlegungs“ Betrieb Deutschlands (Brüterei Ahlhorn). Sie arbeitete dort als Prokuristin mit. Damit sitzt die Massentierhaltungs-Lobby nun direkt im Ministerium.
Grotelüschen: „Jedes Tier, das verenden würde, stellt einen wirtschaftlichen Verlust dar. Das kann nicht in unserem Interesse sein.“ ... „Mit dem Geflügelschlachthof (in Wietze) werden Arbeitsplätze entstehen, die auch dazu führen, dass Handwerksbetriebe Arbeit bekommen und davon profitieren werden.“
Quelle: Agrarministerin verteidigt sich gegen Kritik

Ein Bericht über deutsche Schlachthäuser und Ausbeutung von Arbeitskräften aus Osteuropa


Donnerstag, 22. April 2010

17. April: Kundgebung für Tier- und Umweltschutz

Tier-Time e.V. bedankt sich bei allen Beteiligten: http://demo17april.blogsport.eu/danke/
Tierschützer aus verschiedenen Organisationen hatten für den 17.4. eine Informationsveranstaltung organisiert. Auf dem Steintorplatz wurden Info-Stände aufgebaut, an denen sich interessierte Besucher über den Umgang mit Tieren informieren konnten. Anliegen der verschiedenen Organisationen ist es, mehr Bewusstsein im Umgang mit Tier, Natur und Umwelt zu schaffen. Gegen 12.00 Uhr startete ein Demonstrationszug mit etwa 380 Teilnehmern von Steintorplatz aus durch die Haupteinkaufsstraße Hannovers und weiter in die City. Neben Informationsgesprächen wurde interessierten Bürgern unter anderem die Gelegenheit geboten, "tierisch gutes Essen" völlig ohne tierische Produkte zu verkosten. Zahlreiche Tierschutzorganisationen waren vertreten, um dem Motto "Deine Stimme für die Stimmlosen" Nachdruck zu verleihen.
Berichte über die Kundgebung findet ihr unter:



Montag, 29. März 2010

Konsum Marionetten

Neben der Befriedigung unserer Grundbedürfnisse sucht die Mehrheit der Menschen nach Erfüllung materieller Wünsche. Das Kaufen immer neuer, besserer Produkte ist zur Gewohnheit, zu einem Grundbedürfnis und vorherrschenden Lebenssinn geworden. Ein erfülltes Leben wird oft gleichgesetzt mit dem Konsum von Genussmitteln sowie der Verfügbarkeit und Nutzung von Gegenständen und Besitztümern, die wir nicht wirklich brauchen.

Das Mittel zum Lebenszweck, dem Konsumismus, ist die Erwerbstätigkeit. Wir sind zu Angestellten eines auf Profit und Wachstum ausgerichteten Systems geworden. Dieses System bedient sich der Werbeindustrie um Konsumsklaven heranzuzüchten. Folglich fördert die Beschäftigung in einem solchen Ausbeutungssystem nicht die Erziehung von freien und souveränen Bürgern. Stattdessen suchen wir unser Heil in grenzenlosem Konsum. Der vom Konsumsystem geförderte Egoismus lässt uns eine "Nach mir die Sintflut" Haltung einnehmen. Blind für die Folgen unseres Handelns verlangen wir, verwöhnten Kindern gleich, nach den beworbenen Produkten.

Jenseits von Einsicht, Vernunft und Verantwortung führt uns der Konsumismus in eine kollektive Infantilisierung. Wir sind zu Marionetten geworden, die ihrer Arbeit nachgehen, um sich anschließend eine Menge oft nutzloser Konsumgüter zu kaufen, die uns nur kurzfristig Befriedigung verschaffen.

Ein Ausstieg aus der vom Konsumsystem geschaffenen Unmündigkeit und Abhängigkeit bedarf einer Befreiungsstrategie und der eigenen Aktionsbereitschaft.

Es geht hierbei nicht um eine "Alles oder nichts" Haltung. Im Rahmen der eigenen Möglichkeiten kann jeder seinen persönlichen Beitrag für die eigene Unabhängigkeit leisten. Erst wenn wir anfangen, den Status quo zu verändern, werden wir erkennen, wieviel Lebenssinn sich uns auch (oder gerade) jenseits kurzweiliger materieller Güter bietet.

Verantwortungsbewusstes Konsumverhalten, welches nicht zu Lasten von Mensch, Tier und Umwelt geht, wird das System zum Wohle aller verändern.



http://www.konsumismus.com/DOWNLOADS.htm

Bericht Attac Konsumkritische Stadtführung in Augsburg

Donnerstag, 18. März 2010

Gedanken zum Veganismus

Veganismus als Basis menschlicher Werte
Veganismus als Tierschutz
Veganismus als Umweltschutz

Veganismus ist Freiheit ohne Gewalt

Ziel des Veganismus

Eine Grundhaltung zu kultivieren, die zu bewusstem und rücksichtsvollem Handeln gegenüber allem Leben führt.

Nutzen des Veganismus

  • Stabilisierung der Ökosysteme, des Klimas und der Artenvielfalt
  • Gesicherte Ernährung für alle, auch bei steigender Weltbevölkerung, unterstützt dauerhaften Frieden
  • Eine vitale und gesunde Ernährung stellt die Gesundheit in den Mittelpunkt
  • Souveräne Menschen, die eigenverantwortlich handeln und sich darüber bewusst geworden sind, dass jedes Leben in Beziehung zueinander steht
  • Die Steigerung der Bewusstheit über diese Zusammenhänge verbindet uns wieder stärker mit der Natur, was dazu führt, dass Ressourcen klug genutzt werden
  • Mitgefühl und Liebe uns selbst und anderen gegenüber prägen unsere Handlungen

Widerstände gegen den Veganismus

  • Konsumdenken als vorherrschende Ideologie sowie das Streben nach Profit ohne ethisches Bewusstsein
  • Genussorientiertes und unbewusstes Handeln
  • Angst, sich lächerlich zu machen und als Teil einer Minderheit ins Abseits zu geraten
  • Angst vor Veränderungen und Festhalten an Traditionen und Gewohnheiten
  • Extreme Standpunkte und Prinzipien seitens der be-/verurteilenden Menschen
  • Reduzierung des Veganismus auf eine Ernährungsform, die als minderwertig und unmännlich hingestellt sowie mit persönlichem Verzicht assoziiert wird
  • "Abhängigkeit" von tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Käse, z.B. durch Zucker und Geschmacksverstärker, vergleichbar mit der Abhängigkeit von Nikotin beim Rauchen
  • Klischees gegenüber Veganern, wie z.B. "Gutmenschen", "Missionare", "Besserwisser", "Spinner"
  • Fehlende Bereitschaft, sich mit Themen zu befassen, die die eigene Lebensweise in Frage stellen
  • Der fehlende Glaube, durch persönliches Handeln etwas verändern zu können
  • Gleichgültigkeit, Unmündigkeit, Egoismus
  • Mangel an Empathie - sich in andere einzufühlen
  • Der Glaube, der Mensch sei die Krönung der Schöpfung und besäße das Recht, nicht menschliche Lebewesen nach Belieben zu benutzen

Engagement vegan lebender Menschen

  • Vermeidung von Leid gegenüber Mensch, Tier und Umwelt
  • Nach Möglichkeit Vermeidung tierischer Produkte bei Ernährung, Kosmetik, Medizin, Unterhaltung, Kleidung, Forschung, ...
  • Erhalt der eigenen Gesundheit durch eine vitalstoffreiche Ernährung
  • Bewusster Umgang mit Ressourcen und Konsum regionaler Produkte
  • Aufklärungsarbeit auf allen Gebieten, z.B. Religion, Politik, Wissenschaft, Bildung, Ernährung, Umwelt, ...
  • Proteste, Petitionen und Kundgebungen für Tierrechte, Umwelt und Menschen
  • Kultivieren einer "liebenden" Grundhaltung
  • Entdecken der eigenen Talente

Wer sind diese Veganer?

Der Begriff "Veganer" ist irreführend, richtiger müsste es "vegan lebende Menschen" heißen. Vegan lebende Menschen gehören keiner bestimmten sozialen Schicht, Religion, Partei, Sekte oder sonstigen Gruppierung an. Jeder Mensch kann vegan leben. Vegan lebende Menschen halten sich nicht für etwas besseres, haben doch die meisten von Ihnen selbst einmal tierische Produkte konsumiert.

Schritte zum Veganismus

Die meisten vegan lebenden Menschen waren dies nicht von Geburt an. Viele der heute vegan lebenden Menschen haben sich durch Veränderungen in ihrem Denken dazu entschlossen. Die Gründe, die einen Menschen dazu bewegen, sind sehr verschieden. Ist der Entschluss erst einmal gefasst, wird der Veganismus mit voller Überzeugung gelebt. Er wird als Fortschritt empfunden. Eine Rückkehr zu alten Verhaltensweisen würde Gewissenskonflikte verursachen. Für einen vegan lebenden Menschen hat der Veganismus nichts mit Verzicht zu tun, wie es von den "nicht-Veganern", z.B. beim Thema Fleisch, empfunden wird. Vielmehr hat es mit dem Ablegen leidverursachender Traditionen und Gewohnheiten zu tun. Die Attraktivität des Veganismus liegt in seiner Vielfalt und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten und ist für viele Menschen bereits gelebte Praxis.

Permakultur

Eine Erkenntnis aus der veganen Lebensphilosophie heraus könnte z.B. die Beschäftigung mit der Permakultur sein.
  • Die Beschäftigung mit dem Selbst und dem Sinn des Lebens führt uns zurück zur Natur
  • Die Erkenntnis, dass selbst eine vegane Ernährung in unserer Industriegesellschaft das Leid anderer für unsere Produkte nicht ausschließt und ebenfalls keine nachhaltige Zukunft für alle Menschen ermöglicht
Die Motivation der Anwendung permakultureller Prinzipien liegt nicht in den von den Medien propagierten klimapolitischen Annahmen hinsichtlich der Erderwährmung oder der Verknappung der Ressourcen, z.B. dem Erdöl. Die Permakultur und der Veganismus teilen die Auffassung, dass jedes Leben (Mensch, Tier und Umwelt) in Beziehung miteinander steht und mit Achtung und Würde zu behandeln ist. Die Permakultur ermöglicht vegan lebenden Menschen aktiven Umweltschutz zu betreiben und einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Lebendige Ökosysteme mindern die Auswirkungen klimatischer Veränderungen und ermöglichen so eine schrittweise Anpassung an die sich ändernden Gegebenheiten.

Definitionen sowie angrenzende Themengebiete

  • Vegetarismus (Ernährungsweise, bei der Verzehr von Tieren bewusst vermieden wird)
  • Veganismus (Lebensweise, bei der der Konsum tierischer Produkte bewusst vermieden wird)
  • Gesundheit (körperliches, geistiges und soziales Wohlergehen)
  • Permakultur (nachhaltiges, bewusstes Wirtschaften für zukunftsfähige Lebensräume)
  • Spiritualität (nach Sinn und Bedeutung suchende Lebenseinstellung)
  • Esoterik (Suche nach Erkenntnis im Inneren)
  • Liebe (innere Haltung positiver und tiefer Verbundenheit, die selbstlos ist)
  • Philosophie (Liebe zur Weisheit)
  • Weisheit (Hier: Tiefe Einsicht in die Kreisläufe des Lebens)

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zum Download

Mittwoch, 10. März 2010

Tell China to enact the Animal Protection Law

Vegaversum hat eine Petition für das Inkrafttreten eines Tierschutzgesetzes in China gestartet.

Bitte beteiligt euch an der Petition und verbreitet diese in eurem Umfeld.

Die Petition endet am 6. September 2010. Anbei eine Übersetzung ins "Mandarin", um auch die chinesische Bevölkerung zu erreichen. Die chinesischen Schriftzeichen auf der Flagge bedeuten Frieden.

Petition: http://www.thepetitionsite.com/1/ChinaAnimalProtectionLaw
In September 2009, legislation was drafted to address deliberate cruelty to animals in China. If passed, the legislation would offer some protection to pets, captive wildlife and animals used in laboratories, as well as regulating how farm animals are raised, transported and slaughtered. Still open are the precise details of the final legislation, and the practical aspects of enforcing the law.

Da der Petitionstext in englischer Sprache verfasst ist, hier die Übersetzung.
Sehr geehrter Herr Wu Hongbo (chin. Botschafter in Deutschland),

wie ich hörte, wird in China leider nicht darauf geachtet, Tiere bei der Tötung für den Verzehr oder die Verwendung ihrer Felle schnell und möglichst schmerzlos zu töten. Im Gegenteil, diese empfindenden Wesen, wie zum Beispiel Hundewelpen, sollen in einigen Fällen vor ihrem Tod sogar noch misshandelt und gequält werden um ihr Fleisch schmackhafter zu machen.

Kürzlich erfuhr ich von einer Art von Grausamkeit gegen Tiere, die mich unendlich schockiert hat. Seit einiger Zeit scheint es in China Mode zu sein, Tiere möglichst noch lebendig und sich bewegend zuzubereiten und zu essen, um den Gästen die Frische der Speisen zu demonstieren, aber auch um den Unterhaltungswert zu steigern.
So haben Köche hier eine Methode gefunden, Fische lebendig zu "entschuppen", zu frittieren, zu servieren und dann von hinten nach vorne zu verspeisen. Er wird am Leben gehalten, indem sein Kopf in ein nasses Tuch gewickelt wird. Es macht den Gästen offensichtlich Vergnügen, sein sich bewegendes Maul zu beobachten, wenn sein geschundener Körper auf dem Teller in schmackhaften Saucen liegt und sie spielen noch mit dem Tier, indem sie mit Stäbchen an ihm herum stochern.

Wie ein empfindendes Lebewesen so viel Schmerz ertragen und dabei noch am Leben bleiben kann bzw. muss, ist mir schleierhaft. Wenn wir einen Finger in kochendes Wasser halten, fühlen wir großen Schmerz. Der Schmerz, den das Tier empfindet, wenn sein gesamter, bereits schwer verletzter Körper in heißes Öl gehalten und danach noch mit evtl. scharfen Saucen übergossen wird, ist unvorstellbar!

Natürlich gibt es diese und viele andere Grausamkeiten gegen Tiere nicht nur in China, sondern auch in Deutschland und überall auf der Welt. Deshalb bemühe ich mich, den Menschen das Leid, das sie anderen Schmerz empfindenden Lebewesen zufügen, bewusst zu machen, wann und wo immer ich darüber erfahre.

Und so möchte ich auch an Sie appellieren, sich darum zu bemühen, dass der Tierschutz in Ihrem Land mehr Gewicht erhält, dass Tiere als empfindende Wesen anerkannt werden, deren Leiden ebenso vermieden werden sollte wie das des Menschen.

Ich werde davon Abstand nehmen müssen, Ihr Land zu bereisen oder chinesische Produkte zu komsumieren und werde alle Menschen in meinem Umfeld dazu auffordern, das auch zu tun, wenn nicht ersichtlich ist, dass China sich darum bemüht, die Situation der Tiere in seinem Land zu verbessern.

Mit freundlichen Grüßen