Sonntag, 7. November 2010

Rotes Gold - Cranberries

Vielen ist bekannt, dass Cranberries sehr viel Vitamin C enthalten. Aber wussten Sie auch, dass Cranberries
  • nachweislich antioxidantisch wirken (Schutz vor Krebs und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Verzögerung der Zellalterung)?
  • antibakteriell (Anwendungsgebiet z. B. Nieren-Blasen-Harnwegsinfektionen) und antiparasitär wirken?
  • in Australien Strahlungspatienten zur Reduzierung der Nebenwirkungen von radioaktiven Strahlen erhalten?
  • in Russland Tschernobyl-Opfern im Rahmen der Strahlentherapie verabreicht werden?
  • als Extrakt von Ärzten in den USA anstelle von Antibiotika verabreicht werden?
  • eine heilende Wirkung auf den Blasen-Nieren-Harnwegstrakt bescheinigt wurde (Rutgers Universität, New Jersey 1998)?
Cranberries werden in Nordamerika, Kanada, Chile - und in der Lüneburger Heide (29690 Gilten-Nienhagen) angebaut.

Bei Interesse schaut mal auf folgende Seite: http://www.dierking.de

"Lasst Eure Nahrungsmittel eure Heilmittel sein." - Hippokrates

Petition: Arzneimittelwesen - Keine Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen

Stand 07.11.2010 haben 61231 Menschen die Petition unterzeichnet.

Vitalstoffe sind Natursubstanzen und als solche nicht patentierbar. Aus Sicht der Pharmaindustrie sind Natursubstanzen unrentabel. Pharmakonzerne profitieren wesentlich mehr von Medikamenten, welche die Auswirkungen (Symptome) behandeln (-> dämpfen / lindern / aufhalten), nicht aber die Ursachen (->heilen). So verwundert es nicht, dass Lobbyisten der von Krankheit profitierenden Industriezweige auf politischem Weg (Codex Alimentarius) Naturheilverfahren und hoch dosierte Vitaminpräparate reglementieren wollen. Verfahren, die bei den Ursachen ansetzen und somit wirkliche Heilung versprechen.

Film: Codex Alimentarius vom 14. Mai 2009 mit Dr. Gottfried Lange
http://www.alpenparlament.tv/playlist/68-codex-alimentarius-dr-gottfried-lange-im-interview-mit-tomas-eckardt

YouTube: EU Diktatur will Kräuter verbieten. Wacht auf und wehrt euch.


"Liebe Pflanzenfreunde!
Leider ist es wahr, die Pharmalobby hat wieder zugeschlagen. Ab April 2011 soll das Gesetz für Nahrungsergänzungsmittel und Heilkräuter (THMPD - Traditional Herbal Medical Product Directive) EU-weit durchgesetzt werden.

Das bedeutet:
Die auf Teemischungen basierende Kräuterheilkunde wäre dann wahrscheinlich um die Hälfte der dort eingesetzten Kräuter beraubt, da es wenig "wissenschaftliche Forschung" über gebräuchliche, einheimische Kräuter gibt und diese dann ohne aufwändige Forschung keine Zulassung als Arzneimittel bekämen.

Fast alle chinesischen und ayurvedischen Heilpflanzen und ein guter Teil der europäischen Heilpflanzen sollen mit dieser EU-Novelle verboten und aus dem Handel genommen werden. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Pharmaindustrie hätte die Naturheilkunde "Schachmatt" gesetzt und könnte diesen wachsenden Markt für sich übernehmen.

Jetzt sind wir alle gefragt und können noch Einfluss nehmen, damit unsere Gesundheit nicht komplett in den Händen der Pharmaindustrie landet.
In Deinem, Ihrem, Eurem und unserem Interesse BITTE diese Petition unterzeichnen, um dieses düstere Gespenst vielleicht doch noch abzuwehren. Stichtag ist der 11.11.2010. Man muß sich auf der Seite vom deutschen Bundestag registrieren und die Petition dann unterzeichnen - es dauert nicht lange!
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14032

Hier noch ein Link mit sehr guten Infos bitte durchlesen!
http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/eu-richtlinie-thmpd-das-aus-fur-heilpflanzen-und-naturheilmittel

Mit pflanzlichen Grüßen
Leander von Kraft"
http://kraeuter-verband.blogspot.com/

Kamillenteeverbot und Tomatenboykott: Das böse Heilpflanzenverbot der EU
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/11/kamillenteeverbot-und-tomatenboykott-das-bose-heilpflanzenverbot-der-eu.php

"Wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert die Menschen." - Henry Kissinger

Samstag, 6. November 2010

Wildschwein "Freddy" will ein Galloway sein

Stiergemetzel als Kulturgut?

Das Parlament in Barcelona hat beschlossen, das blutige Spektakel vom 1. Januar 2012 an in Spaniens wirtschaftsstärkster Region abzuschaffen.
Quelle: http://www.n24.de/news/newsitem_6234744.html

Zuschauermangel: Spaniens Stierkampf steckt in der Wirtschaftskrise
Quelle: http://www.nwz-inside.de/News/Deine-Welt/Politik-und-Wirtschaft/Spaniens-Stierkampf-steckt-in-der-Wirtschaftskrise,10142
Stiergemetzel als Kulturgut: Demütigung und Folter eines Lebewesens als Kultur und Blutvergießen als Kunst, dies sind die Argumente der sozialistischen spanischen Regierung, um dem Stierkampf den offiziellen Kulturstempel aufzudrücken.

Bislang war das Innenministerium zuständig für die Stierspektakel aller Art, in Kürze soll die Zuständigkeit bei dem Kulturministerium liegen, unter Führung der Vollblut-Taurina Angeles González-Sinde (spanische Kulturministerin).

Nach dem Stierkampfverbot in Katalonien und dem von dem Madrider Senat niedergeschmetterten Antrag der Volkspartei, das blutige Gemetzel zum Kulturgut (“Bien de Interés Cultural”) erklären zu lassen, geht die geschwächte Stierkampflobby in die Offensive.
Erst Ende September empfing Angeles González-Sinde die Spitzentoreros José Tomás, Julián Lopez, Enrique Ponce, José Antonio Morante de la Puebla und José María Manzanares um mit ihnen über den Erhalt der beschönigend Tauromachie (Stierkämpferkunst) genannten Blutfiestas zu debattieren.

Gestern nun traf sich der spanische Innenminister, Alfredo Pérez Rubalcaba, mit den Stierkämpfern, dem Rechtsanwalt Javier Araúz de Robles, sowie Carlos Núñez, Präsidenten des “Mesa del Toro” und der Union der Kampfstierzüchter. Alfredo Pérez Rubalcaba bestätigte in der Pressekonferenz, dass sein Ministerium sowie die Regierung vollkommen einverstanden damit sind, dass die Kompetenzen bezüglich der Stiere dem Kulturministerium übertragen werden und Stierkämpfer Jose Maria Manzanares sieht sich uns seine Kumpanen gar als Künstler, “Wir fühlen uns als Künstler und können deshalb vom Kulturministerium auch mehr Unterstützung erwarten”.

Sollten diese Pläne, dem Stierkampf und allen anderen blutigen Festivitäten im Namen der Tradition, einen offiziellen Kulturstempel aufzudrücken wirklich umgesetzt werden, würde die sozialistische Regierung einen gefährlichen Schritt zugunsten der Stierkampflobby gehen.

In Zukunft wäre es schwieriger in den autonomen Regionen Spaniens zu verhindern, dass die Tauromachie zum Kulturgut erklärt wird, ein weiterer direkter Vorteil wäre die Reduzierung der Steuer von 17% auf 8%, welche die Verluste die die Tauromachie erleidet, ein wenig lindern würde.

Diese Offensive der Stierkamfplobby ist ein Beweis ihrer Schwäche, da ihr blutbeflecktes Geschäft ohne wirtschaftliche Hilfen nicht überleben würde, von der Europäischen Union erhält sie Subventionen in mehrstelliger Millionenhöhe.

Martina Szyszka
Quelle: http://www.sos-galgos.net/2010-10-14/stiergemetzel-als-kulturgut.html

Skandalös! 600 Millionen Euro an Subventionen für den Stierkampf in Spanien. Die Deutschen Steuerzahler sind also mit 150 Millionen dabei.
Quelle: http://www.andaluz.tv/nachrichten_costa_del_sol/det_nachrichten_costa_del_sol.php?idNot=3853

Die Matadore, allen voran der andalusische Enrique Ponce, fordern den Stierkampf als Kultur zu schützen
Quelle: http://www.andaluz.tv/nachrichten_costa_del_sol/det_nachrichten_costa_del_sol.php?idNot=4230

Dienstag, 2. November 2010

Tierversuche: "Der Mensch ist nun mal keine Maus"

"Der Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. will Tierversuche abschaffen - nicht nur aus ethischen Gründen. GEO.de sprach mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin und Tierärztin Corina Gericke"

"...Ich bin überzeugt, dass sich die medizinische Forschung sogar besser entwickelt hätte, wenn schon vor 50 oder 100 Jahren Tierversuche verboten worden wären. Dann wären nämlich die Forschungsgelder, die heute überwiegend in Tierversuche investiert werden, in die tierversuchsfreie Forschung geflossen - mit entsprechenden Ergebnissen..."

"...Die heutige Medizin ist ausgesprochen erfolglos. Obwohl mit einem gigantischen Aufwand geforscht wird. Die Entwicklung eines neuen Medikaments kostet rund eine Milliarde Euro. Und fast nie ist ein wirklicher Durchbruch oder eine Neuerung dabei..."

"...Pharmaunternehmen und chemische Industrie haben zwar Interesse an tierversuchsfreier Forschung, weil sie kostengünstiger sind, und sie tragen auch viel zu ihrer Entwicklung bei. Aber diese Unternehmen haben andererseits auch ein starkes Interesse, den Tierversuch beizubehalten, weil er für sie eine Alibifunktion hat. Wenn mit ihren Substanzen nach der Markteinführung etwas schiefgeht, können sie sich darauf berufen, alle vorgeschriebenen Tests mit Tieren gemacht zu haben. So sichern Sie sich rechtlich ab. Außerdem fehlt es einfach an staatlicher Förderung der tierversuchsfreien Forschung..."

Das gesamte Interview lesen Sie unter: http://www.geo.de/GEO/mensch/medizin/65935.html
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de
http://www.facebook.com/aerztegegentierversuche

Donnerstag, 7. Oktober 2010

16.-19. November: Messe EuroTier in Hannover

"Schwein müsste man sein. Besser noch Glücksschwein auf einem Schweine-Hightech-Hof."
Ach ja, wär' das schön! Wer braucht denn da noch Natur und Auslauf???
Wellness pur!!!!

Begeisterter Bericht (scheinbar tatsächlich von der HAZ) über das Schwein de luxe ohne Qualitätsverluste. Die "Supersau" (Name des hypermodernen Scheinehaltungssystems) schafft endlich das digitale und natürlich wahnsinnig glückliche Schwein:
Presseartikel zur Messe EuroTier, Nov. 2006 (ein Fundstück)

Die TENDERFOOT Abferkelbucht (schon der Name ist eine Streicheleinheit)
Auf der Tenderfoot Webseite als "tiergerecht", auf einem Werbebanner der "EuroTier-Seite" als "tierfreundlich" bezeichnet. Da möchte man sich doch am liebsten gleich dazu legen:
Abferkelbucht

Es gibt sicherlich noch viel mehr "erfreuliche" Neuigkeiten zur sogenannten "Tierproduktion" auf der Eurotier zu erleben. Schließlich ist es Weltweit das Top-Event für Tierhaltungs-Profis.

Im Zuge der Entwicklung und Optimierung der Massentierhaltung in immer größerem Stil entsteht im Herzen Hannovers gerade das umstrittene Forschungszentrum für Tierimpfstoffe des Pharma-Konzerns Boehringer, bei Wietze befindet sich Europas größter Geflügelschachthof im Bau und neue Mastställe schießen wie Pilze aus dem Boden - bald auch in Ihrer Nachbarschaft.

14.10. Veganer Stammtisch in Braunschweig

Riptide (um 18:30 Uhr)
Handelsweg 11
38100 Braunschweig
http://www.cafe-riptide.de/

Für Veggies mit Interesse an Tierrechtsthemen und alle, die es werden wollen. Z.B.: Aktionen planen, Infostände zum Thema Tierrechte, Fahrgemeinschaften zu Demos, Gleichgesinnte treffen, Lachen, Essen, Trinken, Erfahrungsaustausch Alles soll freiwillig sein, jede/r so wie sie/er kann oder möchte.
Also, trau dich! Go VEGAN!

Braunschweig Vegan auf meinVZ

Dienstag, 14. September 2010

Tier-Time: Bundesweiter Tierschutztag in Kassel


Tier-Time: Bundesweiter Tierschutztag in Kassel: "Dieser Tag findet zum Gedenken an unseren ermordeten Kater 'Strupie' statt, der durch das 'Hobby' Jagd ums Leben kam und steht stellvertre..."

Samstag, 11. September 2010

MOTION FOR THE OCEAN


Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz will mit ihrer Kampagne "MOTION FOR THE OCEAN" sowie mit dieser außergewöhnlichen Veranstaltung - gemeinsam mit Captain Paul Watson (Sea Shepherd Conservation Society) - auf die Dringlichkeit des Schutzes der Weltmeere und ihrer Bewohner aufmerksam machen.
Nehmen Sie die einmalige Gelegenheit wahr, diesen weltbekannten Umweltaktivisten persönlich kennenzulernen. Wir laden Sie herzlich dazu ein!
Ort: Hotel Crowne Plaza, Hinüberstraße 6, 30175 Hannover
Datum: 11. September 2010 (Eintritt frei)
Beginn: 19.00 Uhr (Einlass ab 18.40 Uhr)
Anmerkung Vegaversum: Solange die Gewalt gegen Lebewesen nicht geahndet wird, wird es Menschen geben, die dies emotional nicht ertragen können und gegen dieses Unrecht angehen. Gewalt gegen Lebewesen führt zu Gegengewalt. Bleibt nur zu hoffen, dass die nachfolgende Generation friedvoll zu nachhaltigen Lösungen gegenüber Mensch, Tier und Umwelt gelangt.
http://www.seashepherd.org/
http://www.tierschutzpartei.de/

Freitag, 3. September 2010

VISIONEN 2021 - Für ein innovatives Niedersachsen

Herausgeber:
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung
Ministerin: Astrid Grotelüschen
Calenberger Straße 2
30169 Hannover
Telefon: 0511 120 - 0
Telefax: 0511 120 - 2385
E-Mail: poststelle@ml.niedersachsen.de
Internet: www.ml.niedersachsen.de
Stand: Hannover, Dezember 2008


"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" befand einmal ein bekannter deutscher Politiker. Wir sind dem nicht ganz gefolgt, aber wir haben uns schon zu "Sprechstunden" getroffen, um einmal gemeinsam etwas Spökenkiekerei (Norddeutsch, ironisch für "Hellseherei") zu betreiben.

Wie geht es weiter bei uns im Ministerium? Was wollen wir mit unserer Arbeit erreichen, wo soll und wo wird es hingehen? Im Jahr 2021 begeht unser Bundesland Niedersachsen seinen 75. Geburtstag. Wie sieht es dann aus in der Welt, in Europa, in Deutschland - was bringt die Zukunft?

Situationsbeschreibung/Trend
Die Fleischwarenindustrie erzielte im Jahr 2005 mit 6,5 Mrd. Euro fast 30% der Gesamtumsätze der Ernährungswirtschaft, gefolgt von der Milchverarbeitung mit 2,5 Mrd. Euro (11%). Wichtigste Exportprodukte sind Fleisch und Fleischwaren, Milch und Milcherzeugnisse sowie Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse.

Die veränderten Konsumgewohnheiten in Entwicklungs und Schwellenländern begünstigen Exporte der niedersächsischen Ernährungsindustrie. Zur ausreichenden Versorgung der Weltbevölkerung werden nach Aussagen der FAO bis 2030 etwa 55% mehr Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Überlagert wird dies durch den Klimawandel mit voraussichtlich negativen Folgen für die weltweit landwirtschaftlich nutzbare Fläche. Aller Voraussicht nach wird sich der Klimawandel weiter beschleunigen und die Erwärmung im 21. Jahrhundert mindestens doppelt so schnell verlaufen wie im vergangenen Jahrhundert.

Für Niedersachsen ist die Tierhaltung aufgrund der hohen Nutztierzahl ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Erhaltung der Tiergesundheit in allen Haltungsbereichen und die Schaffung von Voraussetzungen für eine effektive Seuchenbekämpfung sind vorrangige Ziele im Sinne des Verbraucherschutzes. Durch die Kombination von neuer Diagnostik und Impfung soll eine Möglichkeit geschaffen werden, zumindest im begrenzten Umfang auf die totale Bestandsräumung in Seuchengebieten zu verzichten und gesunde Tiere vermarkten zu können.

Tierschutz ist seit langem in der niedersächsischen Verfassung verankert und seit dem Jahr 2002 Staatszielbestimmung der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft stellt zu Recht zunehmend Anforderungen an einen ethisch verantwortbaren Umgang mit Tieren. Die Haltungsbedingungen landwirtschaftlicher Nutztiere sind neben dem Transport und der Schlachtung von Tieren hier zentrales Interesse.

Die Konzentration bei den Schlachtbetrieben und der Lebensmittelverarbeitung aus Gründen der Ökonomie und steigender Hygieneanforderungen sowie ein globaler Warenaustausch werden zu einer Intensivierung der Tiertransporte von Schlachttieren mit der Konsequenz längerer Transportzeiten führen.

Ausgangssituation in Niedersachsen
Ein Fünftel der in Deutschland ermolkenen Milch stammt aus Niedersachsen. Jedes 5. Rind, jedes 3. Schwein und die Hälfte der Hähnchen und Puten stehen in heimischen Ställen. Damit ist Niedersachsen bundesweit der bedeutendste Standort in der Tierhaltung und eine international bedeutende Agrarexportregion für tierische Produkte.

Bevölkerungsentwicklung, Kaufkraftentwicklung und Änderungen der Verzehrsgewohnheiten führen weltweit zu einem veränderten Milch- und Fleischkonsum. Die Nachfrage wächst, wenn auch unterschiedlich stark. Industriestaaten haben bereits einen hohen Milch- und Fleischverbrauch, der kaum Steigerungen erwarten lässt, während von den so genannten Schwellenländern, auch Russland, den jüngsten EU-Beitrittsländern und großen Teilen Asiens erhebliche Steigerungen zu erwarten sind.

VISIONEN 2021
Weltweit ist Geflügelfleisch stark nachgefragt.

Für die Produktionsausweitung werden vor allem Sojabohnen und Mais benötigt. Rindfleisch und Milch werden wichtiger, weil auch hier mit Futter gearbeitet wird, welches nicht in direkter Konkurrenz zur menschlichen Ernährung steht. Umwelt- und Tierschutz werden in der modernen Tierhaltung Niedersachsens groß geschrieben. Die Wettbewerbsfähigkeit spielt eine zentrale Rolle für den Absatz im In- und Ausland. Die Position Niedersachsens als bedeutender Milchproduktions- und Veredelungsstandort in Europa ist weiterhin stärker geworden. Auch der niedersächsische Verarbeitungssektor für tierische Produkte ist weiter gewachsen.

Die Grüne Gentechnik ist Teil der Optimierungsstrategie im Pflanzenbau um den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Futtermitteln und nachwachsenden Rohstoffen zu decken. Ihre Anwendung trägt den Bedenken der Öffentlichkeit hinsichtlich Sicherheit, Kennzeichnung und Transparenz Rechnung.
Quelle: http://www.ml.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=1322&article_id=5030&_psmand=7


Vegaversum fasst die (HORROR)VISIONEN 2021 in Bezug auf Tierproduktion kurz zusammen:

Bevölkerungswachstum, steigender Konsum von tierischen Produkten = steigender Bedarf an Futtermitteln. Klimawandel und Anbau von Energiepflanzen führen zu einer Verknappung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche für den Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln für die Menschen.

Dem begegnet das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, indem es auf die Optimierung der Fleischproduktion setzt:
  • Gentechnik als Teil der Optimierungsstrategie im Pflanzenbau
  • Tierimpfungen zur Optimierung von Ställen mit hohen Besatzdichten
  • Effektive Seuchenbekämpfung um gesunde Tiere vermarkten zu können
  • Zentralisierung von Schlachtbetrieben (Gigaschlachtanlagen)
  • Intensivierung von Tiertransporten
Der Fleischkonsum zählt zu den elementarsten Umweltbelastungen. Die stete Forderung an den Boden, immer größere Mengen an Futter für unsere Nutztiere zu liefern, ist eine gigantische Verschwendung von Ressourcen. Grundsätzlich ist der Aufwand zur Produktion tierischer Nahrungsmittel (verlängerte Nahrungskette) um ein Vielfaches höher als die Produktion pflanzlicher Lebensmittel. Dies gilt für den Flächenbedarf, den Energieeinsatz und den Wasserverbrauch.

Vegaversum kann den VISIONEN 2021 des Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung hinsichtlich Tierethik, Verbraucherschutz und Naturschuzt nicht folgen, überwiegen doch die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums auf Tiere, Menschen und Umwelt.

Zitat Eugen Drevermann: "Gedanken, die keine Gefühlsbegleitung mehr haben, sind der Wahnsinn."
Zitat Helmut Schmidt: "Wer VISIONEN hat, sollte zum Arzt gehen."

Donnerstag, 2. September 2010

Urteilsfindung


Wir erfahren etwas neues und bilden uns ein Urteil. Grafik 1 steht stellvertretend für Menschen, die sich sehr schnell eine Meinung bilden. Als Kind hatte ich diese urteilsfesten Menschen als Vorbild empfunden, fiel es mir selbst doch immer schwer, zu einem festen Standpunkt zu gelangen. Mit der Zeit erkannte ich, dass es sich bei schnellen Urteilen nicht selten um Vorurteile handelt. Themen, über die sehr schnell geurteilt wird, sind z.B. Pädophilie, Terrorismus, Politik, Neonazismus, religiöse Dogmen, Sekten, u.s.w.



Grafik 2: Man sagt gemeinhin, die Basis unserer Entscheidungen sei die Summe unserer Erfahrungen. In der Praxis jedoch verzichten wir des Öfteren auf die Bildung einer eigener Meinung. Unsere anerzogenen Denkmuster verleiten uns nur zu gerne zu zweidimensionalen, pauschalen und verkürzten Urteilen. Zudem ist es bequem, einen pauschalen Standpunkt zu vertreten, ohne sich über mögliche Ursachen Gedanken machen zu müssen.




Grafik 3: Der Standpunkt von Betrachter Nr. 1 ermöglicht ihm, im Gegensatz zum Betrachter Nr. 2 oder Nr. 3, eine größere Bandbreite des Themas zu überschauen. Nr. 3 sieht die Dinge eher negativ (-), Nr. 2 steht dem Thema "neutraler" aber auch "pauschaler" gegenüber. Alle Aspekte des Themas kann jedoch keiner von ihnen überblicken.

Um die ausgetretenen Pfade unserer gewohnten Denkmuster zu verlassen und zu einer halbwegs eigenständigen Meinung zu gelangen, bedarf es einer objektiven Auseinandersetzung mit alltäglichen und womöglich unangenehmen Themen.

Die Fähigkeit Dinge zu hinterfragen, nicht dem Augenschein zu trauen und nicht beim ersten Urteil zu bleiben, bedarf der Übung.

Zum Thema Urteilsfindung passt das hermetische Prinzip der Polarität. Es erklärt, dass alles zwei Pole oder entgegengesetzte Aspekte hat, dass Gegensätze in Wirklichkeit nur die zwei Extreme desselben Dinges sind, mit vielen verschiedenen Graden zwischen den beiden; alle Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten.

http://www.hermetics.org/pdf/Das%20Kybalion.pdf

Mentio: Licht und Gold

Mentio: Licht und Gold: "Vor einiger Zeit erfuhr ich in einer Kultursendung über den Chorgesang 'Lux Aurumque' des Komponisten Eric Whitacre - ein Werk, das nur über..."
Ein, wie ich finde, schönes Beispiel der Vernetzung - unbedingt bei Mentio mal reinhören.

Dienstag, 17. August 2010

Weltreise in ein anderes Leben

Die Wohnung kündigen und den sicheren Job aufgeben um die Arbeit in Ökodörfern und Permakulturgärten kennenzulernen und sich in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu bilden?

Diese beiden machen es wahr:
www.organicvision.org
www.rp-online.de/niederrheinsued/willich/nachrichten/willich/Weltreise-in-ein-anderes-Leben_aid_889907.html

Freitag, 13. August 2010

Minister - Massentierhaltung - Gewalt

Astrid Grotelüschen wurde im April 2010 vom derzeitigen Bundespräsidenten Christian Wulff zu Niedersachsens Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung ernannt. Aufgrund der Strafanzeige gegen Familie Grotelüschen (Verstoß gegen das Tierschutz- und das Tierkörperbeseitigungsgesetz) geht Vegaversum der Frage nach, wofür Ministerin Grotelüschen steht und wessen Interessen sie vertritt:

  • Grotelüschen unterstützt die Ansiedlung Europas größten Geflügelschlachthofs in Wietze (Kreis Celle). Bereits Mitte August soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.
  • Wo andere einen vom Staat subventionierten Verdrängungswettbewerb der Fleischindustrie-Magnaten (Wiesenhof, Rothkötter und Stolle) sehen, sieht Grotelüschen einen steigenden Bedarf an Fleisch, der von unseren Landwirten auf hohem Qualitätsniveau bedient werden soll.
  • Grotelüschen versteckt ihr Gewissen hinter dem Glauben, dass die geltenden Tierschutzgesetze eingehalten würden und missachtet die negativen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt. Im Gegenteil, Grotelüschen begrüßt den Bau weiterer Mastanlagen und unterstützt die Rodung von Wäldern für Mastanlagen.
  • Die Sorge Grotelüschens gilt nicht misshandelten und gequälten Tieren, sondern dem wirtschaftlichen Verlust durch vorzeitiges Verenden in der Qualzucht.
  • Familie Grotelüschen gehört der zweitgrößte "Mastputen-Brüterei und Mastputen-Zerlegungs" Betrieb Deutschlands (Brüterei Ahlhorn).

Grotelüschen ist erschrocken über den wachsenden Protest der Bevölkerung gegen Massentierhaltungsanlagen und verurteilt den Brandanschlag auf die Hähnchenmastanlage in Sprötze.

Im Hinblick auf die "Kriminalisierung" von Tierrechtlern durch Ministerin Grotelüschen entgegnet Vegaversum, dass Gewalt niemals zu einer Lösung von Konflikten führt, sondern wiederum Gewalt herausfordert. Gewalt, wie sie Ministerin Grotelüschen mit ihrer Politik gegen Lebewesen ausübt, führt somit unweigerlich zu Protest und Solidarität gegenüber schutzbefohlenen Mitgeschöpfen.

Wem gegenüber sollen wir Menschen uns loyal verhalten? Gegenüber einem Staat, der einen Verdrängungswettbewerb der Fleischindustrie nicht nur duldet, sondern sogar mit Steuergeldern subventioniert oder nicht menschlichen Lebewesen die für Profit- und Machtstreben misshandelt und gequält werden?

Die systematische Folter von empfindenden Wesen, gleichgültig mit welchem Motiv und in welcher Form, kann in keinem Fall gerechtfertigt und ethisch vertretbar sein und sollte uns zum Handeln auffordern. Jeder einzelne von uns muss sich zwischen Recht und Unrecht, zwischen dem Verursachen und dem Verringern von Leid, entscheiden.

"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht" (Bertolt Brecht)

Unterstützen Sie die Aktion von PETA: Keine Putenzüchterin als Ministerin in Niedersachsen!
http://action.peta.de/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=44&ea.campaign.id=7438

Quellen:
http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Grotelueschen-Neue-Maststaelle-sind-richtig-trotz-Protest
http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Strafanzeige-gegen-Ehepaar-Grotelueschen
http://www.peta.de/grotelueschen
http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Brandanschlag-auf-Haehnchenmastanlage-in-Sproetze
http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Agrarministerin-verteidigt-sich-gegen-Kritik
http://www.astrid-grotelueschen.de/pages/zur-person/persoenliches/beruflich.php