Samstag, 20. Februar 2010

Nachtrag: Offener Brief zur Petition gegen das Tierversuchszentrum Hannover

Antwort von Boehringer Ingelheim zum offenen Brief (.pdf Dokument)
Die Boehringer Ingelheim Animal Health GmbH nimmt wie folgt Stellung:
  • Impfstoffe für landwirtschaftliche Nutztiere schützen Tier und Mensch.
  • Der Aspekt der "Tiergerechtheit" spielt zunehmend eine Rolle.
  • Geltende Gesetze werden eingehalten.
Antwort Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages (.pdf Dokument)
Der Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages hat in seiner Sitzung vom 17.02.2010 die Eingabe (Petition gegen den Bau eines Tierversuchszentrums von Boehringer in Hannover) mit folgenden Begründungen abgelehnt:
  • Die Nutztierhaltung bewege sich im Spannungsfeld Tierschutz, Tiergesundheit, Verbraucherschutz, Umweltschutz, Arbeitsschutz, Wirtschaftlichkeit der Tierhaltung und Entwicklungsperspektiven.
  • Ein Verzicht auf die Entwicklung von Impfstoffen für Tiere sei wenig zielführend, da bereits beim Menschen Impfstoffe seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt würden.
  • Schutzimpfungen verbesserten die Tiergesundheit.
  • Die Schutzimpfung reduziere den Einsatz von Antibiotika und die damit verbundene Entwicklung von antimikrobiellen Resistenzen.
Auszug aus den Vegaversum Leitideen: "Bleiben Sie kritisch wenn Menschen die Ansichten anderer - sei es in Religion, Politik oder Wissenschaft - nur negativ, ihre eigenen Ansichten jedoch nur positiv darstellen."

Was hier von Politik und Wirtschaft so positiv dargestellt wird, läuft auf Tierleid und Umweltzerstörung hinaus. Die systematische Folter von empfindenden Wesen, gleichgültig mit welchem Motiv und in welcher Form, kann in keinem Fall gerechtfertigt und ethisch vertretbar sein und sollte uns zum Handeln auffordern. Die Folgen werden, wie am Beispiel Wietze zu beobachten ist, Schlachtereien mit 2,6 Millionen Schlachtungen pro Woche sowie eine rasant ansteigende Zahl an Mastbetrieben sein. (Bild: HAZ vom 17.02.2010)

Und all das Leiden geschieht zur Befriedigung unserer Essgewohnheiten, unseres Genusses und unserer Gier nach Profit und Macht.

"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." (Bertolt Brecht)

Um das vom Land Niedersachsen, der Ev.-luth. Jakobi-Gemeinde in Kirchrode und der Stadt Hannover gebilligte Vorhaben der Firma Boehringer Ingelheim zu verhindern, bleibt den Gegnern nur noch der Weg, Klage gegen den Bebauungsplan 1708 vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg zu erheben.

(Bild: HAZ vom 19.02.2010)


PS: Kommt am 17. April nach Hannover und erhebt eure Stimme für die Stimmlosen! Informiert euch über leckere und gesunde Alternativen zur fleischbetonten und massentierhaltungsfördernden Ernährung.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Loving Hut - 100% vegan

Wir waren begeistert vom Loving Hut in Hannover und können es wärmstens empfehlen. Alles wird vegan zubereitet, also ohne tierische Produkte. Endlich eine gesunde Alternative zu den anderen Fastfoodketten und der fleischbetonten Gastronomie, die ihren Profit auf dem Leid unzähliger Tiere aufbauen und damit der Umwelt einen massiven Schaden zufügen.
"Loving Hut wurde mit der Vision gegründet, dass alle Lebewesen in Frieden, Liebe und Harmonie miteinander und mit dem Planeten leben können. Überall auf der Welt werden zurzeit neue Filialen von Loving Hut eröffnet. Geboten wird eine Gourmetküche aus gesunden veganen Zutaten – ein idealer Ausgangspunkt für jene, die den edlen Weg zu einer pflanzlichen Ernährung beschreiten wollen."
Quelle: http://www.lovinghut.de
Loving Hut Hannover
Calenberger Str. 11
30169 Hannover
Tel.: 0511 10538276
Montag bis Samstag: 11 Uhr bis 21 Uhr
An Sonn- und Feiertagen geschlossen

Nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Straßenbahn Linie 17, Haltestelle Humboldtstraße oder U3, U7, U9, Haltestelle Waterloo.

Probiert selber und berichtet hier darüber, indem ihr diesen Beitrag kommentiert.

PS: Und kommt am 17. April nach Hannover und erhebt eure Stimme! Loving Hut nimmt an der Großdemo teil und versorgt euch mit leckeren Snacks.

Samstag, 13. Februar 2010

Demo: Stimme für die Stimmlosen!


Demo: Für Tier und Umweltschutz
Wann: 17. April 2010, 11:00-17:00 Uhr
Treffpunkt: Hannover am Steintor Platz

Im November 09 fanden sich Menschen in Hannover ein, um gegen das geplante Tierversuchslabor (Forschungszentrum für Tierimpfstoffe) der Firma Boehringer Ingelheim und Tierausbeutung im Allgemeinen zu demonstrieren. Dieses Mal wollen wir über 1000 Menschen für die Rechte der Tiere und Umwelt zusammentrommeln.

Dafür laden wir alle ein, um ein weiteres Zeichen zu setzen!
  • Komm am 17. April nach Hannover und demonstriere mit uns
  • Beteilige dich mit einem Stand (Anmeldungen laufen über uns)
  • Sags bitte weiter
  • Poste über uns in Blogs und/oder Foren
  • Verlinke uns
Info-Website: http://demo17april.blogsport.eu/aufruf/

Die Teilnehmer/innen treffen sich ab 11.00 Uhr auf dem Steintorplatz in Hannover. Ab 12.00 Uhr wird der Demonstrationszug durch Hannover starten. Die Abschlusskundgebung mit verschiedenen Rednern – darunter auch der Bundesvorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Stefan Bernhard Eck – findet auf dem Steintorplatz statt. Wie schon bei der Demonstration im November wird es Info-Stände geben und für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.



Komm am 17. April nach Hannover und erhebe deine Stimme für die Stimmlosen!
  • Es gibt günstige Unterkünfte
  • Nutze oder bilde eine Fahrgemeinschaft
Zum ersten Mal auf einer Demo?
http://de.wikibooks.org/wiki/Demonstration_und_politischer_Aktivismus

Sonntag, 24. Januar 2010

Offener Brief zur Petition: Nein zum Tierversuchszentrum in Hannover

Die Petitionsfrist ist im Januar 2010 abgelaufen und die Petition wird die Adressaten in den nächsten Tagen mit folgendem Anschreiben auf dem Postweg erreichen.

Offener Brief zur Petition: Nein zum Tierversuchszentrum in Hannover

Adressaten:
  • Ulrich Pitkamin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH
  • Dr. Albrecht Kissel, Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH
  • Dr. Randolph Seidler, Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH
  • Dr. Gerhard Greif, Präsident der Tierärztlichen Hochschule Hannover
  • Stephan Weil, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
  • Christian Wulff, Ministerpräsident von Niedersachsen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie beabsichtigen, mit neuen Impfstoffen Infektionskrankheiten vorzubeugen, den Gesundheitszustand der Nutztierbestände zu verbessern und den Einsatz von Antibiotika zum Schutz für Tier und Mensch zu vermindern.

Angesichts des gestiegenen Umsatzes durch die Vermarktung von Impfstoffen für Nutztiere (bei Boehringer von 108 Mio Euro in 2007 auf 300 Mio Euro in 2008) ist mit steigenden Gewinnen auch in den nächsten Jahrzehnten zu rechnen. Diese Gewinnprognosen rechtfertigen Forschungs- und Entwicklungskosten von 30 bis 50 Mio Euro pro Impfstoff. Zudem ist mit einem weltweiten Anstieg der Nutztierhaltung und somit auch des Impfstoffbedarfs zu rechnen.

In den letzten Jahrzehnten entstanden große und einflussreiche Industriezweige in der Nutztierhaltung, deren Existenz davon abhängt, dass sich an der extrem ungesunden und unnatürlichen Haltungsform der Tiere nichts ändert, da nur mit intensiver Massentierhaltung profitable Gewinne erwirtschaftet werden können.

Großunternehmen planen Mastanlagen mit bis zu 80.000 Mastschweineplätzen. Hierbei geht es einzig um den Profit auf Kosten empfindsamer Mitgeschöpfe. Siehe hierzu neue Erkenntnisse in der Schmerzforschung mit Tieren (INRA-Studie, siehe Anlage).

Aus diesen widernatürlichen Haltungsbedingungen resultieren zahlreiche Erkrankungen, z.B. Atemwegserkrankungen und Darmerkrankungen. Als Konsequenz werden Mastschweinen vorbeugend große Mengen von Medikamenten verabreicht. Viele dieser Krankheiten können heute noch nicht befriedigend mit Impfstoffen verhindert werden. Darüber hinaus verschärft eine zunehmende Antibiotika-Resistenz bei vielen bakteriellen Erkrankungen die Situation.

Die Anpassung der Tiere an die tierfeindlichen Lebensbedingungen durch Impfungen verbessert nicht deren Haltungsbedingungen, im Gegenteil. Ihr entstehendes Forschungszentrum für Tierimpfstoffe wird dazu beitragen, die Massentierhaltung zu stärken und die Fehlentwicklung in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung voranzutreiben. Immer mehr leidensfähige Mitgeschöpfe, die fast immer eng zusammengepfercht und bei Dämmerlicht vegetieren müssen, werden ausgebeutet.

Profitierende dieser tierausbeutenden Praktiken sind die Betreiber der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung mit hohen Besatzdichten sowie die Pharmaindustrie.

Seit 2007 protestieren engagierte Tierschützer mit tatkräftiger Unterstützung durch Anlieger gegen den Bau des Forschungszentrums in Hannover.

Im letzten halben Jahr wurden 3124 Unterschriften gegen Ihr Vorhaben in Form der beigefügten Petition zusammengetragen. Dazu kommen die über 5500 Unterschriften der Bürgerinitiative. Immer mehr Menschen stehen Massentierhaltung und Tierversuchen kritisch gegenüber.


Wir, die Unterzeichner der Petition, appellieren an die Empfänger (siehe oben), ihrer sozialen Verpflichtung gegenüber Mensch und Tier nachzukommen, indem
  • Haltungsbedingungen unterstützt werden, die Versuchs- und Nutztieren in landwirtschaftlicher Nutztierhaltung und Versuchslaboren ein „artgerechtes“ Leben ermöglichen und
  • einen angemessenen Anteil des Forschungs- und Entwicklungsetats in tierversuchsfreie Grundlagenforschung zu investieren. Hierbei ist die Nähe zur Tierärztlichen Hochschule sicherlich von Vorteil.
Haltungsbedingungen, die „unseren Nutztieren“ ein „artgerechtes“ Leben ermöglichen, haben den Vorteil, dass der Einsatz von Medikamenten um ein Vielfaches verringert wird, was auch dem Konsumenten zugute kommt. Die Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen ist ein Beitrag zur Gesunderhaltung von Tieren und damit aktiver Tierschutz. Auf den Internetseiten Boehringer Ingelheims ließen sich keine Informationen zu tierversuchsfreien Forschungsmethoden finden.

Mit der Bitte um Stellungnahme zu den Themen Nutztierhaltung, tierversuchsfreie Forschungsmethoden und den Einwendungen zum Tierschutz (siehe Anlage) grüßen Sie im Namen aller Unterzeichner der Petition

Michael Simon und Antje Vasenthien


Anlage

Tierschutz erste Einwendung
Es ist nicht ersichtlich, dass bei der Planung des Bauvorhabens die gesetzlichen, zwingend anzuwendenden Bestimmungen des TierSchG berücksichtigt werden. Eine Betriebsgenehmigung gemäß § 11 TierSchG ist zu versagen. Das Tierschutzgesetz (TierSchG) ist als Gesetz zu dem Zweck erlassen worden, "aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen." Grundsätzlich gilt: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen" (§ 1 TierSchG). Das Tierschutzgesetz beruht heute verfassungsrechtlich auf dem Staatsziel Tierschutz in Art. 20a GG.

Artikel 20a Grundgesetz: Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.
Fassung aufgrund des Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Staatsziel Tierschutz) vom 26.7.2002 (BGBl. I S. 2862) m. W. v. 01.08.2002.

Die Haltung der Versuchstiere ist nicht artgerecht. Eine nicht artgerechte Haltung stellt für sich betrachtet eine auf Dauer (Dauer der Haltung) angelegte Beeinträchtigung der Lebensmöglichkeiten des Tieres dar, die zu Schäden führt. Wenn Versuchstiere, die für S2-Versuche verwendet werden nach den einschränkenden Bedingungen der S4-Risikostufe gehalten werden, so verstößt dieses gegen § 1 TierSchG, denn es gibt keinen vernünftigen Grund hierfür im Sinne des Tierschutzgesetzes.

Tierschutz zweite Einwendung
Der Tierschutz wird nicht beachtet. Impfstoffforschung ist unweigerlich mit qualvollen Tierversuchen verbunden, die insbesondere in den geplanten Ausmaßen nicht erforderlich sind. Außerdem dienen Tierimpfstoffe keineswegs dem Wohle der Tiere, sondern letztlich dem Profit der Tierarznei-Pharmaindustrie und der Fleischindustrie, da die Tierimpfstoffe die Fortsetzung der mit dem Antibiotika-Missbrauch vor ca. 40 Jahren entstandenen Massentierhaltung erst ermöglichen sollen.

Stress, Enge und Leistungsdruck machen die Tiere der heute üblichen industriellen Nutztierhaltung zur Fleischerzeugung anfällig für alle Arten von Krankheiten, insbesondere auch Infektionskrankheiten. Durch Antibiotika versucht(e) man diese Infektionskrankheiten einigermaßen in Schach zu halten. Impfungen sollen nun an die Stelle der Antibiotika treten. Die jetzt bestehende Chance, die industrielle Massentierhaltung zum Wohle der Tiere rückgängig zu machen, wird jedoch nicht genutzt.

Dienstag, 19. Januar 2010

Schmerzforschung bei Tieren - Inra-Studie

Schmerzforschung bei Tieren
19.01.2010 16:49 auf Deutschlandfunk (Forschung Aktuell)
Autor: Suzanne Krause

2009 führte die französische Regierung öffentliche Expertendebatten zu den Beziehungen zwischen Mensch und Tier durch. Dabei wurde die Frage laut, ob Tiere Schmerzen empfinden können und ob es Menschenpflicht sei, diese Schmerzen zu lindern.

Audio on Demand (4 Min.): http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/01/19/dlf_20100119_1649_3575f94f.mp3
Text zum Beitrag "Auch Tiere fühlen Schmerz": http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1108709/

Zitat:
"1300 Forschungsartikel und internationale Berichte hat die interdisziplinäre Kommission beim nationalen Agrarforschungsinstitut Inra ausgewertet. Und analysierte dabei speziell den heutigen Kenntnisstand zur möglichen Schmerzempfindsamkeit von Rindern, Schweinen, Geflügel, Zuchtfischen - den wichtigsten Zuchttieren. ... ... Die Inra-Studienkommission nun regt an, solche Schmerzbestimmungshilfen auch für Nutztiere auszuarbeiten. Denn die Experten lassen keinen Zweifel daran: manche Praktik in der intensiven, industriellen Tierzucht ist schmerzhaft. Da wird Rindern der Schwanz gestutzt, werden die Hörner abgeschnitten, Schweinen die Zähne gezogen. Methoden, die von den Verbrauchern immer weniger akzeptiert werden. Im dritten Teil der Studie unterbreitet die Inra-Kommission Lösungsansätze, wie den Nutztieren Schmerzen erspart werden können. Grundlage ist der sogenannte 3-S-Leitfaden. Das steht für: supprimer, substituer, soulager. Übersetzen lässt sich das mit: Entsagen, ersetzen, erleichtern. ..."
Vegaversum hofft, dass die Ergebnisse der Schmerzforschung den "Nutztieren" zu gute kommt. Wir halten jedoch die Fragestellung nach dem Schmerzempfinden und die sich daraus ableitenden Rechtfertigungen für Forschung und Nutztierhaltung für überflüssig. Selbst wenn Menschen und Tiere nicht das gleiche Empfindungsvermögen besitzen sollten, kommt ihnen das Recht zu, nicht misshandelt und gequält zu werden.

Wir brauchen nur in die Augen eines Tieres zu sehen und können wahrnehmen, dass es Empfindungen hat, dass es leidensfähig ist. Es strebt auf seine Weise nach Unversehrtheit und Wohlbefinden - so wie wir es auf unsere Weise tun.

Sonntag, 17. Januar 2010

CAFE AU SOY


Man nehme:
  • Espresso (ganze Bohnen)
  • Sojamilch (von alpro)
  • Karamelsirup
  • Kaffeemühle, Mokka Kocher, Milchaufschäumer, Macchiato Glas, Latte Löffel
  1. Bohnen werden frisch gemahlen und in den Mokka Kocher gegeben
  2. Sojamilch vorsichtig erhitzen, nicht aufkochen lassen
  3. Macchiato Glas zur Hälfte mit der erhitzten Sojamilch füllen
  4. Sojamilch kräftig aufschäumen (das klappt ganz prima mit der Alpro Sojamilch)
  5. Ein Spritzer Karamelsirup hinzufügen
  6. Langsam den Kaffee in die Mitte des Macchiato Glases gießen
Es entsteht nun eine Marmorierung. Unterste Schicht ist der Karamelsirup, gefolgt von der Sojamilch die stufig in den Kaffee übergeht, mit dem Sojaschaum als Krönung. Wenn man sich daran satt gesehen hat, mit dem Latte Löffel umrühren. Beim Trinken aufpassen, dass man sich den langen Löffel nicht ins Auge sticht ;-).

Dazu passen ganz hervorragend Reiswaffeln mit Schokolade. Es schmeckt aber gleich nochmal so gut wenn man die Reiswaffeln selber mit einer Schokoglasur überzieht.

Man nehme:
  • Reiswaffeln (rund)
  • Kuvertüre (zartbitter da ohne Milch)
  • kl. flaches Töpfchen
  1. Die Kuvertüre auf dem Herd vorsichtig erhitzen bis sie flüssig ist
  2. Reiswaffeln einfach kurz eintauchen und zum Abkühlen auf ein Küchenbrett legen
70 gr. Kuvertüre reichen für 10 Waffeln.

Freitag, 15. Januar 2010

Erfahrungen mit Weight Watchers

Von Jenny, einer Arbeitskollegin, erfuhr ich, dass sie ihre Ernährung mit Hilfe des Weight Watchers Systems umstellt. Da ich mich auch sehr für das Thema Ernährung interessiere, bat ich sie, ihre Erfahrungen mit Weight Watchers mit uns zu teilen.

Hier ist Jennys authentische Erfolgsgeschichte einer Ernährungsumstellung

Der Inhalt
Mein Leben vor und mit WW (Weight Watchers)
Eine kurze Schilderung vom Weight Watchers System
Altes System (Points)
Neues System (ProPoints)
Weight Watchers Nachteile
Weight Watchers Vorteile
Weight Watchers im Vergleich zu üblichen Diäten
Ein kleines Beispiel und ein Rezept dafür

Mein Leben vor und mit WW (Weight Watchers)
Ich bin eine von vielen Frauen, die sich irgendwann in ihrem Leben einmal gehen lassen hat - auch wenn ich das nie wollte. Und so schlichen sich die Kilos auf die Waage und ich merkte es nicht. Besser gesagt ich habe es verdrängt indem ich einfach meine Sachen eine Nummer größer kaufte. Ich habe oft gegessen und nicht so richtig darauf geachtet, was, warum und wann ich gegessen habe.

Dann kam der Tag, an dem ich bei einer Freundin auf die Waage ging … die Zahl auf der Anzeige ließ mich schockiert wieder aus dem Bad gehen. Leider hielt dieser Schock nicht wirklich lange an. Da musste mir erst noch ein Arzt sagen: „Wenn Ihr Gewicht so bleibt, bekommen Sie Plattfüße“. Ich und Plattfüße?! Nein, das will ich nicht! Auf dem Heimweg kaufte ich mir eine eigene Waage und stellte mich drauf … wieder dieselbe Zahl … 86 kg wog ich also. Wie sollte ich es ändern?

FDH … schien eine gute Lösung für mich. Ja, damit schaffte ich auch 3 kg und dann stand mein Gewicht. Dieser Stillstand bewegte mich dazu WW zu testen. Was hatte ich zu verlieren? Nur mein überflüssiges Gewicht! Also schloss ich online ein 3-Monats-Abo ab, denn zu den Treffen gehen war einfach nicht mein Ding. Ich dachte mir wenn es nicht klappt, dann kann ich ja wieder kündigen. So begann ich also ab Mitte Dezember 2007 erst einmal, Tagebuch zu führen.

Das Tagebuch bei WW ist eins von vielen Tools, mit dem man, in vier Tageszeiten (Morgens, Mittags, Abends, Zwischendurch) eingeteilt, einträgt, was man gegessen hat.
Ich war ganz schön geschockt, was ich am Tag so alles esse. Doch mit Beginn 2008 habe ich das Aufschreiben und Punkte Zählen ernst genommen und mich durch die WW-Seiten gearbeitet.

2008 hatte ich eine Pause von drei Monaten bei WW gemacht, somit auch festgestellt, dass eine Kündigung des Abos ganz unkompliziert und schnell geht. Leider habe ich in der Zeit auch an Gewicht wieder zugelegt, weil ich ganz schnell in alte Verhaltensmuster zurückgefallen bin. Also habe ich 2009 wieder mit WW begonnen. Jetzt, Anfang 2010, liegt mein Gewicht bei etwa 72,5 kg.

Eine kurze Schilderung vom Weight Watchers System
Dezember 2009 hat WW das Punktesystem umgestellt. Denn auch WW entwickelt sich weiter und bezieht neuste wissenschaftliche Erkenntnisse ins System ein (nicht sofort, aber in regelmäßigen Abständen).

Altes System (Points)
  • Tagespunkte wurden nach Alter, Gewicht, Körpergröße, Geschlecht, Stillend oder nicht Stillend und Tätigkeit berechnet.
  • Punkte für die Lebensmittel wurden aus Brennwert und Fettgehalt berechnet.
  • Man konnte sich Zusatzpunkte, sogenannte Aktivpunkte, durch Sport verdienen. Diese wurden nach Sportart, Intensität, Dauer und dem eigenen Körpergewicht berechnet (so funktioniert es jedenfalls online).
  • Von seinen Tagespunkten konnte man höchstens 4 sparen, wobei die Aktivpunkte komplett gespart werden konnten. Diese gesparten Punkte konnte man dann entweder für einen besonderen Anlass aufheben oder sich mal etwas Besonderes gönnen.
  • Nach 7 Tagen sind die gesparten Punkte verfallen und eine neue Woche beginnt.
  • Ihr Anfang ist immer der Wiegetag. Es wird sich nur an einem Tag gewogen! Das ist auch im neuen System so.
Neues System (ProPoints)
  • Tagespunkte werden fast genauso berechnet wie im alten System. Wie genau, wurde bisher noch nicht im Netz veröffentlicht. Und auch ich kenne die Formel nicht. Ich weiß nur, dass ich mit dem neuen System mehr Punkte habe als mit dem alten.
  • Lebensmittelpunkte werden jetzt anhand von vier Kriterien berechnet: Eiweiß-, Fett-, Ballaststoff- und Kohlehydratgehalt. Dadurch haben einige Lebensmittel mehr Punkte erhalten.
  • Die Berechnung der Aktivpunkte hat sich mit dem neuen System nicht geändert - oder ich habe es nicht mitbekommen.
  • Punkte sammeln geht nicht mehr so wie beim alten System, denn es können nur noch Aktivpunkte gesammelt werden.
  • Dafür gibt es jetzt sogenannte Wochenextrapunkte. Wie die berechnet werden, ist mir schleierhaft. Online übernimmt das Berechnen das Tool. Beim Treffen macht die Berechnung die Gruppenleitung (sowohl die Tages- als auch die Wochenextrapunkte).
  • Die Wochenextrapunkte kann, muss man aber nicht verbrauchen. Wie man sie nutzt, ist einem selbst überlassen. Beispielsweise kann man jeden Tag ein paar zusätzlich zu seinen täglichen Punkten nutzen, oder alle an einem Tag zu den täglichen Punkten, oder man nutzt sie gar nicht. Ganz nach Belieben. So hat man viele Freiheiten für Geburtstage oder andere Feiern.
  • Wenn man möchte, kann man auch seine Aktivpunkte nutzen, muss aber nicht. Das ist also wie beim alten System.
  • Aktivpunkte verfallen mit dem Beginn der neuen Woche. Auch die Wochenextras sind auf eine Woche begrenzt. Das heißt man kann nicht etwa ein paar Punkte von dieser Woche für die nächste aufheben. Somit bleiben die Wochenextrapunkte immer gleich hoch.
Ein Vorteil des neuen Systems ist, dass Gemüse und Obst völlig punktfrei sind! Was für mich als Obst- und Gemüsefan echt super ist. Auch hat WW jetzt vegetarische Produkte wie z.B. Tofu mit aufgenommen (habe ansonsten aber noch nicht nach anderen vegetarischen Produkten gesucht).

Weight Watchers Nachteile
Wenn man schon einige Zeit im Programm ist und zudem noch Erfolg hat, fällt es schwer, die Nachteile zu sehen. Aus der Distanz betrachtet komme ich auf folgende Minuspunkte:
  • Es kostet Geld. Man bezahlt dafür, dass jemand eine regelmäßige Gewichtskontrolle durchführt und man ein Essenstagebuch führen muss. (fehlt es uns WWlern demnach an Disziplin, brauchen wir diese fremde Kontrolle?)
  • WW Produkte, die im Supermarkt erhältlich sind, sind im Vergleich zu anderen Produkten viel teurer.
  • Nicht immer haben die WW Produkte weniger Punkte als „normale“ Produkte (z. B. Corny Müsli Riegel vs. WW Riegel)
  • Es wird oft der Süßstoff anstelle von Zucker verwendet weil Süßstoff punktfrei ist. Leider hat WW keine Alternative zum (nicht gerade gesundheitsförderlichen) Süßstoff anzubieten, obwohl es z.B. das natürliche Süßungsmittel STEVIA gibt (welches auch für Diabetiker geeignet ist).
  • Auch wenn in dem neuen Kochbuch ein paar vegetarische Gerichte enthalten sind, ist WW doch sehr fleischlastig und für Veganer habe ich bisher nichts gefunden.
Weight Watchers Vorteile
  • man erlernt neue Gewohnheiten bzw. alte wieder kennen (z.B. den Unterschied zwischen Hunger und Appetit sowie das Sättigungsgefühl)
  • NICHTS ist verboten, man muss es nur richtig planen
  • WW ist KEINE Diät! Es ist eine Ernährungsumstellung. (solange man nicht in alte Gewohnheiten zurückfällt, hat man Erfolg)
  • Man kann immer und zu jeder Zeit mit WW beginnen
  • Jeder kann für sich sein passendes System suchen (Online, Treffen oder Online & Treffen = MonatspassPlus)
  • Die Kündigung online ist sehr einfach via Formular auf der entsprechenden Seite durchzuführen (kurze Kündigungsfrist beim OnlineAbo)
Weight Watchers im Vergleich zu üblichen Diäten
WW ist keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung.
Bei meinen ganzen Diäten, die ich vor WW gemacht habe, war es immer so, dass die Diät auf eine bestimmte Zeit begrenzt war. Sobald man wieder normal gegessen hat kam der Jo-Jo-Effekt. Weight Watchers möchte genau das verhindern und dazu beitragen, dass das Gewicht dauerhaft gehalten werden kann.

Subjektiv betrachtet habe ich gelernt, dass nichts verboten ist (wie sonst bei Diäten üblich), nur dass man darauf achten sollte, warum man isst (was bei mir doch sehr entscheidend ist). Wer plant, kann sich mehr gönnen - und eine Gewichtszunahme ist kein Weltuntergang (man fängt jede Woche von vorn an *g*).

Aber das allerbeste ist, selbst wenn man nach WW kocht & backt, es merkt keiner! So machen Kaffeeklatsch oder Party gleich doppelt so viel Spaß. Mitstreiter findet man im Forum oder bei den Treffen. Man wird schnell merken, dass alle anderen ähnliche Anlaufschwierigkeiten oder Herausforderungen zu bewältigen haben wie man selbst.

Ein kleines Beispiel und ein Rezept dafür
Mal angenommen wir sind auf eine Feier eingeladen worden und das einzige was wir wissen ist, dass es Essen in Form eines Buffets gibt. Was tun? Kein Grund, das Handtuch zu werfen. Es ist nur eine der vielen Herausforderungen im Leben ;-)
An dem Tag der Feier möchten wir nun nicht schon vorher zu viele Punkte verbrauchen. Was sollte man also essen? Nur Obst und Gemüse? Das wäre vielleicht ein bisschen eintönig. Und man möchte doch auch etwas Warmes im Magen haben. Für diese Fälle gibt es bei ein paar „Null-Punkte-Suppen“ von WW, mit denen man keine seiner Punkte verbraucht und dabei trotzdem eine warme Mahlzeit genießen kann.

Hier das Rezept für eine solche Suppe: Gemüsesuppe (für eine Portion)
1 Tomate
2 Möhren
1 Zucchini (ca. 250g)
200g Blumenkohl, alternativ Wirsing
1 mittelgroße Zwiebel
1½ TL Gemüsebrühe (Instantpulver) gemischt mit 200ml Wasser
Salz, Pfeffer
½ EL Chilisauce
1 Knoblauchzehe
  1. Gemüse würfeln. Zwiebeln fettfrei anbraten. Gemüse hinzufügen und Brühe angießen.
  2. Suppe garen lassen, mit Salz, Pfeffer, Chilisauce und Knoblauch (gepresst) abschmecken.
  3. Nach Belieben einen Teil der Suppe oder die ganze Suppe pürieren.
Selbst nach einem Frühstück mit wenig Punkten hatten wir jetzt ein Mittagessen und können uns noch auf den Abend und das Buffet freuen.

Meine Erfolgsgeschichte geht noch weiter, denn mein Ziel ist noch nicht erreicht.

Dienstag, 12. Januar 2010

Hartz-IV und Gewissensentscheidungen

Quelle: http://terra-nemo.blogspot.com/2010/01/hartz-iv-und-gewissensentscheidungen.html
"Ein veganer Bekannter von mir ficht am 18.01. am Sozialgericht Konstanz eine Sanktion an, die die ArGe gegen ihn verhängt hatte, als er eine Trainingsmaßnahme in einer Schweinemastanlage aus Gewissensgründen nicht angetreten hat.

Ich denke, es wäre gut wenn die Person am Verhandlungstag vor Ort und auch davor moralische Unterstützung erhält. Die Feststellung, dass solche und andere Gewissensentscheidungen nicht durch Repression oder sonstige Benachteiligungen belegt werden dürfen, ist immer wieder von exemplarischem Charakter und daher wichtig für alle Menschen, die Hartz-IV bekommen.

Genauer Ort und Zeit der Verhandlung ist mir leider nicht bekannt, aber bei Interesse kann ich einen Kontakt zu der betroffenen Person vermitteln. E-Mail an littleblacknemo#8#yahoo#ponkt#de."

Solltet ihr in diessem Fall unterstützen können, nehmt bitte Kontakt auf.

Der Wiesenhof-Skandal

Bitte unterstützt die Petition, verbreitet sie und zeigt Wiesenhof, dass es eine Lobby für Tiere gibt.
http://www.peta.de/web/wiesenhof.2972.html

Filmreportage über die alltägliche Tierquälerei


PETA Deutschland erstattet Anzeige, Amtsveterinärin will Staatsanwaltschaft einschalten.
Frau Dr. Anja Eisenack: „Wir haben auf jeden Fall verschiedene Ordnungswidrigkeitentatbestände, vielleicht sogar Straftatbestände. So dass wir das nach intensiver Prüfung vielleicht sogar an die Staatsanwaltschaft abgeben. Es wird auf jeden Fall verfolgt.“
Das Wiesenhof-Prinzip
Es liegt die Vermutung nahe, dass dies alles nicht die Ausnahme ist, sondern die Regel. Tierschutz-Bekenntnisse der Firma Wiesenhof, die uns immer wieder auf den Produkten, in den Medien oder auch auf der Website des Unternehmens vorgegaukelt werden, erscheinen jetzt mehr als lächerlich und letztlich infam. Bei Wiesenhof scheint es nicht um die Tiere, den Tier- oder Umweltschutz zu gehen. Es geht offenkundig einzig und allein darum, mit einem Minimum an Mitteln ein Maximum aus der „Wegwerfware Tier“ quasi im wahrsten Sinne des Wortes herauszuholen.

Jeder der Fleisch isst, muss sich darüber im klaren sein, dass er durch sein Kaufverhalten das, was hier publik gemacht wurde, letzten endes mit unterstützt und in Auftrag gibt.

Quelle: http://wendland-net.de/index.php/artikel/20100112/y5wu-bauernverband-wirbt-fuer-haehnchenmast-skandal-bei-wiesenho
... So seien in Niedersachsen jetzt mehr als 20 Masthähnchen pro Quadratmeter erlaubt. Meyer: "Der Wiesenhof-Skandal ist nur die Spitze des Eisbergs. Federpicken, Kannibalismus, Geschwüre, Medikamenteneinsatz und brutale Schmerzen sind Folge der Massentierhaltung und der Billigproduktion."

Der Grünen-Politiker warf der CDU/FDP-Regierung vor, diese tierschutzwidrigen Zustände "herunterzuspielen und im Landtag sogar noch offensiv für den Ausbau dieser Qualfabriken" zu werben. Als Beispiel führte Meyer die Auseinandersetzung um den sogenannten "Hähnchenhighway" bei Celle an. "Aus wirtschaftlichen Gründen wird sogar noch für schlechteste Tierschutzstandards gesorgt, denn Tierschutzverbände sind in Niedersachsen nicht klageberechtigt", kritisierte der Grünen-Politiker.

Meyer wies darauf hin, dass billiges Hähnchenfleisch allein im Jahr 2008 mit 97 Mio. Euro Exportsubventionen bedacht wurde. Ein Riesenschlachthof zur Verarbeitung der Masthähnchen aus diesen Agrarfabriken werde vom Land Niedersachsen mit über 800.000 Euro gefördert. "Im Jahr 2008 hat Wiesenhof-International 392.846 Euro EU-Agrarsubventionen eingestrichen. Das Geld sollte zurückgezahlt werden!"

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Konsum - Veganismus - Permakultur

Nun haben wir es doch noch geschafft, die Beiträge über Konsum, Veganismus und Permakultur zu strukturieren und in einer multimedialen Diashow zu vereinen.



Wir wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010!

Und bedanken uns ganz herzlich für die freundliche Unterstützung bei veggiemusic.de, dokumentiere.de, shoutvegan.com, wordcustard.com, Flechtenwelten, Elisa, Laura, Anna, Rosalie, u.v.a.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Appell an alle anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Laura und Anna, die Severn Suzuki ihre Stimme geliehen haben, damit der Appell an die Menschheit, ihren Worten Taten folgen zu lassen, erneuert wird.

Deutsche Synchronisation von Laura:

Deutsche Synchronisation von Anna:


Ihre Rede vor der UN machte Severn Suzuki im Alter von 12 Jahren berühmt. Die Probleme, die sie 1992 ansprach: Artensterben, Welthunger, Verteilungsproblem, Konsum, Umweltverschmutzung, Ozonloch, Entwaldung und mangelnden Willen der Entscheidungsträger, etwas zu verändern, sind nicht weniger geworden. Die Ökosysteme, die das Leben erhalten, lösen sich weiter auf. Die Industriegesellschaft hat der Natur bereits irreparable Schäden zugefügt und die Auswirkungen werden immer verheerender.

Was die Klimaveränderungen und die Umwelt betrifft, so scheinen die politischen Systeme, Regierungen und Firmen ihre Scheuklappen noch immer nicht abgelegt zu haben. In unserer modernen, globalisierten Welt bleibt Wachstum das Ziel vieler Firmen und Regierungen, die für wirtschaftlichen Gewinn die Umwelt ausbeuten.

An dem Punkt, an dem unsere „zivilisierte“ Gesellschaft heute steht, ist Konsumdenken die vorherrschende Ideologie. Konsum ist nicht per se schlecht, er ist jedoch aus der Balance geraten. Wir müssen das Konzept hinter der grenzenlosen Expansion ändern indem wir einen vor der industriellen Revolution geprägten Ausdruck wieder einführen - den der Genügsamkeit. Genügsamkeit ist nicht gleichbedeutend mit Armut. Genügsamkeit bedeutet, Ressourcen klug zu nutzen. Hierfür bietet zum Beispiel die Permakultur vielversprechende Ansätze. Ihre Prinzipien ermöglichen es, uns bewusster mit „unserer“ Umwelt auseinander zu setzen.

Jeder einzelne muss bei sich beginnen, die Welt bewusster wahrnehmen und sie achten - um selbst die Veränderung zu sein, die er in dieser Welt sehen möchte.

Wir als Bürger, Entscheidungsträger, Konsumenten und Wähler haben die Pflicht, die Ökologie in das politische Bewusstsein und das alltägliche Leben einzubinden. Schulen, Bildungsinstitutionen, Kirchen, Politik, Medien und vor allem auch die Eltern müssen den nachfolgenden Generationen Achtsamkeit gegenüber der Umwelt vermitteln. Das Verständnis von globalen Zusammenhängen ist eine Schlüsselkompetenz für die Bewältigung der von uns verursachten Probleme.

Das Mittel zur Abänderung als schlecht erkannter Zustände heißt immer Aktion. Vertrauen Sie nicht darauf, dass die Regierenden und Wirtschaftskapitäne die Probleme durch einen CO2 Handel in den Griff bekommen. Sie müssen selbst aktiv werden und Ihren Erkenntnissen treu bleiben. Werden Sie zu einem bewusst handelnden Menschen und seien Sie anderen ein Vorbild. Nur dann können wir wieder glaubhaft behaupten: „alles wird wieder gut“, „wir tun das Beste, was wir können“ und „es ist nicht das Ende der Welt“.

Die deutsche Übersetzung wurde von Vegaversum angefertigt.
http://vegaversum.blogspot.com/2009/09/severn-cullis-suzukis-rede-auf-dem-un.html

Die Verwendung der Übersetzung ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht. Über einen Hinweis auf die Art der Verwendung würden wir uns freuen.

Dienstag, 24. November 2009

Anarchie von Erich Mühsam (1878 - 1934)

Obgleich wir nicht mit den spezizistischen Äußerungen von Herrn Mühsam übereinstimmen, möchten wir euch seine Publikation von 1912 über Anarchie nicht vorenthalten. Seine Prognose, dass sich die Geschichte nach materialistischen Notwendigkeiten entwickelt, hat sich erfüllt. Heute regieren Profit und Konsum die Erde - gleich welches gesellschaftliche und wirtschafliche System vorherrscht.
Anarchie bedeutet Herrschaftslosigkeit. Wer den Begriff mit keinem Gedanken verbinden kann, ehe er ihn nicht zur Zügellosigkeit umgedeutet hat, beweist damit, daß er mit den Empfindungsnerven eines Pferdes ausgerüstet ist.

Anarchie ist Freiheit von Zwang, Gewalt, Knechtung, Gesetz, Zentralisation, Staat. Die anarchische Gesellschaft setzt an deren Stelle: Freiwilligkeit, Verständigung, Vertrag, Konvention, Bündnis, Volk.

Aber die Menschen verlangen nach Herrschaft, weil sie in sich selbst keine Beherrschtheit haben. Sie küssen die Talare der Priester und die Stiefel der Fürsten, weil sie keine Selbstachtung haben und ihren Verehrungssinn nach außen produzieren müssen. Sie schreien nach Polizei, weil sie allein sich nicht schützen können gegen die Bestialität ihrer Instinkte. Wo ihr Zusammenleben gemeinsame Entschlüsse verlangt, da lassen sie sich vertreten (die deutsche Sprache ist sehr feinfühlig), weil sie den eigenen Entschlüssen zu trauen nicht den Mut haben. Das politische Leben der zivilisierten Völker erschöpft sich - um den Pferdevergleich wieder aufzunehmen - im Ersinnen immer vollkommener Zügel, Sättel, Deichsel, Kandaren und Peitschen. Nur darin unterscheidet sich der arbeitende Mensch vom arbeitenden Pferd, daß er selbst hilft, verbesserte Systeme seiner Fesselung zu erfinden und sich anzulegen. Doch gleichen sich beide im Zutrauen zu ihrem starken Eisenbeschlag und in der Verhinderung seiner Anwendung durch Scheuklappen.

Wissenschaftliche Läuterung hat die arbeitenden Menschen darüber aufgeklärt, daß die kapitalistische Verfassung sie des Ertrages ihrer Arbeit beraubt. Sie werden ausgebeutet und wissen das. Sie kennen auch den Weg, der zum Sozialismus leitet: die Überführung des Landes mithin aller Arbeitsmittel aus den Händen Privilegierter in den Besitz des Volkes. Sie kennen den Weg seit einem halben Jahrhundert, aber sie haben ihn bis heute mit keinem Fuße betreten. Das Mittel zur Abänderung als schlecht erkannter Zustände heißt immer Aktion. Aber die Menschen unserer Zeit sind aktionsfaul. Um nichts tun zu müssen, haben sie die Theorie aufgestellt, daß sich die Geschichte nach materialistischen Notwendigkeiten entwickelt. Die Zeit funktioniert automatisch; die arbeitenden Menschen aber warten ab, bis es der Zeit gefällig sein wird. Inzwischen flicken und putzen sie ihr Geschirr, schimpfen und wählen. Diese Interimsbeschäftigung ist ihnen zur Gewohnheit geworden, zum Bedürfnis, zum Lebenszweck. Daß sie auf etwas warten, haben sie darüber vergessen. Weh dem, der sie erinnert!...

Anarchie ist die Gesellschaft brüderlicher Menschen, deren Wirtschaftsbund Sozialismus heißt. Brüderliche Menschen gibt es. Wo sie beieinander sind, lebt Anarchie; denn einer Herrschaft bedürfen sie nicht. Was ihnen zu schaffen bleibt, ist Sozialismus. Die Aktion, die zum Sozialismus führt, heißt Arbeit. Wer nicht mitschaffen will, in brüderlicher Gemeinschaft sozialistische Arbeit zu verrichten, wer abwarten will, wie sich die Verhältnisse ohne sein Zutun entwickeln, der flicke und putze immerhin sein Geschirr, der schimpfe und wähle. Aber er nenne sich nicht Sozialist. Vor allem urteile er nicht über Anarchie. Denn die ist eine Angelegenheit der Herzen, und davon versteht er nichts.

Quelle: „Kain-Kalender für das Jahr 1912“, S. 21

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:De_Kain-Kalender_1912_21.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:De_Kain-Kalender_1912_22.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:De_Kain-Kalender_1912_23.jpg
http://www.muehsam.de

Freitag, 20. November 2009

Ewig strahlend: Kernwaffen, Kernkraftwerke, Atommüll

Während die Gefahren der Erderwärmung immer mehr ins öffentliche Bewusstsein dringen, preisen Industrielle und Politiker die Atomkraft als die geeignetste Energiequelle der Zukunft an: sauber, kontrollierbar und gefahrlos für Umwelt und Gesundheit. Für den Verbraucher ist es schwer, den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen zu beurteilen. Der Dokumentarfilm "Albtraum Atommüll" versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.
(arte-Text)
  • 1870 Atombombentests seit 1945, davon 500 in der Erdatmosphäre

  • 463 Kernreaktoren sind weltweit in Betrieb, das erste zivile Kernkraftwerk wurde 1954 in Betrieb genommen

  • 52 Kernraektoren sind weltweit im Bau

  • 135 Kernraektoren sind weltweit geplant

Die in Folge der Atombombentests, Kernreaktoren, Kernforschungsanlagen, Wiederaufbereitung und verantwortungslosen Entsorgung von Atommüll in der Umwelt freigesetzten, radioaktiv verseuchten Partikel haben sich über den ganzen Planeten verteilt und führen gegenwärtig und zukünftig zu Krankheiten bei Mensch und Tier.

d-radio: Ewig strahlend? Das radioaktive Erbe der Atomtests von Achim Nuhr vom 06.11.2009, 19:15 Uhr

Lnk: Auswirkungen von Atomwaffentests seit dem Beginn im Jahre 1945

Seit Beginn des Atomzeitalters ist die Endlagerung des Atom-Mülls noch immer ungelöst. Es gibt keinen Energieträger, der im entferntesten so gefährlich ist wie die Spaltprodukte der Kernenergie.


Gefahren, Kritik und Skandale

  • Eine sichere Lagerung von Atommüll für hunderttausende von Jahren ist nicht realisierbar.

  • Von 1954 bis 1982 wurden ca. 100.000 Tonnen schwach- und mittelradioaktive Abfälle unter Führung der OECD im Nordatlantik versenkt.

  • Die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague entsorgt auch heute noch täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser über ein viereinhalb Kilometer langes Rohr in den Ärmelkanal. Dieser Vorgang ist legal.

  • „Geringe“ Mengen radioaktiver Stoffe gelangen permanent über den Schornstein von Kernkraftwerken in die Luft oder werden über das Abwasser an die Umgebung abgegeben.

  • Mindestens 32 Schiffe mit Gift- und Atommüll wurden in der Adria, dem Thyrrenischen Meer und vor den Küsten Afrikas versenkt.

  • Die kirgisische Stadt Mailuusuu ist umgeben von 36 nicht gesicherten Lagern von Uranabfällen und zählt zu den zehn am schlimmsten verseuchten Gegenden der Erde.

  • Derzeit droht der Abrutsch von 180.000 Kubikmetern Uranschlamm in einen Fluss, wodurch das Trinkwasser in Kirgisistan und Usbekistan radioaktiv verseucht würde.

  • In der Stadt Sewersk, in der mehr als 100.000 Menschen leben, lagern knapp 13 Prozent des französischen radioaktiven Abfalls in Kontainern unter freiem Himmel auf einem Parkplatz.

  • Eine epidemiologische Studie im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz im Jahr 2007 zeigte eine signifikant erhöhte Leukämie-Rate bei Kindern in der Nähe (5 km) von Kernkraftwerken.

  • Bei einer Nettostromerzeugung in Deutschland von 553 Mrd. kWh im Jahr 2008 wurden rund 387 Tonnen radioaktiver Abfall produziert, der für Jahrtausende extrem gefährlich für Mensch, Tier und Umwelt ist.

  • Seit etwa 3 Generationen (60 Jahren) nutzt man Kernenergie. Für den dabei anfallenden hochradioaktiven Müll müssen mindestens 10.000 Generationen (200.000 Jahre) Sorge tragen.

  • Auch durch den Abbau von Kohle wird Radioaktivität freigesetzt, denn in Kohle sind Spuren strahlender Substanzen wie Uran enthalten. Beim Kohleabbau über Tage, vor allem beim Verbrennen der Kohle in Kraftwerken, gelangen diese in die Luft. In der Umgebung von Kohlekraftwerken können sogar höhere Belastungen gemessen werden als in der Nähe von Kernkraftwerken.

Wiedereinmal zeigt sich, dass die „Wirtschaftskapitäne“ für ihren Gewinn den verantwortlichen Umgang mit unseren Ressourcen und mit dem Leben hintenanstellen. Profit kennt kein ethisches Bewusstsein, nur Bilanz und Erfolgsrechnung.

Video: Atom-Müll - das weltweite Dilemma, Vortrag von Günter Albert Ulmer (auf Alpenparlarment)

Wenn Recht zu Unrecht wird, dann wird Wiederstand zur Pflicht!
Informieren Sie sich bitte umfassend und investieren Sie in die Erzeugung von Wind-, Wasser- und Solarenergie, z.B. indem sie Ökostrom beziehen.

Anti-Atom-Termine findet man hier: http://www.contratom.de/main/termine/index.php
http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/scheinargumente-widerlegen.html
http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/
http://www.castor.de/index.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_nach_L%C3%A4ndern
http://de.wikipedia.org/wiki/Atomkraftwerk
http://de.wikipedia.org/wiki/Atomm%C3%BCll

Vegan lecker lecker!

"Unlecker war gestern! Denn “Vegan lecker lecker!” bietet knapp 100 spannende Rezepte fernab von Tütensuppe, Mikrowellengericht und Dosenfraß. Anhand einfach beschriebener, bebilderter Rezepte lassen sich im Handumdrehen raffinierte Köstlichkeiten der veganen Cuisine zaubern. Tofu-Satay, Seitan Deluxe, Boston Cream Donuts, Erdnuss-Schoko-Cupcakes oder Tofu-Nuggets lassen garantiert jedem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Egal ob Hobbypfannenwender oder Profiteigrollerin, ob 3-Sterne-Menü oder 5-Minuten-Snack, mit “Vegan lecker lecker!” ist für jeden guten Geschmack etwas dabei."
http://www.rootsofcompassion.org/product_info.php?info=p811_Vegan-lecker-lecker----Marc-Pierschel-et-al-.html

Nachdem mir eine Arbeitskollegin "Vegan lecker lecker" ausgeliehen hatte, habe ich Tempura (frittierte Speisen) und die Rohkost "Spagetti" ausprobiert - echt lecker. Mittlerweile habe ich mir drei Exemplare gekauft, eins für mich und zwei zum Verschenken.

Guten Appetit!