Sonntag, 20. September 2009

Stadtrat Hannover stimmte für Boehringer

Der Stadtrat stimmte am 17.09. mit großer Mehrheit für die Ansiedlung des Boehringer-Forschungszentrums.

Den Artikel lest ihr hier: http://www.haz.de/Hannover/Dossiers/Boehringer/Handheben-fuer-Boehringer

5500 Unterschriften der Bürger Initiative gegen das Forschungszentrum sowie massive Proteste seitens Tierbefreiungs- und ÖkoaktivistInnen halfen nichts.

Argumente des Stadtrats:
  • Die Ansiedlung sei eine Investition in die Zukunft der Stadt und
  • bringe qualifizierte Arbeitsplätze,
  • ermögliche notwendige Kooperationen mit der Tierärztlichen Hochschule und
  • nütze dem Ziel, Hannover als moderne und attraktive Großstadt zu profilieren.
  • Erfolgreich entwickelte Medikamente nützten schließlich auch Tieren.
  • Es sei kein Labor, das gefährlicher wäre als schon vorhandene in TiHo und MHH.
  • Der Umgang mit Viren sei in Hannover nichts Neues, das Gewerbeaufsichtsamt werde das Forschungszentrum mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit genehmigen.
Bitte beteiligt euch weiterhin zahlreich an der Petition um den Entscheidungsträgern in Hannover und den Politikern zu zeigen, was die Menschen über Tierversuche und Massentierhaltung denken.

Petition: http://www.thepetitionsite.com/1/Nein-zum-Tierversuchszentrum-Hannover

Zitat: Dr. Dr. Christopher Anderegg, Arzt und Biologe (führte selbst jahrelang Tierversuche durch)
"Eigentlich gibt es nur zwei Gründe, Tierversuche zu befürworten:
entweder man weiß darüber zu wenig, oder man verdient daran."

Samstag, 12. September 2009

Weltweiter Aktionstag am 21. September: Wir wollen keine grüne Wüste!

Am 21. September ist es soweit! Umwelt- und Sozialorganisationen rund um den Globus haben diesen Tag zum weltweiten Aktionstag gegen Baumplantagen ausgerufen. Jede und jeder kann etwas tun. Unterstützen Sie die unten stehende Erklärung!

Baumplantagen sind das Feigenblatt, mit dem die Industrie versucht, ihr zerstörerisches Streben zu verdecken. Aber wer genauer hinschaut, erkennt schnell, dass das Betreiben der Baumplantagen der gleichen ausbeuterischen Logik folgt wie die Rodung des Regenwaldes.

Für die industriellen Baumplantagen geht Ackerland verloren. Bauern haben keine Chance mehr, sich und ihr Dorf zu ernähren. Die Plantagen verschmutzen und erschöpfen die kostbare Ressource Wasser; die Böden werden nachhaltig geschädigt. Auch schrecken Betreiber und lokale Verwaltungen nicht vor Menschenrechtsverletzungen zurück, wenn es um ihre Belange geht. Unter den Plantagen leidet die gesamte Bevölkerung!

Bitte unterschreiben Sie die internationale Erklärung gegen Baummonokulturen. Sie wurde von Umwelt- und Sozialorganisationen aus aller Welt formuliert. Wir sammeln die Unterschriften und leiten sie an die genannten Organisationen weiter.

Die Erklärung auf Englisch und Spanisch finden Sie hier. Mehr Informationen finden Sie auf Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Französisch auf der Webseite des World Rainforest Movement (WRM).
Hier gehts zur Protestaktion...

Donnerstag, 10. September 2009

Aufruf zur Demo gegen Boehringer Ingelheim am 13.09.2009 in Hannover

Um Boehringer, der Stadt Hannover und allen weiteren Befürwortern dieses Versuchslabors zu zeigen, dass wir mit ihrem Handeln nicht einverstanden sind, rufen wir ALLE Gegner von Verbrechen gegen Tiere, Menschen und die Umwelt auf, ihren Unmut Kund zu tun.

Lasst uns gemeinsam aufstehen und zeigen, dass wir nicht einverstanden sind!
http://13sep.blogsport.de/
Start: 13 Uhr Listerplatz
Ende: Rathaus Hannover

Petition: http://www.thepetitionsite.com/1/Nein-zum-Tierversuchszentrum-Hannover

Flyer zum Verteilen: Klicken Sie hier um den Flyer herunterzuladen und auszudrucken.

Samstag, 5. September 2009

Severn Cullis-Suzuki's Rede auf dem "UN Earth Summit" - 1992

Ihre Rede vor der UN machte Suzuki im Alter von 12 Jahren weltberühmt. Die Probleme, die sie 1992 anspricht: Artensterben, Welthunger, Verteilungsproblem, Konsum, Umweltverschmutzung, Ozonloch, Entwaldung und mangelnden Willen der Entscheidungsträger, etwas zu verändern, sind nicht weniger geworden.

Da wir keine deutsche Übersetzung ihrer Rede finden konnten, haben wir selbst eine erstellt.



Hallo, ich bin Severn Suzuki und spreche für die E.C.O. - The Environmental Children's Organisation.

Wir sind eine Gruppe von zwölf und dreizehn-Jährigen aus Kanada, die versuchen etwas zu verändern. Vanessa Suttie, Morgan Geisler, Michelle Quigg und ich. Wir haben das ganze Geld selbst aufgebracht und fünftausend Meilen zurückgelegt, um Ihnen, den Erwachsenen, zu sagen, dass Sie Ihre Gewohnheiten ändern müssen. Ich bin heute hierher gekommen um für meine Zukunft zu kämpfen.

Die Zukunft zu verlieren ist nicht vergleichbar mit dem Verlust einer Wahl oder ein paar Punkten auf dem Aktienmarkt. Ich bin hierher gekommen um für alle kommenden Generationen zu sprechen.

Ich bin hier um im Namen der hungernden Kinder auf der ganzen Welt zu sprechen, deren Schreie ungehört verhallen.

Ich erhebe meine Stimme für die vielen sterbenden Tiere auf diesem Planeten, die nicht mehr wissen wohin. Wir können uns nicht leisten, sie nicht zu hören.

Ich habe Angst vor Sonnenstrahlen, wegen der Löcher in der Ozonschicht. Ich fürchte mich davor, die Luft einzuatmen weil ich nicht weiß, welche Chemikalien sie enthalten könnte.

Ich war oft mit meinem Vater fischen, bis wir vor ein paar Jahren einen Fisch voll von Krebserkrankungen fingen. Und jetzt hören wir täglich von Tieren und Pflanzen, die aussterben - sie verschwinden für immer.

In meinem Leben habe ich davon geträumt, große Herden wilder Tiere, Dschungel und Regenwälder voller Vögel und Schmetterlinge zu sehen. Aber nun frage ich mich, wie lange es sie wohl noch geben wird und ob meine Kinder sich auch daran erfreuen können.

Hatten Sie sich in meinem Alter über diese Dinge Sorgen machen müssen?

All dies geschieht vor unseren Augen und doch tun wir so, als ob wir alle Zeit der Welt hätten und für jedes Problem die Lösung. Ich bin nur ein Kind und ich kenne die Lösungen nicht, aber ich möchte Sie daran erinnern, dass auch Sie nicht alle Probleme lösen können!
  • Sie wissen nicht wie die Löcher in unserer Ozonschicht zu beheben sind.
  • Sie wissen nicht wie man Lachse in einem toten Fluss ansiedeln kann.
  • Sie wissen nicht wie man ausgestorbene Tiere wiederbelebt.
  • Und Sie können nicht die Wälder zurückbringen, die einst dort standen wo jetzt Wüste ist.
Wenn Sie nicht wissen wie man die Schäden repariert, dann hören Sie damit auf, weiter Schäden zu verursachen!

Hier sind Sie Delegierte Ihrer Regierungen, Geschäftsleute, Organisatoren, Reporter oder Politiker - aber in Wirklichkeit sind Sie Mütter und Väter, Brüder und Schwestern, Tanten und Onkel - und Sie alle sind jemandes Kind.
Ich bin nur ein Kind, aber ich weiß, dass wir alle Teil einer Familie sind, bestehend aus fünf Milliarden Menschen und 30 Millionen Tierarten und wir alle teilen die gleiche Luft, Wasser und Boden - Grenzen und Regierungen werden das niemals ändern.

Ich bin nur ein Kind, aber ich weiß, dass wir alle im selben Boot sitzen und dass wir unsere Herausforderungen nur miteinander bewältigen können.

In meiner Wut bin ich nicht blind und in meiner Angst fürchte ich mich nicht, der Welt zu sagen wie ich mich fühle.

In meinem Land haben wir sehr viel Müll. Wir kaufen und werfen weg, kaufen und werfen weg, und dennoch sind die nördlichen Länder nicht bereit, mit den Bedürftigen zu teilen. Selbst wenn wir mehr als genug besitzen haben wir Angst, unseren Wohlstand zu verlieren.

In Kanada führen wir ein privilegiertes Leben mit reichlich Nahrung, Wasser und Unterkunft - wir haben Uhren, Fahrräder, Computer und Fernsehgeräte.

Wir waren schockiert, als wir vor zwei Tagen hier in Brasilien etwas Zeit mit einigen Kindern auf der Straße verbrachten. Eines dieser Kinder sagte uns: "Ich wünschte ich wäre reich. Und wenn ich es wäre, würde ich allen Straßenkindern Essen, Kleidung, Medizin, Unterkunft, Liebe und Zuneigung geben."

Wenn ein Kind, das auf der Straße lebt, das nichts hat, bereit ist zu teilen, warum sind wir, die alles haben, so geizig?

Ich kann nicht aufhören daran zu denken, dass diese Kinder in meinem Alter sind, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, wo man geboren wird, und dass ich eines dieser Kinder in den Favelas von Rio sein könnte; ein verhungerndes Kind in Somalia sein könnte; ein Opfer des Krieges im Nahen Osten oder ein Bettler in Indien.

Ich weiß, ich bin nur ein Kind, wenn aber das ganze Geld nicht für Krieg, sondern für die Abschaffung der Armut und die Erforschung umweltverträglicher Alternativen ausgegeben würde, was wäre diese Erde für ein wunderbarer Ort!

In der Schule, sogar im Kindergarten, lehren Sie uns, wie wir uns in der Welt zu verhalten haben. Sie lehren uns:
  • nicht gegeneinander zu kämpfen,
  • Konflikte auszudiskutieren,
  • andere zu respektieren,
  • unseren Müll zu entsorgen,
  • andere Kreaturen nicht zu verletzen,
  • zu teilen - nicht gierig zu sein.
Und warum tun Sie all die Dinge in dieser Welt, von denen Sie uns sagen, sie nicht zu tun?

Vergessen Sie nicht für wen diese Konferenzen abgehalten werden - wir sind Ihre eigenen Kinder. Sie entscheiden, in welcher Art von Welt wir aufwachsen. Eltern sollten ihre Kinder trösten können mit den Worten "alles wird wieder gut", "wir tun das Beste, was wir können" und "es ist nicht das Ende der Welt".

Aber ich glaube, das könnt ihr nicht mehr zu uns sagen. Stehen wir überhaupt noch auf ihrer Prioritätenliste? Mein Vater sagt immer: "Du bist was du tust, nicht was du sagst."

Nun, das was Ihr tut, lässt mich nachts weinen. Ihr Erwachsenen sagt, dass ihr uns liebt. Ich fordere Sie auf, lassen Sie Ihren Worten Taten folgen.

Danke fürs Zuhören.

Who is Severn Suzuki
Severn Cullis-Suzuki on Wikipedia
Transcript on SASS Magazine
Severn Suzuki at 23 about her projects

Donnerstag, 3. September 2009

Stand 03.09. haben bereits über 1500 Menschen die Petition unterzeichnet. Die Mitzeichnungsfrist endet am 16.01.2010. Damit noch mehr Menschen auf die Petition aufmerksam werden haben wir ein Video erstellt (in deutscher und englischer Version) und bei YouTube veröffentlicht.





Bitte beteiligt euch weiterhin zahlreich, verbreitet es an alle Menschen in eurem Umfeld, setzt es in Foren, Internet-Plattformen, etc.
Petition: http://www.thepetitionsite.com/1/Nein-zum-Tierversuchszentrum-Hannover

Samstag, 22. August 2009

Wiederbesetzung des Boehringer-Geländes

SEK räumt Boehringer-Gelände
"Die Aktion geschah unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Vertreter der Presse mussten das Gelände verlassen. Ein presserechtlicher Skandal! ..."

"In der Nacht vom 21. auf den 22. August 2009 haben 15 Aktivisten_innen erneut das Boehringer- Baugelände besetzt. Ziel der Wiederbesetzung ist der konsequente Widerstand, der den Bau des Tierversuchslabors nicht durchsetzbar machen soll. Außerdem soll dies ein deutliches Zeichen für andere Konzerne mit ähnlichen Zielen darstellen und sie abschrecken.

Alternativkonzept zum Tierversuchslabor soll ein Ideengarten sein, der dauerhaftes alternatives Wohnen, politische Plattform, Ökoanbau/ Selbstversorgung, Gnadenhof für Tiere und sozialen Freiraum miteinander vereint. Die Besetzer_innen wollen zeigen dass sie sich von Repressionsorganen wie der Polizei und dem vor Ort eingesetztem Wachpersonal nicht einschüchtern lassen und ihren friedlichen und gewaltfreien Protest trotz der Räumung letzter Woche weiterführen werden. Weiterhin soll Öffentlichkeit gegen den Umgang der heutigen Gesellschaft gegenüber Tieren geschaffen werden und der Zustand, in dem Tiere als Versuchsobjekte benutzt werden, kritisiert werden."

Quelle: http://boehringerbesetzung.blogsport.de/2009/08/22/wiederbesetzung-des-boehringer-gelaendes/


Petition: http://www.thepetitionsite.com/1/Nein-zum-Tierversuchszentrum-Hannover

Boehringer-Besetzung - Räumung 12.08.2009

Donnerstag, 20. August 2009

Boehringer Flyer zum Verteilen


Vielen Dank für eure bisherige Unterstützung. Stand 20.08. haben ca. 440 Menschen die Petition unterzeichnet. Was ihr darüber hinaus noch tun könnt ist, den Flyer ausdrucken, zuschneiden (dreiteilen) und in eurem Umfeld (z.B. Läden, Briefkästen ohne Werbeverbot, auf der Straße) verteilen. Flyer nur direkt an die Leute geben, an Autos und Fahrräder heften ist verboten!

Klicken Sie hier um das Dokument "Boehringer Flyer.pdf" herunter zu laden.

Eine Verwendung des Flyers ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht.
Creative Commons License
This work by www.vegaversum.de is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Germany License

Dienstag, 18. August 2009

We need your vote against animal testing!

http://www.thepetitionsite.com/1/Nein-zum-Tierversuchszentrum-Hannover

Dear friends,

we started a petition against the pharma company Boehringer Ingelheim, who is planning to build a huge research center in our hometown, Hannover (Germany).
Boehringer is producing serums to avoid production animals getting infections, epidemics et al..
They intend to test these vaccines on several thousands of animals (mainly pigs) a year.
After being infected with all kinds of heavy virusses during the series of experiments, the animals will at last be killed and their bodies will be dissolved in brine to remove them securely.

Our church (!) sold the land to that corporation and all our partys (inclusive the green party!) as well as the mayoral agreed to Boehringer settling in Hannover. They are proud to have them here to make Hannover a more considerable location regarding science and economy!

Boehringer intends to start building this year and it shell be finished in 2011. They already tried to build in another german town (Tuebingen), but they failed because of the civil protests. They were told to go to Hannover because citizens there wouldn't be so "protestive"... ! We are shocked that Hannover has a such doubtable fame!

Profit may not walk over lifes! Neither in Hannover nor anywhere in the world!
Please help us to debar Boehringer from building and tell all people around you to do the same! We need your voice!!!!

Thank you very much.

P.S.: It's a german petition, but after reading this message you are already familiar with it's content.

Montag, 17. August 2009

Nein zum Tierversuchszentrum in Hannover


Wir haben eine eigene Petition gegen das in Hannover geplante Tierversuchslabor von der Pharma Firma Boehringer Ingelheim gestartet und brauchen so viele Mit-Unterzeichnende wie nur möglich.

Der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen und ab 2011 wollen sie dort dann Impfstoffe entwickeln und an mehreren tausend Schweinen pro Jahr testen, um die Krankheitsanfälligkeit von Tieren in der Massenhaltung einzudämmen.

Die Schweine werden also mit entsprechenden Erregern infiziert, für die "Versuchsreihen" benutzt, schließlich getötet und ihre Körper in Säure aufgelöst (Sicherheit). Und das alles damit die industrielle Massentierhaltung "verbessert", also gestärkt werden kann!
In Tübingen haben Proteste Boehringer davon abhalten können, zu bauen. Man sagte ihnen angeblich daraufhin, in Hannover bekämen sie nicht so viel Gegenwehr.

Die Kirche (!) verkaufte der Firma das Land, alle Parteien (inklusive Grüne!) stimmten zu und es wurde trotz massiver Bürgerproteste durchgesetzt. Da Hannover damit als wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Standort an Bedeutung gewinnt!

Bitte beteiligt euch zahlreich, verbreitet es an alle Menschen in eurem Umfeld, setzt es in Foren, Internet-Plattformen, etc.

Profit darf nicht über Leben gehen. Nicht in Hannover und an keinem anderen Ort!

Petition:
http://www.thepetitionsite.com/1/Nein-zum-Tierversuchszentrum-Hannover
(ihr seht den Brief an die Verantwortlichen wenn ihr unter unserem Bildchen auf "letter" geht)

Weitere Informationen:
http://boehringerbesetzung.blogsport.de/ (Seite der Besetzer)
http://www.schweinerei-hannover.de/ (Seite der BürgerInitiative)
http://www.rtlregional.de/player.php?id=7108&tag=boehrin... (RTL-Beitrag)
Tierschutzfachverband unterstützt Protest der Tierversuchsgegner in Hannover

Dienstag, 11. August 2009

Kindercocktail


So gesehen in einem Rezeptheft, das einem Mixer beilag. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


Eine gesündere Alternative für einen Kindercocktail gibt es hier
(PS: Weintrauben ohne Kerne verwenden :-))

Freitag, 7. August 2009

Angebotsprospekt - Suspe(c)kt!


Wer kennt sie nicht, die unzähligen Angebotsprospekte zur Förderung des Fleischkonsums. Die Mehrheit der Bevölkerung hat damit kein Problem und sieht auf solchen Seiten (Fleischprodukte belegen immer die ersten Prospekt-Seiten) diverse fleischliche Köstlichkeiten. Andere wiederum sehen das unendliche Leid für Tiere, Umwelt und auch Menschen, das damit einhergeht.

  • Matthews Hähnchen-Steaks
  • Frische Puten-Oberschenkel
  • Holzfällerscheiben
  • Schweine-Gewürzspieß-Trio
  • Bratwurst-Zopf
  • Kalbs-Schnitzel
  • Vier Jahreszeiten Salami
  • Leberpastete im Speckmantel
  • Schröder Mini-Schinkenbeißer
  • Bratwurst Peitschen
  • ...

All das, was wir heute mit unserem steigenden Hunger auf tierische Produkte verursachen, läuft auf zunehmendes Leiden unserer tierischen Rohstofflieferanten hinaus. Die systematische Folter von empfindenden Wesen, gleichgültig mit welchem Motiv und in welcher Form, kann in keinem Fall gerechtfertigt und ethisch vertretbar sein und sollte uns zum Handeln auffordern.

Boehringer Besetzung Hannover


Boehringer wollte sein neues Tierversuchszentrum zunächst in Tübingen errichten. Massive Bürgerproteste konnten die Pläne dort jedoch vereiteln. In Hannover dagegen fand die institutionalisierte Tierqual auf kirchlicher, politischer und behördlicher Seite ausreichenden Zuspruch. Baustart ist für 2009, die Fertigstellung für 2011 vorgesehen.

Die Ev.-luth. Jakobi-Gemeinde in Kirchrode hat (im Juli 2008) ihr 2,6 Hektar großes Grundstück an die Firma Boehringer für die Errichtung eines Tierversuchslabors verkauft.

Das Grundstück befindet sich unmittelbar neben der Güterumgehungsbahn an der Bemeroder Straße, direkt gegenüber der Tierärztlichen Hochschule, Bünteweg 1 in 30559 Hannover.


In der Nacht vom 01.07.2009 auf den 02.07.2009 haben Tierschützer ein Gelände in Hannover, auf dem das Tierversuchslabor des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim gebaut werden soll, besetzt. Mit dieser Aktion des "zivilen Ungehorsams" wollen sie das öffentliche Interesse steigern und die Baupläne auf gewaltfreie Art be-/verhindern.
Sie fühlen sich keiner Gruppe oder Organisation zugehörig und verstehen sich als loser Zusammenschluss von Tierbefreiungs- und ÖkoaktivistInnen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Der Bau des Tierversuchslabors soll im Herbst/Winter diesen Jahres beginnen. Nach Fertigstellung werden hier an maximal (weil von der Stadt so beschränkt) 200 Großvieheinheiten, also bis zu 4000 Jungschweine, Impfstoffe getestet. Die Tiere werden nach den Versuchen, sprich nach wenigen Monaten, getötet, ihre Körper in Lauge aufgelöst und abtransportiert. Nach "erfolgreichen" Versuchsreihen gelangen die Impfstoffe schließlich zu ihren eigentlichen Empfängern, "unseren Nutztieren". Sie müssen vorwiegend dort eingesetzt werden, wo viele Tiere auf engstem Raum leben, wo somit unhygienische Verhältnisse herrschen und Krankheiten sich schnell ausbreiten können.
Das bedeutet im Klartext, dass diese Versuchstiere genutzt, gequält und schließlich getötet werden, um die industrielle Massentierhaltung zu "verbessern" und zu stärken!

"Die Standortentscheidung Boehringer Ingelheims für Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover begrüßen wir sehr" sagte Ministerpräsident Christian Wulff zum Beschluss des Unternehmens.

Oberbürgermeister Stephan Weil sieht in der Standortwahl Boehringer Ingelheims einen wichtigen Baustein für die Positionierung Hannovers als Wissenschaftsstadt und einen weiteren Erfolg des Wirtschaftsstandortes Hannover.

Bitte schreiben Sie einen höflichen (!) Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Hannover und Niedersachsens Ministerpräsidenten Christian Wulff. Bitten Sie sie, den Bau des Tierqualzentrums zu verhindern.

Oberbürgermeister
Stephan Weil
Trammplatz 2
30159 Hannover
oberbuergermeister@hannover-stadt.de

Niedersächsischer Ministerpräsident
Christian Wulff
Planckstraße 2
30169 Hannover


http://boehringerbesetzung.blogsport.de/besetzung/
http://www.schweinerei-hannover.de/
YouTube Video - Boehringer-Besetzung in Hannover-Kirchrode

Dienstag, 4. August 2009

X:enius (7. Juli 2009) - Sind Vegetarier die besseren Menschen?

Die Sendung "X:enius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE und erörtert die Frage ob Vegetarier die besseren Menschen seien.

Ich denke die Frage hätte heißen müssen: Sind Vegetarier/Veganer Menschen, die bewusster leben?

Es wird eine vollwertige Ernährungsweise vorgestellt, die Lösungsansätze für viele unserer Probleme bereithält. 10% der Deutschen ernähren sich bereits vegetarisch und verringern somit den Konsum von Tierprodukten. Die Mehrheit der Weltbevölkerung, die weiter ansteigt, tut dies nicht - im Gegenteil.

Statt an der vegetarisch/veganen Ernährungsweise herum zu deuteln sollte hinterfragt werden, ob unsere heutige, überwiegend von tierischen Produkten geprägte Ernährung gesund, ökologisch, ökonomisch u.a. ist.

Etwas am Lebensstil der Industrieländer scheint uns krank zu machen. Ein Grundbaustein zum Erhalt der Gesundheit ist die Ernährung - immer noch weit unterschätzt und zweckentfremdet. In wie weit unsere heutigen Lebensmittel ausreichend Vitalstoffe für den Erhalt unserer Gesundheit enthalten, wird in einem separaten Post behandelt.







Zivilisationskrankheiten
Vegetarier sind die besseren-Menschen - Von Michael Miersch vom 1. August 2008

Buon giorno ragazzi!







Im Folgenden ein kurzer Urlaubsbericht.

Die Fahrt
Nach einer 2-tägigen Autofahrt über den Brenner nach Süditalien, ohne wirklich geschlafen zu haben, hatten wir unser Ziel fast erreicht. Wir trafen vor Ort den Vermieter unseres Häuschens (in Alleinlage) und folgten ihm die ca. 7 (gefühlte 20) km bis in ca. 600 m Höhe. Er raste die schmalen Serpentinen hinauf als gäbe es keinen Gegenverkehr, keine Abgründe und als hätten wir ebenfalls einen - unbeladenen - Jeep! Süditaliener.... (Scherz) Er sprach auch kein Wort Englisch - geschweige denn Deutsch. Keiner dort sprach irgendetwas anderes als Italienisch.
Die letzte Meile
Nachdem wir in ca. 500 m Höhe ein Bergdörfchen durchquert hatten, ging es dann nochmal 100m höher auf einem völlig abgelegenen Feldweg, der ziemlich zugewachsen und mit mordsmäßigen Schlaglöchern bestückt war. Über eine Strecke von einem (gefühlte 5)Kilometer versuchten wir dann, diese Zumutung mit dem beladenen Auto zu "befahren" und dem vor uns her rasenden Vermieter irgendwie zu folgen. Rechts von uns Abhänge, links Wald.
Die Villa
Das Häuschen im Nationalpark Cilento war sehr schön. Es hatte einen "Steingarten", der wie eine riesige Terrasse um das Haus herum führte. Hier gab es Palmen und viele Geckos, die uns vor allem beim Frühstücken Gesellschaft leisteten und sich auf den Mauern in der noch nicht so heißen Vormittagssonne wärmten. Schlangen sahen wir im Gebüsch und auf den Bäumen neben der Terrasse auch ... der Vermieter meinte, sie seien nicht gefährlich und menschenscheu.
Das Programm
Wir waren die Tage am Strand (immer eine Mordstour die Berge rauf und runter) oder auf unserem Berg, ließen alle Fünfe gerade sein und setzten uns in den Steingarten um in unseren mitgebrachten Büchern zu lesen, unter anderem auch für unsere Website. Eins der besonders schönen Erlebnisse waren Delphine, die wir vor einem Strand sahen, zu dem wir nur mit einem "Shuttle-Boot" fahren konnten, denn Strände wie dieser waren nicht über das Festland erreichbar. Wir waren ja im Nationalpark und gleich hinter dem Strand erstreckte sich unbesiedeltes, naturbelassenes stark bewaldetes Gebiet. Das war natürlich eine schöne Sache. Es gibt dort noch Tierarten wie Wölfe, Steinadler, Füchse, seltenere Vogelarten, Dachse u.v.m.. Das Shuttle-Boot machte dann, als es uns (und natürlich auch andere, die am Strand waren) abholte, mit uns einen kleinen Abstecher um den Delphinen zu folgen. Ich denke, sie waren eher amüsiert als gestört von den seltsamen Wesen auf einem laut lärmenden Etwas, die wie verrückt schrien, wenn sie einen von ihnen entdeckten. Trotz des Gedränges an der Reling und des Lärms war es aber faszinierend, diese Tiere einmal so nah zu sehen.

Schade, dass die Menschen diese Wertschätzung und Bewunderung nicht allen Tieren entgegenbringen...

Nun sind wir endlich wieder in good old Germany.